Manchmal, wenn man so schreibt, wie es einem gerade einfällt, schleichen sich eine ganze Menge Nebensätze ein – und die machen einem dann das Lesen und das Verstehen wirklich schwer, wenn nicht gar unmöglich. Gleiches gilt (nicht nur, aber auch!) für die meisten Klammern. Punktuell eingesetzt ist eine Klammer (genauso wie Spiegelstriche) natürlich in Ordnung, aber wenn Sie sie über Gebühr einsetzen, wird es ganz schnell unübersichtlich.
Behalten Sie beim Überarbeiten im Augen:
Entschlacken Sie Sätze: Verzichten Sie auf Ausschmückungen und Gedankenschleifen.
Verkürzen Sie zu lange Sätze: entweder knackiger formulieren oder Sätze einfach teilen
Lösen Sie Klammern & Co. möglichst auf: Auch hier gilt „keep it simple“ – meistens kann man auf Klammern sogar verzichten, etwa wenn Sie bei einer Aufzählung in jedem Punkt eine Klammer gesetzt haben. Oft ist ein Doppelpunkt wesentlich übersichtlicher.
Achten Sie auf ein Zuviel: zu viele Kommas, zu viele Gedankenstriche, zu viele Aufzählungen, zu viele „und“, „oder“, „weil“ etc.
Reißen Sie den Sinn nicht auseinander! Der Satz „Punktuell eingesetzt ist eine Klammer (genauso wie Spiegelstriche) natürlich in Ordnung“ ist so ein Beispiel für einen auseinandergerissenen Sinn, weil ich vor dem Satzende noch schnell etwas anderes „reingestopft“ habe. Das „(genauso wie Spiegelstriche)“ stört den Lesefluss und damit die Verständlichkeit.





