Stil + Stilmittel

Das Stilmittel „Kontrast“

Kürzlich habe ich ein Testimonial für den GABAL-Verlag geschrieben. Es ist ideal dafür, mit Ihnen über das Stilmittel des Kontrastes zu reden:

GABAL ist mein absoluter Lieblingsverlag. Denn hier werde ich als Autorin wertgeschätzt. Klingt selbstverständlich? – Ist es nicht: Ich habe über zwei Dutzend Ratgeber bei acht Verlagen veröffentlicht und teilweise ganz schön ernüchternde Erfahrungen gemacht.

Bei GABAL mischen alle mit: Jeder Fachbereich trägt engagiert dazu bei, dass ein Buch besser wird – von der Buchidee über die Entstehung bis zur PR. Damit meine ich nicht nur das Know-how, sondern dass sich alle aktiv mit Ideen und Meinungen einbringen. Hier gibt es weder ein „Alles, was der Autor liefert, wird genommen“ noch ein „Friss oder stirb, AutorIn“. Was zählt, ist, dass eine Idee zu einem wirklich guten Buch wird.

Was ich darüber hinaus besonders schätze: das unkomplizierte und sehr persönliche Miteinander.

 Nehmen wir mal die Kontraste raus, dann liest sich der Text so:

GABAL ist mein absoluter Lieblingsverlag. Denn hier werde ich als Autorin wertgeschätzt.

Bei GABAL mischen alle mit: Jeder Fachbereich trägt engagiert dazu bei, dass ein Buch besser wird – von der Buchidee über die Entstehung bis zur PR. Damit meine ich nicht nur das Know-how, sondern dass sich alle aktiv mit Ideen und Meinungen einbringen. Was zählt, ist, dass eine Idee zu einem wirklich guten Buch wird.

Was ich darüber hinaus besonders schätze: das unkomplizierte und sehr persönliche Miteinander.

Das ist immer noch eine wunderbare Referenz, aber sie ist weit weniger aussagekräftig – weil der Bezugspunkt fehlt. Nicht nur für mich als Referenzgeberin ist es wichtig, das eine ins Verhältnis zum anderen zu setzen.

Ein Verlag, der super ist, ist super. Aber ein Verlag, der im Verhältnis zu vielen Verlagen auf allen Ebenen super abschneidet, ist noch viel besser. Auch das Hier gibt es weder ein „Alles, was der Autor liefert, wird genommen“ noch ein „Friss oder stirb, AutorIn“ setzt zwei extreme Pole, die es in der Zusammenarbeit mit Verlagen gibt – beides ist nicht hilfreich.

Damit gewinnt nicht nur die Aussagekraft, sondern ich vermittle den Lesern, die oft selbst (noch) keine Einblicke in die Verlagswelt haben, einen weiteren Blickwinkel, dass es eben oft anders läuft.

Kontrast betont

Genau wie man oft Salz in süße Speisen gibt, um die Süße stärker hervorzuholen, wird in Texten der Kontrast eingesetzt. Machen Sie einfach mal den Fernseher an: Auch dort finden Sie typischerweise Kontraste, um Eigenheiten zu verstärken – dem Chaoten wird ein Ordnungsfreak beigestellt, dem todernsten Hauptdarsteller ein quirliger Sidekick etc.

Bitte dran denken: Stilmittel sind Ihr Werkzeugkasten. Setzen Sie sie dosiert ein.