Ratgeber schreiben

Einen Verlag für Ihre Buchidee finden

Die gute Nachricht: Im Ratgeber-/Sachbuch-Bereich ist es relativ leicht, Verlage anzusprechen. Während in der Belletristik massenweise ganze Manuskripte eingehen, wird im Ratgeberbereich mit Konzepten, Fragebögen und allenfalls noch mit einem Probekapitel gearbeitet. Man kommt ohne großen Aufwand direkt zur passenden Ansprechperson.

Viele Erstautoren suchen irgendeinen Verlag und sind froh, überhaupt veröffentlicht zu werden. Aber das ist ein Fehler. Es ist sehr wichtig, sich gezielt auszusuchen, welchen Verlag man für seine Idee gewinnen will.

Wonach sollte ich mir einen Verlag aussuchen?

  • das Wichtigste: thematisch und von der Zielgruppe her passend
  • nach Größe (= Auflage, Marketingkraft, Präsenz im Buchhandel)
  • nach Art und Stil der Bücher
  • nach der eigenen „Schreibe“

Wie gehe ich vor?

➡ Schauen Sie sich erstmal im eigenen Bücherregal um: Gibt es einen oder zwei Verlage, die Sie selbst bevorzugen, weil Sie die Bücher besonders gut oder schön finden? Passen diese Verlage zu Ihrem Thema?

➡ Gehen Sie in eine große Buchhandlung und schauen Sie sich die Abteilung an, in der Ihr Buch stehen würde: Welche Bücher gibt es dort? Nehmen Sie sich die Zeit, die Bücher genau anzusehen, die Verlagsnamen zu studieren (ggf. aufzuschreiben, wenn Ihnen der Name nichts sagt)? Welcher Verlag ist häufig vertreten? Gefallen Ihnen die Bücher? Fällt Ihnen schon eine Reihe auf, die ideal für Ihr Buch wäre?

➡ Stöbern Sie bei Onlinebuchhändlern wie amazon.de nach Verlagen, die Sie noch nicht auf dem Schirm haben und sehen Sie sich ergänzend die Verlagswebsite intensiv an.

Wichtig: Studieren Sie immer das bestehende Programm und finden Sie heraus, ob es Ihr Thema schon gibt. Das erspart Ihnen und dem Verlag Zeit und Arbeit. Ist Ihre Buchidee so ähnlich, aber doch anders als ein vorhandenes Buch, dann beziehen Sie sich darauf und argumentieren Sie. Oder ändern Sie Ihre Idee entsprechend ab.

Jetzt brauchen Sie Ihre Idee „nur noch“ in ein überzeugende, aussagekräftiges Konzept zu packen, aus dem genau hervorgehen sollte, worüber und für wen das Buch ist. Auch eine klare Struktur und ein zumindest ungefähres Inhaltsverzeichnis muss dabei sein. Fassen Sie sich kurz. Der Verlagsmitarbeiter hat viel zu tun, der will keine umständlichen Erklärungen lesen. Die meisten Verlage haben auf ihren Websites auch klare Anforderungen, in welcher Form sie Buchvorschläge annehmen und welche genauen Angaben sie haben möchten.

Ein überzeugendes Buchkonzept ist keine triviale Angelegenheit, wie Ihnen meine Kunden bestätigen werden. Zum einen sind Sie gefordert, Ihr Thema so aufzubereiten, dass es in ein Buch passt. Dann muss es für einen attraktiven Käufermarkt sein, denn es soll sich ja möglichst oft verkaufen. Das Konzept ist zudem Ihr Vertreter: der Verlag schließt daraus, ob Sie strukturiert denken, Ihre Ideen aussagekräftig und überzeugend präsentieren können, ob Ihre Schreibe verständlich, klar und lesefreundlich ist.

Für Sie selbst ist das Konzept eine erste Feuerprobe, wie es mit dem strukturierten Denken und Umsetzen der Idee geht. Es ist eine Sache, ein Konzept zu schreiben, und eine ganz andere, 120-200 Seiten zu füllen.

Wenn Kunden zu mir kommen, deren Buchideen bereits abgelehnt wurden, schaue ich mir immer an, wie sie die Idee präsentiert haben. Oft liegt es nicht am Thema, sondern am mangelhaften oder nicht erkennbaren Konzept, dass es zu einer Absage gekommen ist.