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Themenwahl

What if?

Wenn es um Fiktion geht, wenn Sie also beispielsweise einen Roman schreiben oder ein Drehbuch, dann ist die bekannte Grundfrage das „What if?

Was wäre
… wenn fünf alte Frauen eine Bank überfallen würden?
… wenn ein Serienmörder ausbricht und sich in Garmisch-Partenkirchen versteckt?
… wenn ein Familienvater eine Pille schluckt und plötzlich 5 m groß wird?

Egal, ob realistisch oder eher unrealistisch: Die Frage nach dem „Was wäre wenn“ ist meistens DIE Ausgangsbasis für eine Geschichte.

Selbstverständlich nützt Ihnen dieses „What if“ auch für Business- oder sonstige Tipptexte. Es ist sogar eine ganz großartige Frage, die Sie auf ganz andere, in der Regel sehr viel interessantere Themen bringt.
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Damit gehen Ihnen nie die Themen aus!

Vorhin bin ich in der aktuellen Schreibwerkstatt nach weiteren Tipps gefragt worden, wie man an Themen-Ideen kommt. Eine gute Anregung für einen Blogbeitrag (danke, Christine).

Sie wissen ja: Das Wichtigste ist es, ein Plankton-Thema zu wählen. Denn auf diese Weise zersplittert jedes Ihrer großen Fachthemen in unzählige Unterthemen: die Ideen gehen nie aus, sondern führen sogar zu immer weiteren Themen.

Hier ganz viele Starterkabel für Ihre Ideen:

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Notizen: Themenideen für später

Dass es gut ist, sich Ideen gleich aufzuschreiben, ist bekannt. Der Rat, immer etwas zu schreiben mitzunehmen, auch.

Tatsache ist ja: selbst die allerspannendsten Vorkommnisse geraten in Vergessenheit, auch wenn wir noch so sicher sind, dass wir uns das auf jeden Fall merken.

Aber das Sammeln von Ideen ist ja noch viel lustiger, als es auf den ersten Blick aussieht.

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Die Kunst des Auswählens

Was man als Leser selten bewusst merkt, ist, dass die eigentliche Kunst beim Schreiben die Auswahl ist:

  • Sie als Autor entscheiden nicht nur, welches Thema Sie wählen, sondern auch, auf welche Weise Sie es angehen.
  • Sie entscheiden, wie der erste Satz aussieht und über den “Ton”.
  • Sie bestimmen, wie Sie den Text strukturieren, was rein darf (und was draußen bleibt).
  • Wenn Sie einen Tipptext schreiben, überlegen Sie sich, mit welchen Formulierungen und Inhalten sie Ihre Leser ins Tun bringen können.

Schreiben ist eine einzige große Auswahl vieler Details. Und die meisten dieser Entscheidungen sind am Ende gar nicht sichtbar.

Für Sie als AutorIn heißt das aber auch, dass Sie daraus lernen können:

Lesen Sie Artikel und Bücher doch einmal unter diesem Gesichtspunkt! Welche Entscheidungen hat der Autor hier getroffen? Spekulieren Sie, warum genau diese Überschrift. Werden Sie sich weiterer Alternativen bewusst. Nehmen Sie die Struktur und die verwendeten Stilmittel wahr.

Was funktioniert gut? Was hätten Sie anders gemacht? Womit hat Sie der Autor besonders gepackt? Und wo finden Sie etwas langatmig oder zu sperrig?

Themen sind unendlich: die 500-Ohren-Herausforderung!

Kürzlich habe ich Sie gefragt, ob Sie Lust auf etwas Interaktivität haben. Immerhin ist das ein Schreibtipp-Blog: und da ist TUN immer noch das Beste!

Wie wichtig die Themenwahl ist, kam schon in einigen Blogartikeln vor. Erst letzte Woche habe ich Ihnen von Starnberger See- und Plankton-Themen erzählt, und jetzt möchte ich mit Ihnen gemeinsam den Beweis antreten, dass ein Thema beliebig „ausgebreitet“ und genutzt werden kann.

Gemeinsam mit Ihnen möchte ich 500 mögliche Themen rund um’s Ohr finden.

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Etwas zu sagen haben

Sitzen Sie manchmal vor dem Bildschirm (oder dem weißen Blatt Papier) und kommen irgendwie nicht in Fluss? Auch wenn Sie eigentlich schreiben möchten und auch, wenn Sie eigentlich ein gutes Thema haben?

Ein ganz typischer Grund, warum es nicht fließen will, ist, dass man nicht wirklich was zu sagen hat.

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Was der Starnberger See mit Ihrem Thema zu tun hat

starnbergerOb ein Text gut funktioniert und Ihren Lesern wirklichen Nutzen bietet, hängt vor allen Dingen davon ab, wie klug Sie Ihr Thema wählen. Ein Bild, das sich meinen Schreibwerkstatt-Teilnehmern einprägt, ist der Vergleich mit dem Starnberger See.

Wann immer Sie ein Thema ausgesucht haben, das so groß ist wie der Starnberger See, werden Sie sich ziemlich schwer tun, einen guten Text dazu zu schreiben. Denn wenn das Thema zu gewaltig ist, kann man es schlichtweg nicht in einen kurzen Text pressen, ohne
- zu oberflächlich zu werden
- Leser zu überfordern
- wichtige Details außen vor zu lassen.

Dazu kommt, dass man als Autor oft auch schon merkt, dass es irgendwie nicht funktioniert: dass ein Text dem Thema nicht gerecht wird oder „zu banal“ erscheint.

planktonDie Lösung: ein Plankton-großes Thema wählen!

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Gefahr Nr. 2: vergaloppieren

vergallopierenSich zu vergaloppieren passiert ganz schnell mal: man schreibt so dahin und irgendwann kippt entweder das Thema weg oder man merkt, dass man bei einer Aussage ganz besonders viel und ausgiebig geschrieben hat. Im Extremfall hat der Text überhaupt nichts mehr mit der Überschrift zu tun.

Wenn Sie nicht gerade einen Text mit einem fixen Thema schreiben, können Sie einfach die Überschrift ändern und praktisch aus der Not eine Tugend machen. Möchten oder müssen Sie aber zu einem bestimmten Thema etwas schreiben, geht das nicht so einfach. Da heißt es dann “zurück auf Los”.

Sie vermuten es schon: Meistens passiert dieses Vergaloppieren, wenn man vor dem Schreiben noch nicht klar genug für sich hat, was man genau mit dem Text sagen möchte.

Ein weiterer Grund ist, dass einem das gewählte Thema gar nicht so liegt oder einfach nicht so richtig interessiert. Vielleicht möchten Sie Ihren Kunden einen guten Tipp zu einem Thema geben, von dem Sie wissen, dass es diesen superwichtig ist – aber Sie selbst lockt das Thema einfach nicht so sonderlich hinter dem Ofen vor.

Die gute Nachricht: Bei fertiggeschriebenen Texten, bei denen man merkt, dass man sich vergaloppiert hat, stecken meistens mindestens zwei Texte drin: das ursprüngliche und das, das sich reingemogelt hat. Vielleicht können Sie also Ihren ersten Entwurf mehrfachverwenden.

Gefahr Nr. 1: Blabla

blablaBla-Artikel kennen Sie auch: Man liest so drüber, aber als Leser hat man nicht wirklich was davon gehabt. Manchmal ist es sogar regelrecht ermüdend und man hat schon kurz nach dem Einstieg keine Lust mehr und steigt aus.

Das wollen wir natürlich nicht. Denn als Autor möchten Sie ja, dass Ihr Werk auch gelesen wird. Wenn Sie Ihren Lesern engagiert ein Thema oder Tipps weitergeben möchten, dann sollen diese idealerweise auch noch etwas TUN. Ein Blabla macht die Chancen darauf zunichte.

Wenn Texte oder Textpassagen zu Blabla werden, hat das meistens diese Gründe:

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