Endlich! Dieses Buch habe ich erwartet! Es geht um Gelenkmobilisation. Begeistert klappe ich das Buch auf. Einführung. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Okay.
Erstes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Zweites Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Drittes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Viertes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Fünftes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!
Die Informationen der ersten 90 Seiten des Buches hätte man locker auf zwanzig Seiten zusammenstauchen können: dann wäre es dicht, spannend, straff zum Punkt gekommen. So hat es der Autor geschafft, dass ich ziemlich genervt und abgetörnt bin und mit jedem Kapitel heftiger mit den Augen rolle. Die ursprüngliche Begeisterung ist verdampft.
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Jeder von uns „labert“ schriftlich schonmal: Füllwörter, unnötige Ausführungen (die manchmal genau das, was man eben gesagt hat, nochmal in anderen Worten wiederholen) oder zu viele Beispiele.
Es tut Ihren Texten gut (auch Ihrer Business-Korrespondenz), wenn Sie beim Überarbeiten immer besonders die Augen nach solchem „Gelaber“ offenhalten. Straffere Texte kommen klarer auf den Punkt. Das liest sich nicht nur besser, sondern hat zwei weitere Vorteile:
1. Sie verwässern Ihre wichtigsten Aussagen nicht.
2. Der Leser erlebt Sie als kompetent und klar, was besonders für Selbstständige, die aus Marketingzwecken schreiben, wichtig ist.
In Schreibworkshops „zwinge“ ich meine Teilnehmer darum dazu, beim Überarbeiten ein paar Hundert Zeichen einzusparen. Das fordert anfangs so richtig: Was kann ich noch kürzen? Was kann ich durch eine geschicktere Formulierung genauso gut, aber eben knackiger ausdrücken? Bringt es etwas, ein bestimmtes Stilmittel einzusetzen?
Probieren Sie das mal aus!