Gefahr Nr. 5: Von der Fahrbahn abkommen
Die letzte ganz grundsätzliche Gefahr für Ihre Texte ist das Abkommen von der „Fahrbahn“, und damit ist viel mehr gemeint als nur das Wegkippen des Themas, von dem schon bei Gefahr Nr. 2: vergaloppieren die Rede war.
Wenn Sie ein guter Autofahrer sind, dann werden Sie vorausschauend fahren, das heißt:
- Sie wissen, wo Sie hin möchten,
- Sie beachten die Verkehrsregeln und fahren so, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkennen, was Sie tun werden,
- Sie schauen, dass Sie auf Ihrer eigenen „Seite“ bleiben
- und vor allen Dingen: Sie denken für andere Autofahrer mit: Was könnte der jetzt tun? Bleibt er stehen oder gibt er Gas? Biegt der trotzdem ab, obwohl er den Blinker nicht setzt?
Und so absurd das klingt: Genau darum geht es beim Schreiben von Texten auch!
Kennen Sie noch die „So flicke ich mein Fahrrad“-Aufsätze aus der Schule? Wo man ganz genau erzählt hat, was man nacheinander so alles gemacht hat?
Das mit der Verwirrung ist ziemlich gemein: In den meisten Fällen merkt man das als Autor nämlich nicht. Hier einige typische Verwirrgründe und wie Sie gegensteuern können:
Sich zu vergaloppieren passiert ganz schnell mal: man schreibt so dahin und irgendwann kippt entweder das Thema weg oder man merkt, dass man bei einer Aussage ganz besonders viel und ausgiebig geschrieben hat. Im Extremfall hat der Text überhaupt nichts mehr mit der Überschrift zu tun.
Bla-Artikel kennen Sie auch: Man liest so drüber, aber als Leser hat man nicht wirklich was davon gehabt. Manchmal ist es sogar regelrecht ermüdend und man hat schon kurz nach dem Einstieg keine Lust mehr und steigt aus.