Es gibt ja Leute, die können trinken … literweise! Nein, ich meine nicht Alkohol, sondern sagenwirmal Wasser. Bei mir geht da gar nicht so viel rein. Ich bin ja medizinisch nicht beschlagen, aber es muss da eine Klappe geben, wo die Speiseröhre in den Magen mündet, und diese Klappe macht bei mir irgendwann gnadenlos zu. “Noch ein Schluck? No Sir! Es wird nichts mehr angenommen!”
Manchmal geht das auch mit dem Schreiben so. Also nicht generell mit dem Schreiben. Aber bei einem bestimmten Projekt ist einfach zu. Es ist keine Unlust, an einem bestimmten Text zu arbeiten. Sondern eine regelrechte Unfähigkeit. Gedankenprotest. Formulierungslähmung. Kreativitätsvakuum.
Vermutlich ist Ihnen das auch nicht fremd, oder?
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Das neue Jahr regt ja immer dazu an, dieses Jahr endlich xy zu machen. Mich hat zum Beispiel wieder ein Schwung E-Mails von BlogleserInnen erreicht, die mir anvertraut haben, dass sie jetzt endlich ihre Schreibträume angehen möchten. Die einen wollen unbedingt ein Buch veröffentlichen, die anderen ihre Schreiblust wiederfinden, die irgendwie vom Alltag verschüttet worden ist. Und wissen Sie was: Das ist eine großartige Idee!
Ich kenne es natürlich auch aus eigener Erfahrung, wenn ein „Ich wollte ja noch …“ ewig mitgezogen wird. Dann drehen wir uns einmal um, und es ist wieder Weihnachen: Waaas? Wie konnte dieses Jahr so schnell vergehen? Und wieder habe ich nicht …
Wenn Sie ein Schreibziel jetzt endlich realisieren möchten, dann rufe ich Ihnen ein kraftvolles NUR ZU!!! entgegen.
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Tadaaaaa: mein erster Audio-Blogbeitrag!
Gestern ist mein neues Headset eingetroffen, das eine gute Aufnahmequalität verspricht. Mit meinem ersten Versuch bin ich ganz zufrieden, am Schluss bin ich manchmal etwas zu laut (aber keine Sorge, bleibt im Rahmen) – und es endet etwas abrupt.
Hören Sie mal und sagen Sie mir, wie Sie es finden. Wenn keine Resonanz oder Augenrollen kommt, stelle ich das Plappern wieder ein, ich versprechs.
Und wenn es Ihnen gefällt und Sie mehr Audios haben möchten, sagen Sie mir das bitte. Mach ich gerne. Auch zu Wunschthemen.
Schreiben lernen und Geduld (MP3)
Letzte Woche habe ich in der Himbeerwerft über Automatismen und Macken geschrieben. Da lag der Gedanke nahe, mich auch typischen Schreibmacken zu widmen: Formulierungen oder Angewohnheiten, die wir einfach so drin haben.
Genau wie jeder von uns einen bestimmten aktiven Wortschatz und Sprachmuster hat, gilt das natürlich auch für unsere Schreibe. Das ist gut, weil es idealerweise unseren eigenen Stil ausdrückt.
Aber es führt natürlich auch zu unerwünschten Mustern. Zehn weit verbreitete dieser Schreibmacken habe ich hier für Sie zusammengefasst. Wundern Sie sich nicht, dass ich auf manche immer mal wieder zu sprechen komme. Es sind nicht umsonst unausrottbare Klassiker, die in vielen Texten immer wieder auftauchen.
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Endlich schreibt sie mal wer auf!
1. Gebot: Sei größenwahnsinnig!
Mit Selbstzweifeln und Zurückhaltung kommt man nicht weit. Du willst veröffentlichen? Klar kannst du das! Wenn (noch) nicht, lernstes eben.
2. Gebot: Mach dich locker!
Mit verkrampfter Verbissenheit wird das nichts und mit der Brechstange ist noch nie ein guter Text entstanden.
3. Gebot: Hab Spaß!
Verliere nie aus den Augen, warum du schreiben willst: Du hast etwas mitzuteilen, möchtest anderen Menschen Informationen oder Tipps schenken. Das ist was Schönes!
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Die Situation: Ich stecke bis über beide Ohren im Buchworkshop und habe noch keinen Newslettertext. Gestern habe ich zwar ein Thema ausgesucht und den Text durchstrukturiert, aber jetzt eben habe ich auf dieses Thema keine Lust.
Keine Lust = es wird nicht schnell gehen.
Es soll aber schnell gehen, weil ich das Mittagspäuschen nutzen möchte, den Newsletter fertigzumachen. Das ist ein guter Tapetenwechsel fürs Gehirn, bevor ich mich wieder in die Konzepte stürze. Gerade die Vielschreiber unter Ihnen wissen, was ich meine: immer nur Akkord geht aufs Gehirn und auf die Schreibe, darum lieber mal unterbrechen oder andere Texte dazwischenschieben.
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Kürzlich habe ich ein neues Buchkonzept abgegeben, das ich genial fand. Der Verlag fand das auch. Nach internen Besprechungen gab es zum Thema eine Absage, aber das außergewöhnliche Format fanden sie toll. Könnten wir das abändern auf das Thema sowieso? Da ich selbst auch am meisten am Format hing und das neue Thema für mich ebenso spannend war, habe ich stundenlang das Konzept umgearbeitet. Wegen des besonderen Formates war damit ganz schön viel Arbeit verbunden. Dann wieder eine verlagsinterne Besprechung. Jetzt hätten wir das gerne nochmal anders …
Die Veränderungswünsche waren zu weit weg von meiner Ursprungsvision für das Buch. Und ich habe in den letzten zehn Jahren gelernt: wenn etwas am Anfang so zäh und mühsam ist, ist es besser, es bleibenzulassen. Natürlich lernt man das meistens erst, indem man einige Male diesen inneren Impuls überhört und dennoch weitermacht.
Ich bin nicht die Einzige, die schon mal ungute Projekte durchgezogen hat, sich in eine Idee verbissen hat oder Kooperationen trotz schlechten Gefühls weiterlaufen ließ.
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Schluck! – Sowas hört niemand gerne. Dabei müssen wir AutorInnen das aushalten können: Wann immer Sie eigene Texte veröffentlichen, geben Sie etwas von sich nach draußen, ob es ein kleiner Blogbeitrag für Ihre ersten fünf Leser ist oder ein Buch, an dem Sie fast ein Jahr lang gearbeitet haben. Geht Ihr Baby raus in die Welt, bilden sich andere Leute Meinungen. Und seit es das Internet gibt, bekommen Sie diese Meinungen ungefiltert mit. Das ist eine schöne Sache, wenn es Lob und Zuspruch gibt oder wenn sich Ihre Leser konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen. Doch es kann jederzeit auch sein, dass Sie es mit unfairer Kritik oder harschen Bewertungen zu tun bekommen.
- Dann ruft Sie jemand an und beschimpft Sie (ist mir bisher nur einmal passiert).
- Dann bekommen Sie maßregelnde Schimpfmails, die Ihnen erklären, wie die Welt wirklich läuft.
- Dann wird auf Internetseiten verkündet, wie schlecht Ihr Text ist und jeder kann es lesen.
- Da werden Ihre Beiträge per “Daumen runter” oder “1 von 5 Punkten” bewertet (“Wenn es Null Punkte gäbe, würde ich Null geben!”).
Wie das immer so ist mit schlechten Bewertungen: Gerade diese sind oft nicht sonderlich konstruktiv formuliert und manchmal sind sie regelrecht unfair, weil Ihnen die Worte im Mund umgedreht werden oder etwas behauptet wird, das gar nicht dasteht.
Und jetzt?
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Haben Sie auch das Gefühl, dass in Zeitschriften immer dasselbe steht? Und leider auch in vielen Büchern, Seminarunterlagen oder Blogs?
Es gibt zwei Gründe dafür:
1. Oberflächlichkeit
2. Neutralität
Auf beides komme ich immer wieder zu sprechen. Denn gute Texte sind nicht oberflächlich und nicht neutral.
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Das kennen Sie sicher auch: Man hat ein internes Meeting, aber mit der Pünktlichkeit nimmt es niemand so genau. Der erprobte und ultimative Tipp: Der Letzte schreibt das Protokoll. – Haha! Tatsächlich das Einzige, was wunderbar funktioniert hat in unserer früheren Firma. Plötzlich kam jeder noch ein bisschen früher und die Besprechungen konnten pünktlich beginnen.
Protokollschreiben ist für viele eine schreckliche Strafarbeit. Noch viel haarsträubender ist es, wie oft damit sinnlos Zeit vergeudet und Aufwand getrieben wird.
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