Autoreninterviews

Buch-Interview: Alexandra Metzger

Alexandra Metzger, alma hispano-dialog – Interkulturelle Beratung, interkulturelles Training und Coaching, hat im Oktober ihr erstes Buch veröffentlicht:

Geschäftskultur Spanien kompakt:
Wie Sie mit spanischen Geschäftspartnern, Kollegen
und Mitarbeitern erfolgreich zusammenarbeiten


Ich habe ihr einige Fragen dazu gestellt.

alexandrametzgerDu hast im Sommer 2009 den allerersten Buchkonzept-Workshop mitgemacht. Wir haben damals zu deinem Fachgebiet „interkulturelle Kommunikation mit Lateinamerikanern“ ein Konzept gemacht. Wie war direkt anschließend für dich der Weg, was die Verlagssuche anging?

Der Gedanke, ein Buch zu schreiben, hat mich schon lange fasziniert. Schreiben hat mir auch als Kind immer Freude bereitet, auch wenn es damals eher Briefe waren.  Der Buchkonzept-Workshop hat mir dann Techniken gezeigt, ein rundes und schlüssiges Konzept zu gestalten. Total motiviert bin ich anschließend mit dem Exposé – es hieß „Mi casa es tu casa – Erste Begegnungen mit der lateinamerikanischen Welt“ an Verlage herangetreten. Ich hatte vorher recherchiert, welche Verlage in Betracht kommen könnten. Das waren aus meiner Sicht so 5 bis 6.

Leider war das aber nicht so einfach, denn mein Buch passte schwer in eine der üblichen Kategorien, in denen Verlage denken. Das Buch war weder Reiseführer noch Wirtschaftsliteratur. Das hat das Ganze recht schwierig gemacht. Dabei haben mir die verantwortlichen Lektoren immer bescheinigt, dass das Konzept professionell aufgemacht und in sich schlüssig war. Ich habe dann beschlossen, das Exposé erst einmal beiseite zu legen. Ich hatte eh viele andere Dinge zu tun, auf die ich mich dann konzentriert habe. Die Buchidee schwirrte weiterhin in meinem Kopf herum für irgendwann.

Und eines Tages, knapp 2,5 Jahre später erreichte mich dann über Xing die Anfrage einer Lektorin, die als Projektleiterin für eine neue Buchreihe zuständig war. Sie suchte nach Autoren.  Sie hatte sich schon über Xing und auf meiner Website ein wenig über mich schlau gemacht und hatte den Eindruck, es könnte passen.

Im Buch sollte es nicht um Lateinamerika, sondern um die Geschäftskultur in Spanien gehen. Da Spanien auch zu meinen Themen gehört – kein Problem.

 

Wann hast du den Vertrag unterzeichnet, wie lange hattest du Zeit zum Schreiben – und wie hast du das Schreiben organisiert?

Den Vertrag habe ich Anfang 2012 unterschrieben. Bis zur ersten Abgabe hatte ich rund 6 Monate Zeit. Das Buch ist dann im Oktober 2012 erschienen. Da ich als Trainerin in der Zeit sehr viel unterwegs war, habe ich mir anfangs schon Sorgen gemacht, wie ich das schaffen sollte. Beruhigt hat mich, dass der Umfang des Buches nicht allzu groß ist und von Vorteil war auch, dass es durch die neue Buchreihe bereits ein Konzept mit inhaltlichen Stichworten zu jedem Kapitel gab. Da stand dann z. B. „einen guten Eindruck machen“ und ich habe erläutert, wie man in Spanien einen guten Eindruck im Geschäftsleben hinterlässt.

Zeitlich habe ich immer geschrieben, wenn ich auf Reisen war – sehr viel im Zug oder in der Lounge am Flughafen. Ich habe mich Kapitel für Kapitel vorgearbeitet.

 

Was fiel dir leichter, was schwerer als gedacht?

Der Ratgeber berichtet ja von Dingen, mit denen ich mich täglich beschäftige. Das Schreiben war fast wie in einem meiner Seminare. Ich habe einfach das aufgeschrieben, was ich den Leuten in meinen Trainings mitgebe und habe an die Situationen gedacht, die für die Trainingsteilnehmer wichtig sind.

Eine Herausforderung war es, Dopplungen zu vermeiden und nicht zweimal denselben Hinweis nur in etwas anderem Kontext zu bringen. Da hat mir der Blick der Lektorin später sehr geholfen.

Etwas schleppend waren so Dinge wie Kontaktadressen zusammenzuschreiben. Das war eben Fleißarbeit am Ende kurz vor Abgabe.

 

Warum wolltest du gerne ein Buch veröffentlichen/was erwartest du dir davon – und möchtest du noch eines schreiben?

Für mich als Trainerin und Coach ist ein Buch zunächst natürlich einmal ein Marketing-Instrument. Das zeigt den Kunden, dass ich mich intensiv mit der Materie auskenne und auseinandergesetzt habe. Es hilft meinem Experten-Status, wenn man das so sagen will.

Aber das Buch hat auch persönliche Elemente. Wie gesagt, ich wollte schon immer ein Buch schreiben. Vielleicht nur des Schreibens willen. Und dann gibt es darüber hinaus noch den Aspekt, dass mir das Thema sehr wichtig ist. Ich habe selbst lange in einem international tätigen Konzern gearbeitet und dabei festgestellt, wie viele Vorurteile und Missverständnisse es im Berufsleben zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen gibt. Da möchte ich einfach einen Beitrag leisten für mehr Verständnis und konstruktivere Zusammenarbeit.

Inzwischen sitze ich über einem Ratgeber zu Mexiko, der auch in der Reihe „Geschäftskultur kompakt“ erscheinen wird.

 

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