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Artikel + Tipps schreiben

Sehr, sehr nützlich: Textschablonen

Eine simple Möglichkeit, schneller zu schreiben, ist, sich vorab eine Standardstruktur zu überlegen. Auf diese Weise entsteht eine “Textschablone”, die Sie nur zu füllen brauchen.

:arrow: Das erleichtert es Ihnen, die besten Inhalte auszuwählen.

:arrow: Sie halten sich (und Ihren Text) sicher auf Kurs.

:arrow: Sie tun sich sehr viel leichter, schneller zu schreiben.

:arrow: Wenn Sie mehrere Texte für die gleiche Sache schreiben, z. B. eine Artikelserie oder Ihre Website, dann wird das Endergebnis ausgewogener und “runder”. Die Leser finden sich zudem schneller zurecht.

So geht’s:

1. Sie überlegen sich zuerst, was genau in einen Text soll.
2. Sie definieren sinnvolle Textabschnitte (die manchmal auch identisch sein können).
3. Jetzt brauchen Sie nur noch aufzufüllen. Dabei brauchen Sie nicht mal sofort zu formulieren, sondern können zunächst Stichpunkte pro Textabschnitt notieren.

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interaktiv: Ihr Tipp mit 10 vorgegebenen Wörtern

Endlich wieder eine Schreibaufgabe! Sie haben bestimmt schon drauf gewartet. Diesmal ist es ganz schön knifflig: Es ist eine verschärfte Version des Adventskalenders, bei dem Sie mir jeweils ein Stichwort vorgegeben haben.

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Machen Sie Ihren Text durch konkrete Beispiele greifbarer

Ob man Texte als nutzbringend erlebt, aus einem Blog, Buch oder Selbstlernkurs wirklich etwas herausholen kann, wird maßgeblich dadurch bestimmt, wie konkret Sie werden.

Das ist gleichzeitig oft eine Herausforderung. Denn als AutorIn kennen Sie Ihr Thema sehr gut und oft bemerkt man schlichtweg nicht, dass man wichtige Informationen noch nicht – oder noch nicht ausreichend – zu Papier gebracht hat. Ein wesentlicher Faktor dafür, wie gut Ihre Leser wirklich erfassen, was Sie meinen und was sie tun sollen, sind Beispiele.

Hier einige Textauszüge, bei denen Sie gleich sehen, wie viel greifbarer ein Punkt beziehungsweise eine Übung durch konkrete Beispiele wird:

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Formulieren stört das Konzipieren!

Wann immer Sie etwas konzipieren – Ihre Website, einen Flyer, einen Artikel, eine Seminarausschreibung, ein Buch, eine Checkliste, ein Projekt – verbieten Sie sich in der Konzeptionsphase das Formulieren! Schreiben Sie aussagekräftige Stichpunkte, halten Sie sich erstmal ganz an die Fakten.

Warum?

:arrow: Weil das Formulieren Ihr Gehirn in eine Richtung schickt, die Sie momentan nicht brauchen. Fokussieren Sie erstmal auf Rahmen, Inhalt, Struktur und Ziele.

:arrow: Weil das Formulieren auch Sie selbst sehr schnell darüber hinwegtäuschen kann, dass es kein „Fleisch an den Knochen gibt“ (siehe auch „Where’s the beef?“)

:arrow: Und weil das Formulieren den einen sehr leicht und den anderen sehr schwer fällt: Wenn es Ihnen leicht fällt, haben Sie das Gefühl „fertig“ zu sein, obwohl Sie überhaupt nicht genug in die Tiefe gedacht haben. Und wenn es Ihnen schwer fällt, sind Sie doppelt gelackmeiert: Denn wer keine klaren Fakten hat, kann auch nicht gut formulieren: da fehlt der Stoff für Struktur und Inhalte. Unterm Strich brauchen Sie also noch länger und haben am Ende weder das eine, noch das andere richtig gemacht.

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Ich bin es, das Gehirn Ihrer Leser

Liebe Autorin, lieber Autor,

ich möchte Ihre Texte so gerne einordnen, lesen und verstehen können – und zwar idealerweise genau so, wie Sie sie meinen. Ohne Verwirrung, ohne Wissenslücken, ohne Missverständnisse und Fehlinterpretationen … vor allen Dingen aber auch, ohne mich zu langweilen.

Sie können mir enorm dabei helfen, dass das gelingt. Da haben wir beide was davon!

:arrow: Sagen Sie mir von vornherein, worum es geht.

Kennen Sie Gespräche, bei denen Ihr Gegenüber redet und redet und redet – und Sie können gar nicht richtig folgen, bis Sie endlich mal herausbekommen, worum es überhaupt geht? Genau das passiert bei ganz vielen Texten auch. Sie glauben gar nicht, wie oft ich drei oder vier Absätze lesen muss, bis ich überhaupt verstanden habe, worauf der Verfasser hinaus will!

Das Blöde ist, dass ganz viele Informationen durch mich hindurchlaufen BIS ich überhaupt checke, worum es geht. Vielleicht haben Sie in den ersten Absätzen bereits gute Informationen oder Tipps für mich, die ich überhaupt nicht wahrnehme, weil ich noch mit der Frage „Worum geht es hier überhaupt?“ beschäftigt bin.

Nehmen Sie Korrespondenz. Der Betreff bei Briefen ist dazu da, mich von vornherein auf die richtige Gedankenschiene zu bringen. Wenn der aussagekräftig ist, kann ich ab diesem Zeitpunkt aufmerksam Ihren Brief lesen. Wenn … – Die Realität ist, dass der Betreff oft fehlt oder alles andere als aussagekräftig ist.

Bei anderen Texten ist es die Überschrift oder der Einstieg, der mir sofort klarmachen muss, was mich erwartet. Erst wenn Sie das sicherstellen, kann ich Ihnen meine volle Hirnleistung schenken – von Anfang an.

:arrow: Machen Sie mir das Lesen bitte leicht!

Mein Alltag ist schnell. Ich überfliege viel, ich muss neue Informationen und Eindrücke ganz fix verarbeiten. Damit ich diesen Job gut machen kann, brauche ich:

  • eine gut lesbare Schriftgröße (keine Popelschrift)
  • einen übersichtlich, klar strukturierten Text (keine Bleiwüste)
  • etwas Luft und Lockerheit (quetschen Sie nichts zusammen)
  • kurze, eindeutige Sätze und keine wild verschachtelten Satzkonstruktionen

Ist Ihr Text länger? Dann machen Sie Zwischenüberschriften für mich rein. Ich orientiere mich bei längeren Texten auch gerne an grafischen Symbolen oder Kästen, wenn etwas besonders wichtig ist.

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Geben Sie Ihren Lesern gute Nachrichten!

Gerade, wenn Sie bloggen oder einen Newsletter herausgeben, ist es eine schöne Sache, wenn Sie Ihren Lesern immer mal gute Nachrichten geben.

Ich meine damit, über die oft verbreitete sachliche Ebene “Thema – Tipp”, “Problem – Lösung” hinauszugehen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie in Ihrem Text schwierige Themen ansprechen oder eine Zielgruppe ansprechen, die es gerade schwer hat.

“Gute Nachrichten” heißt übrigens nicht, etwas zu beschönigen! Sondern es geht beispielsweise um:

  • das Ausmalen von positiven Entwicklungen
  • Bestätigung, was Ihre Leser schon können/haben/erreicht haben
  • Perspektiven, “das Licht am Ende des Tunnels” oder gar Lösungen aufzeigen
  • Ihre Leser inspirieren und idealerweise ins Tun bringen
  • Verständnis zu haben, den Rücken zu stärken
  • sie zum Lachen bringen

Viele Texte wirken deshalb so leblos, weil an Leser hingeredet wird, anstatt mit ihnen zu sprechen. In Workshops sag ich immer: Plaudert mit Euren Lesern!

Reichern Sie Texte mit Skizzen an

Viel nützlicher als irgendwelche nichtssagenden Symbolbilder sind für Ihre Leser zum Text passende Skizzen. Sie können damit

:arrow: längere Texte auflockern
:arrow: Inhalte auf einen Blick sichtbar machen – und damit auch Neugier auf den Text wecken
:arrow: auch komplexe Sachverhalte ohne große Erklärungen auf den Punkt bringen
:arrow: eine gute Erinnerung schaffen, zum Beispiel wenn die Skizze pinnwandgeeignet ist
:arrow: … und meistens wirken solche Skizzen auch besonders schlau ;-)

Sie müssen für Skizzen weder großartig zeichnen können, noch sich grafisch verkünsteln. Ganz simple Skizzen reichen bereits aus. Hier ein Beispiel, das aus der Not entstanden ist:

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Machen Sie Ihren Lesern Geschenke!

Ein würdiger Abschluss für unseren improvisierten Adventskalender der Schreibtipps ist das heutige Wort von Dagmar: Geschenke.

Machen Sie Ihren Lesern Geschenke:

  • Schenken Sie ihnen Nutzen in Form von interessanten Informationen, guten Tipps und Aha-Effekten.
  • Schenken Sie ihnen Werkzeuge: Dinge, mit denen sich gut arbeiten lässt (z. B. Sehr praktisch: Haftzettel-Register, Tolle Sache: FlipNotes – durchdachtes Notizbuch); empfehlenswerte Bücher oder Websites; praktische Leitfragen und Übungen (wie Sie hier im Blog oder auch auf unternehmenskick.de zuhauf finden).
  • Schenken Sie ihnen Unterhaltung oder Spannung: langweilen Sie bloß nicht!
  • Schenken Sie ihnen Neugier, damit sie bis zum Ende dranbleiben und das, was Sie empfehlen, auch wirklich in ihrem Alltag ausprobieren.
  • Schenken Sie ihnen Bindung: indem Sie sich als AutorIn greifbar machen, indem Sie sie auch wirklich meinen (Leser-Ansprache)  und wenn Sie mit Ihren Lesern in Kontakt treten, etwa weil Sie ein Blog schreiben, indem Sie auch mit ihnen sprechen und Kommentare nicht einfach verhallen lassen.

Schenken macht nämlich ganz schön Spaß!

Ich wünsche Ihnen wunderbare Weihnachtsfeiertage. Lassen Sie es sich gutgehen, lassen Sie sich reich beschenken (Geschenke bekommen ist ja genauso super!), essen Sie gut und hängen Sie ordentlich rum.

Herzliche Grüße

Sie liefern kostenfrei einen Text: Ist ja gutes Marketing …

Kürzlich habe ich schon einmal über Text-Kooperationen geschrieben. In den letzten zehn Jahren bin ich enorm viele solcher Kooperationen eingegangen, habe anderen Websites Texte zur Verfügung gestellt, aber auch in Printzeitschriften veröffentlicht. Manchmal waren es exklusiv geschriebene Texte, manchmal war es ein nicht-exklusives Abdruckrecht (= ein bereits vorhandener Text darf erneut verwendet werden, dieser erscheint aber auch an anderer Stelle).

Meine Bilanz, wie sich sehr sich das lohnt, sieht, wie gesagt, eher ernüchternd aus. Darum hatte ich Sie in dem früheren Beitrag gebeten, sich ganz genau anzusehen, wer Ihnen so eine Textkooperation anbietet.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Gegenleistung, die Sie erhalten, auch Ihrem Einsatz entspricht. Auch hier habe ich leider immer wieder mit Redaktionen und Websites zu tun gehabt, die ihrem Part einfach nicht nachkommen. Damit Sie sich nicht übervorteilt fühlen, hier mal einige typische Abzockermethoden, über die ich mich mehr als einmal ärgern musste. Was Sie im Vorfeld schon kennen, können Sie am ehesten abwenden.
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Folgen Sie dem roten Faden!

Eine große Schwäche bei vielen Texten ist die mangelnde Struktur und Durchführung des Lesers. Das ist eine „Disziplin“, die am Anfang gar nicht so einfach ist. Besonders ungeübte Schreiber sind oft so sehr mit Formulierungen beschäftigt, dass sie nicht auf das Fundament des Textes achten.

Ich hatte Ihnen hier und hier schon beschrieben, wie wichtig es ist, Ihren Texten vor dem Schreiben eine klare Struktur zu geben. Wenn Sie das tun, können Sie die Probleme, die durch einen nicht vorhandenen klaren roten Faden, von vornherein aushebeln (und: Sie werden Ihre Texte sehr viel schneller schreiben, wenn die Struktur vorher steht).

Eine weitere Möglichkeit, ein Gespür dafür zu entwickeln, ob sich ein klarer roter Faden durchzieht, ist es, die typischen Schwächen zu erkennen.
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