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Wortschatz

Wortschatz aktivieren: Scrabble

Wortspiele mochte ich schon immer. Als ich klein war, hatten wir ein Scrabble-ähnliches Brettspiel für Kinder. Ich weiß den Namen nicht mehr, nur noch, dass das Symbol für die Buchstabenjoker ein Teufel war.

Letztes Wochenende war ich am Schliersee. Ein- bis zweimal im Jahr fahre ich mit einer Freundin dorthin, um drei Tage lang nur zu spielen und zu essen. Diesmal haben wir Scrabble für uns entdeckt und praktisch nonstop gespielt.

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10 verbreitete Schreibmacken

Letzte Woche habe ich in der Himbeerwerft über Automatismen und Macken geschrieben. Da lag der Gedanke nahe, mich auch typischen Schreibmacken zu widmen: Formulierungen oder Angewohnheiten, die wir einfach so drin haben.

Genau wie jeder von uns einen bestimmten aktiven Wortschatz und Sprachmuster hat, gilt das natürlich auch für unsere Schreibe. Das ist gut, weil es idealerweise unseren eigenen Stil ausdrückt.

Aber es führt natürlich auch zu unerwünschten Mustern. Zehn weit verbreitete dieser Schreibmacken habe ich hier für Sie zusammengefasst. Wundern Sie sich nicht, dass ich auf manche immer mal wieder zu sprechen komme. Es sind nicht umsonst unausrottbare Klassiker, die in vielen Texten immer wieder auftauchen.

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Fundstück: Sprachlog – “Sprachfallen”

Heute früh im BildBlog habe ich den Gastbeitrag Wer anderen eine Falle stellt von Anatol Stefanowitsch (Sprachlog) gelesen. Darin geht er auf einen Beitrag in der BILD ein, der eine “Top 10 falsch verwendeter Wörter” aufstellt: darunter das überstrapazierte Public Viewing, aber auch Begriffe wie Reifenwechsel, Sympathie, sorgen, Busen …

In seinem eigenen Blog nimmt Herr Stefanowitsch auf die gelisteten Wörter näher Bezug: Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler (Teil 1)

Wenn Wörter uns in eine bestimmte Richtung manipulieren

“Catherine Zeta-Jones gibt die Wohltäterin“, lese ich gestern und bin fassungslos: Da wird mit nur einem Wort der ganze Beitrag eingefärbt. Dieses „gibt“ muss man sich in diesem Zusammenhang mal auf der Zunge zergehen lassen: Da setzt sich jemand für einen wohltätigen Zweck ein. Das könnte man neutral berichten. Man könnte es positiv hervorheben, aber mit dem „gibt“ wird es derart negativ, dass es kaum schlimmer geht.

Das erinnert mich an eine Agenturmeldung über Tom Cruise vor einigen Jahren. Damals fand es ein britischer Radioreporter lustig, Tom Cruise auf dem roten Teppich zur Premiere seines Filmes mit einer Wasserpistole vollzuspritzen. In den Medienberichten stand, dass Cruise daraufhin ausgerastet sei. Sie können sich auf youtube ansehen, wie das Ausrasten aussah.

Ich schreibe diesen kleinen Beitrag einerseits, um zu sensibilisieren, was man mit Wortwahl auslösen kann – natürlich auch im positiven Sinne. Es geht mir aber vor allen Dingen auch darum, das, was man so liest, immer auch mit Vorsicht zu genießen. Das gilt für Zeitungsberichte genauso wie für E-Mails eines Arbeitskollegen oder einer Freundin. Es ist immer wichtig zu merken, wenn man mit Wörtern in eine bestimmte Richtung gedrückt wird.

Fundstück: Ü-Sätze auf SpiegelOnline

“Fürchterlich: Fünf Münchner Bürger mit Gürtel erwürgt!” :mrgreen: und weitere Ü-berladene Sätze auf:  “Übel wütet der Gürtelwürger

Sowas ist auch eine hübsche Aufwärm- und Wortschatzübung für zwischendurch: ob mit Ü oder “ohne E” oder andere Hürden, die Sie sich stellen.

Spieltipp: Wortschatz aktivieren

Am Wochenende war der lang ersehnte  jährliche Kurzurlaub mit einer Freundin, in dem wir fast die ganze Zeit damit verbringen, zu spielen. Dieses Jahr war unser Favorit Wörter würfeln:

Man hat 13 Buchstabenwürfel und eine Sanduhr und muss dann in zwei Minuten Wörter bilden, die wie bei einem Kreuzworträtsel miteinander verbunden sind. Jeder Buchstabe hat einen bestimmten Wert: man rechnet alle erfolgreich gebildeten Wortwerte zusammen und zieht übrig gebliebene Buchstaben davon ab.

Soweit, so unterhaltsam.

Was ich aber besonders spannend fand: Am Freitag abend habe ich darüber gestaunt, welche Begriffe meine Freundin so fand. Wörter, die ich natürlich kannte, die aber überhaupt nicht in meinem aktiven Wortschatz waren, so dass ich sie schlichtweg nicht sah. Ich hingegen fand erstmal nur Wörter des Alltags, aus dem Geschäftsleben oder Mord und Totschlag (weil ich darüber viel lese). Umgekehrt war es natürlich genauso.

Jetzt passierte aber Folgendes …
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Verlieben Sie sich! … in neue Wörter

Wir alle haben ja einen relativ großen passiven Wortschatz, das heißt, wir kennen und verstehen viele Wörter. – Aber wir nutzen nur einen kleineren Teil davon, wenn wir schreiben und sprechen.

Vielleicht geht es Ihnen auch wie mir und Sie haben Phasen, wo Sie ein bestimmtes Wort exzessiv benutzen. Das macht sich auch beim Schreiben bemerkbar! Ich merke das beispielsweise an meinen Büchern. Wenn es an die Korrekturphase geht, bemerke ich plötzlich das Wort, das gerade Saison hat. Denn es steht ü-ber-all!

Ihre Texte werden reicher und klarer, wenn Sie sich dieser Sprachmuster bewusst werden und Ihre Liebe zu neuen Wörtern entdecken:
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