Das Internet ist voll von Besprechungen: ob Testimonials auf Unternehmenswebsites oder den zahlreichen Bewertungsplattformen, wo mittlerweile alle nur erdenklichen Firmen, Produkte und Leistungen besprochen werden.
Viele dieser Bewertungen sind Fakes. Immer wieder gibt es kleine Skandälchen wie vor einigen Jahren auf der amerikanischen amazon-Website, wo für einige Stunden die Klarnamen von Rezensenten sichtbar waren und herauskam, dass zahlreiche Autoren reihenweise ihre eigenen Bücher hochgelobt und die von Konkurrenzprodukten runtergeschrieben haben. Oder vor einigen Monaten die Besprechung eines Elektronikproduktes, die der Geschäftsführer der Firma selbst geschrieben hatte. Leider hatte er ein Häkchen falsch gesetzt, so dass sein Pseudonym mit seinem echten Namen verknüpft war.
Doch solche Fehler braucht es gar nicht. Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass man es mit “einem Fake” zu tun hat. Besonders wenn mehrere davon gleichzeitig präsent sind, können Sie fast wetten, dass die Besprechung unecht ist.
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Ein amüsantes Stilmittel, das immer gut ankommt, sind Typologien. Diese können ernst gemeint sein, rein der Unterhaltung dienen oder einen Schuss Augenzwinkern enthalten (haha: ein Schuss Augenzwinkern, ist ja mal ganz was Neues!).
Genau wie bei Selbst-Tests, die die meisten Leute gern machen, erfreuen sich Typologien großer Beliebtheit. Sie werden nicht nur gerne gelesen, sondern sind sehr beliebt im Internet – werden also oft weitergeschickt und verlinkt.
Und sie sind relativ leicht zu schreiben:
- Überlegen Sie sich einfach welche ausgeprägten Typen es gibt.
- Geben Sie diesen einen plakativen oder witzigen Namen.
- Schreiben Sie eine kleine Beschreibung, was den jeweiligen Typ auszeichnet.
Das muss gar nicht ausführlich sein! Zu Ihrer Inspiration hier einige Beispiele:
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Haben Sie auch das Gefühl, dass in Zeitschriften immer dasselbe steht? Und leider auch in vielen Büchern, Seminarunterlagen oder Blogs?
Es gibt zwei Gründe dafür:
1. Oberflächlichkeit
2. Neutralität
Auf beides komme ich immer wieder zu sprechen. Denn gute Texte sind nicht oberflächlich und nicht neutral.
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Ich liebe es, barfuß zu gehen. Das erste, was ich beim Heimkommen mache, ist die Schuhe in die Ecke zu pfeffern. Daheim gehe ich ausschließlich barfuß. Draußen ist es mir zu eklig, stupsig und gefährlich. Da müssen bald mal Barfußschuhe her.
Jedenfalls ist mir eben aufgefallen, dass barfußgehen das Schreiben verbessert. Jaha, Sie haben richtig gehört: Gehen Sie barfuß, und Sie schreiben besser. Natürlich im übertragenen Sinn …
So nützt Ihnen das Barfußgehen als AutorIn:
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Gestern habe ich kurz beschrieben, dass der Satz “Das überzeugt mich noch nicht!” ein wunderbares Sprungbrett dafür ist, Ihre Texte zu verbessern. Mir ist zum ersten Mal aufgefallen, wie oft ich diesen Satz bei Kunden nutze, um herauszukitzeln, was es Besseres zu sagen gäbe: Er deckt zu schwache Passagen auf und Argumente, die nicht richtig ziehen.
Und ich nutze ihn sogar bei mir selbst. Wenn ich Bücher schreibe, dann mache ich – genau wie ich Ihnen das ständig predige – erst eine Struktur, dann einen ersten Entwurf. Und wenn ich diesen dann durchlese, vermerke ich mir, was mir auffällt. Wie das aussieht, habe ich Ihnen hier schon mal gezeigt. Immer mal findet sich dabei auch ein “überzeugt mich noch nicht”.
Nun habe ich mir einmal überlegt, was die Haupt-Ursache ist, wenn mich an eigenen und bei Kundentexten etwas nicht überzeugt: das sagen, was alle sagen.
5 häufige Gründe, warum Sie das sagen, was alle sagen
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Immer wieder fallen mir einzelne Wörter auf oder ein, die keinen eigenen Beitrag hergeben, zu denen es aber doch etwas zu sagen gibt. Darum gibt es ab jetzt immer mal den “Gemischtwörterladen”. Diesmal mit:
Weld: Gestern fiel mir auf dem Viktualienmarkt ein bayerisches Stand-Schild auf, das wunderbar geschrieben war, aber mit “von überall auf der Weld” endete. Im ersten Moment war ich, als Bayer, ganz enttäuscht: denn bayerisch sagt man weder “überall” noch “Weld”. Je nach Region fällt das dann etwas anders aus, ich als Garmischerin würde beispielsweise sagen “überoi” und “Wejd”. Nachträglich fiel mir ein, dass es goldrichtig ist, wie die Standbetreiber es geschrieben haben. Denn jeder Nichtbayer wäre völlig überfordert, wenn diese Dialektwörter zu bayerisch geschrieben werden: der Sinn würde sich überhaupt nicht erschließen! Hier haben wir uns auch schon einmal über geschriebenen Dialekt unterhalten.
Partnerrückführung: Diese Wortschöpfung, die mir auf Google-Anzeigen auf bloggerei.de zum ersten Mal aufgefallen ist, finde ich phänomenal. Da haben sich Hellseher & Co. wirklich was Gutes einfallen lassen! Partnerrückführung bringt “die Leistung” auf den Punkt, trifft das Bedürfnis der Zielgruppe genau und klingt wie eine Garantie.
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Verleser sind ja oft richtig großartig! Und damit Sie den folgenden Verleser auf Anhieb würdigen können, hier zunächst einige Hilfswörter: Gage, Montage, Rage.
Eben hat mir eine Freundin erzählt, dass ein Lokal bei ihr in der Nachbarschaft “Sommerspartage” veranstaltet und sie zunächst ausgiebig darüber gerätselt hat, was denn nur eine Spartage ist.
Was für ein großartiges Wort! Das es unbedingt geben sollte. Eine perfekte Aufgabe für ein Schreibblog: Was zum Teufel ist wohl eine Spartage (Sparta:sche)?
Schreiben Sie eine Lexikondefinition!
Wenn Sie mich fragen, was aus meiner Sicht der allerwichtigste Tipp fürs ganze Leben ist, dann zögere ich nicht einen Moment:
konkret werden
Der konkrete Blick zeigt Wege auf, entwirrt Probleme, verhindert Missverständnisse und Fehlentscheidungen. Und zwar ganz unabhängig davon, um welche Situation oder Sache es geht.
Nehmen wir es aber mal eine Nummer kleiner. Auch Ihre Schreibfähigkeiten – und damit Ihre Texte – profitieren davon ungemein.
Denn wenn Sie konkret werden, können Sie diese 7 Vorteile ernten:
1. Sie schulen Ihre Beobachtungsgabe.
2. Sie profitieren von Ihrem Blick für Details.
3. Sie zeigen sehr viel mehr (und glaubwürdiger) Ihre Kompetenz.
4. Sie beweisen Scharfsinn.
5. Sie schaffen eine Verbindung zu Ihren Lesern.
6. Sie stellen sicher, dass Sie verstanden werden.
7. Ihre Texte sind nutzbringender als die üblichen, oberflächlicheren Texte zum selben Thema (besonders wichtig bei “Nichts wirklich Neues”-Themen)
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Wenn ich einen Schreibworkshop mache, dann bitte ich meine Teilnehmer immer:
“Schreib zuerst deinen Text bevor du nachschaust, was die anderen so tun (und wie).”
Der Grund: Wann immer man vorher schielt, wie andere an Texte herangehen, wird man beeinflusst:
- Man übernimmt, bewusst oder unbewusst, Aufbau und Stil.
- Wenn man es sich ganz anders gedacht hat oder üblicherweise anders schreibt, kommen einem Zweifel: Vielleicht ist meines falsch/schlechter? Vielleicht sollte ich es doch lieber so machen?
Auch wenn es für das Schreiben viele gute Informationen, Tipps und “Handwerksregeln” gibt, so gilt in erster Linie: es gibt kein richtig oder falsch. Wenn Sie sich Gedanken machen, Ihren Text mit einer klaren Botschaft und Richtung versehen und aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe schreiben, können Sie an Textart, -aufbau, Wortwahl, Formulierungen und Stilmitteln tun, was Sie wollen. Und so Ihre Texte besonders machen.
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Vor einem Jahr gab es einen Newsletter zum Thema Übungen und Anweisungen glasklar beschreiben. Lesen Sie den Artikel doch bitte nochmal kurz, bevor Sie hier weiterlesen.
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Fertig?
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