Schluck! – Sowas hört niemand gerne. Dabei müssen wir AutorInnen das aushalten können: Wann immer Sie eigene Texte veröffentlichen, geben Sie etwas von sich nach draußen, ob es ein kleiner Blogbeitrag für Ihre ersten fünf Leser ist oder ein Buch, an dem Sie fast ein Jahr lang gearbeitet haben. Geht Ihr Baby raus in die Welt, bilden sich andere Leute Meinungen. Und seit es das Internet gibt, bekommen Sie diese Meinungen ungefiltert mit. Das ist eine schöne Sache, wenn es Lob und Zuspruch gibt oder wenn sich Ihre Leser konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen. Doch es kann jederzeit auch sein, dass Sie es mit unfairer Kritik oder harschen Bewertungen zu tun bekommen.
- Dann ruft Sie jemand an und beschimpft Sie (ist mir bisher nur einmal passiert).
- Dann bekommen Sie maßregelnde Schimpfmails, die Ihnen erklären, wie die Welt wirklich läuft.
- Dann wird auf Internetseiten verkündet, wie schlecht Ihr Text ist und jeder kann es lesen.
- Da werden Ihre Beiträge per “Daumen runter” oder “1 von 5 Punkten” bewertet (“Wenn es Null Punkte gäbe, würde ich Null geben!”).
Wie das immer so ist mit schlechten Bewertungen: Gerade diese sind oft nicht sonderlich konstruktiv formuliert und manchmal sind sie regelrecht unfair, weil Ihnen die Worte im Mund umgedreht werden oder etwas behauptet wird, das gar nicht dasteht.
Und jetzt?
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… noch geheim, aber ich kann schon mal verraten, dass es für die 30-Minuten-Reihe des GABAL-Verlages ist.
Beim GABAL habe ich ja schon das NERV NICHT! Über den Umgang mit Nervensägen, Rechthabern, Langweilern & Co. veröffentlicht (das ich übrigens auch zuerst als 30-Minuten-Büchlein vorgeschlagen hatte, weil mir die Reihe so gut gefällt). Und ebenfalls im GABAL erscheint in Kürze das SORRY! Entschuldigungen aussprechen, annehmen, ablehnen.
Eben habe ich feierlich den neuen Vertrag unterschrieben und freue mich doppelt: ein 30-Minuten-Buch wollte ich schon immer schreiben + das Thema ist eigentlich unfassbar.
Wenn Sie auch endlich Ihren eigenen Buchvertrag unterschreiben wollen, brauchen Sie ein überzeugendes Konzept. Kommen Sie im September in meine Online-Schreibwerkstatt Von der Idee zum Buchkonzept (nur Ratgeber/Sachbuch, keine Belletristik!).
Oft fängt man nicht an, weil man zu viele Möglichkeiten hat.
Ich könnte ja darüber schreiben oder darüber oder auch darüber …
Das Thema steht fest, aber ich könnte es so angehen oder so oder auch so …
Eigentlich ist das ja paradox! Denn Ideenreichtum ist ja gerade eine Stärke beim Schreiben. Jetzt kommt Ihr Selbstmanagement ins Spiel: denn wenn Sie sich nicht endlich für eine Idee entscheiden, passiert überhaupt nichts.
Wie Sie sich entscheiden können, habe ich hier bei der Gehirnverstopfung schon geschrieben. Manchmal geht es aber um etwas anderes: Das Nicht-anfangen-wollen oder sich davor scheuen, einen Text fertigzustellen. In dem Moment, wo Sie loslegen, wird es nämlich ernst.
Das kennen ganz besonders diejenigen unter Ihnen, die schon immer mal einen Artikel veröffentlichen wollten oder ein Buch schreiben möchten. Das als Traum vor sich herzutragen, ist das eine. Es zu tun und sich damit auch möglichen Schwierigkeiten oder Absagen auszusetzen, ist das andere.
Hier einige Tipps, wie Sie mit der Panik vor dem Veröffentlichen umgehen können.
Na, haben Sie auch Angst, dass Ihnen jemand eine Idee wegnehmen könnte? Für Autoren ist das eine sehr hinderliche Befürchtung, denn die Konsequenz daraus ist meistens:
- Sie geben überhaupt nichts nach außen.
- Sie bleiben so vage, dass niemand etwas abschauen kann (aber auch alle anderen Leser nichts davon haben).
- Sie kommen durch zu schwammige Beschreibungen oder Superlative, mit denen Sie aus Stolz und Überzeugung Ihre Idee, ein Produkt oder eine Leistung beschreiben, als Dampfplauderer rüber.
Niemand hat etwas davon, wenn Sie aus Furcht, dass man Ihnen eine Idee klauen könnte, überhaupt nichts nach außen geben. Für Selbstständige ist es doppelt fatal, weil diese dann oft nicht mal einen aussagekräftigen Unternehmensauftritt auf die Beine stellen, nur damit ja kein Mitbewerber sehen kann, was sie tun (und damit leider auch kein potenzieller Kunde!).
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Wie ich in meiner Bio ja schon verraten habe, bin ich mit John Sinclair aufgewachsen: Jede Woche haben mein Bruder und ich unser Taschengeld in den neuesten Heftroman dieser Gruselserie investiert. Darum habe ich kürzlich im Buchladen erfreut zu diesem Buch gegriffen.
Die Autorin hat sich ihr Studium mit dem Schreiben von Heftromanen verdient. Pro Roman, so verrät sie, erhält man je nach Verlag, Reihe oder Serie zwischen 700 und 900 Euro pro Heftroman.
Sie arbeitet jetzt als Lektorin eines der großen deutschen Heftromanverlage. Hier schreibt jemand, der Ahnung – und Leidenschaft – für die Thematik hat. Das merkt man von der ersten bis zur letzten Seite.
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Da bekomme ich also eine total nette Anfrage, ob einer meiner Artikel auf unternehmenskick.de von einer Redaktion nachgedruckt werden dürfe. Ja logisch, können wir machen.
Es gibt ein winziges Honorar, was mir egal ist, weil der Text ja schon vorhanden und es in diesem Kontext gute Werbung ist. Aber: Mit den Überweisungsmodalitäten sehe ich plötzlich, dass ich nicht nur die Erlaubnis für diese Veröffentlichung gebe, sondern sämtliche Rechte für alles an den Verlag abtrete. Ich falle schier in Ohnmacht.
Da ich weiß, dass einige TexterInnen hier lesen und dass andere Leser Veröffentlichungsambitionen haben, mal eine Warnung: Verkaufen Sie ja nie für ein Butterbrot alle möglichen Rechte! Lassen Sie sich dafür anständig bezahlen oder sagen Sie Nein!