Zeit + Aufwand

Lohnt es sich, „richtig“ tippen zu lernen?

Auch so eine Frage, die mir oft gestellt wird. Wenn Sie planen, regelmäßig zu schreiben, lohnt es sich auf alle Fälle! Es ist ein wahnsinniger Zeitgewinn, von dem Sie auch sonst profitieren, weil Ihnen sämtliche Schreibarbeiten schneller von der Hand gehen. Es gibt aber noch einen weiteren Schreibaspekt, der positiv durch das Tippen beeinflusst wird: Sie kommen mit dem „Mitschreiben“ Ihrer Gedanken hinterher.

Ich bin fest der Überzeugung, dass das Schreiben manchmal deshalb so holprig und quälend wird, weil man buchstäblich nicht in Fluss kommt. Sie merken das besonders, wenn Sie von sich sagen: „Sprechen kann ich! Kein Problem! Aber sobald es ans Schreiben geht …“

Wer einigermaßen geordnet erzählen und argumentieren kann, kann immer auch schreiben!

Wenn Sie rumholpern und sich jedes Wort aus der Nase ziehen müssen beim Schreiben, dann kann das auch daran liegen, dass Sie sich durch’s Adler-kreisen-such-System ausbremsen – und so manchen Gedanken schlichtweg verlieren.

Lohnt sich das „richtig Tippenlernen“ auch, wenn Sie ein eigenes System haben, also nicht zwei Finger, sondern sagenwir acht Finger nutzen und schon richtig schnell sind? Wenn Sie planen, viel zu schreiben, lohnt sich auch das. Abgesehen davon, dass Sie mit dem richtigen Zehn-Finger-System einfach immer schneller sind als mit anderen Systemen (wenn Sie es nicht glauben, lassen Sie uns mal um die Wette tippen!), kommt es beim Vielschreiben oft zu Muskelproblemen oder Sehnenscheidenentzündungen. Bei häufigem und langem Schreiben macht sich eine Fehlbelastung einfach eher bemerkbar.

Wie lernt man das Tippen besser: mit einem Buch oder Software? Das ist gehupft wie gesprungen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: also wirklich konsequent auf die vier Buchstaben setzen und die asdf jklö-Folgen üben. Ist langweilig am Anfang, Sie werden aber bei fleißigem Dranbleiben schnell Fortschritte machen.

Haltung annehmen!