Ratgeber schreiben

Buchidee: Nicht zu sehr um sich selbst drehen!

Viele Buchideen, die ich zu hören und zu sehen bekomme, haben einen fetten Haken: sie sind schwerpunktmäßig für den Autoren relevant. Das betrifft besonders Ratgeber. Da hat einen ein Thema so sehr überzeugt oder selbst geholfen, manchmal liegen lebensverändernde Erfahrungen zu Grunde, dass man unbedingt andere daran teilhaben lassen möchte.

Eine schöne Sache! Nur fehlt etwas Wichtiges: Es geht bei einem Ratgeber nicht um Sie. Sondern es geht darum, dass Ihr Thema so aufbereitet sein muss, dass es vielen, vielen Menschen da draußen nützt.

Das „viele viele Menschen“ ist der zweite Aspekt, der häufig nicht bedacht wird. Ihr Buch muss sich verkaufen. Jeder Verlag, der sich überlegt, ein Buch zu veröffentlichen, fragt sich sehr intensiv: Wer kauft das Buch? Ist die Zielgruppe groß genug, dass das Buch sich rechnen wird?

Darum entscheidet nicht nur eine Redaktion oder der Programmleiter über ein Buchthema, sondern der Vertrieb wird schon in diese Entscheidungsphase eng mit eingebunden. Ich hatte schon einige Buchideen, die die erste Hürde – die Redaktion – mit Bravour genommen haben, nur um dann in der Konferenz mit dem Vertrieb abgeschossen zu werden.

Wenn Sie ein Buch anpeilen über so ein eigenes Thema, dann denken Sie bitte nie nur an Ihre eigenen Erfahrungen oder was Sie so toll dran finden, sondern unterziehen Sie dieser Idee einer ordentlichen Prüfung:

  • Wer soll es kaufen?
  • Wem wird es wie nutzen?
  • Wie lassen sich meine Ansichten und Erfahrungen auf andere übertragen?