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Licht aus, Spot an: alte Blogartikel vorholen

Wenn du regelmäßig schreibst, wächst dein Blog rasend schnell. Da schlummern bald mal Hunderte von Artikeln. – Hoffentlich wartest du dein Blog immer mal.

Ebenso schlau ist es, deine älteren Texte mal wieder zum Vorschein zu bringen. Hier ein paar Ideen:

Immer mal einen früheren Artikel neu einstellen. Ich empfehle allerdings nicht, einfach das Datum zu verändern und so zu tun, als wäre der Artikel neu. Auch bin ich kein Freund von monate- oder jahrelangem Anpinnen alter Artikel, weil so das Blog veraltet wirkt, wenn da ganz vorne ständig ein Artikel von 2012 steht und zudem den Blick auf neuere Artikel versperrt. Ganz schlimm, wenn mehrere alte Beiträge angepinnt werden.

Auf Social Media immer mal einen Artikel „reposten“ (hehe, jetzt krümmen sich ein paar). Das würde ich ebenfalls kenntlich machen, z. B. „Aus meinem Blogarchiv:“ oder „Apropos …“ oder „Eben bin ich wieder über … gestolpert“ oder „Ein Schätzchen zum Thema …“

Ganz wichtig: Aktiv in Artikeln querverlinken. Möglichst nicht so, dass man zwingend auf alle links klicken muss. Es sollte schon so sein, dass dein Artikel sich ohne weiterführende Klicks lesen lässt und was bringt. Doch in der Regel weißt du genau, dass du schon was zu einem Thema oder einem relevanten Teilaspekt geschrieben hast, also rück das für deine LeserInnen aktiv ins Licht. Übrigens hilft die regelmäßige Blogwartung dabei, dass du selbst wieder frisch in den Kopf bekommst, was du alles schon für tolle Texte geschrieben hast.

Dass du eine Suche im Blog hast, sollte eh klar sein …

Einen neuen Rahmentext schreiben: Du kannst ein neues Thema machen, das hauptsächlich aus einer Zusammenstellung anderer Texte besteht, z. B. Text-Diagnose. Sowas ist besonders gut,  wenn man Wichtiges ins Gedächtnis rufen will, ohne sich dauernd zu wiederholen. Und um Neues zu liefern, obwohl deine Zeit gerade knapp ist.

Ein Best-of machen. Das kann man natürlich unterschiedlich definieren. Ich nehme bei mir die Artikel, die besonders viel geteilt bzw. kommentiert werden UND die, die ich am Wichtigsten finde UND persönliche Favoriten, die ich selbst cool finde.

Zentrale Informationen für dein Blog [deine Website] zusammenfassen, etwa zu einer „Zum ersten Mal da? – Hier starten“-Seite. Oder du fasst, wie ich, mehrere Artikel fürs Grundlagentraining zusammen, wie bei mir die Schreib-Basics-Seite.

Dann gibt es thematische Übersichtsseiten, die fest in der Navigation erscheinen. Ich meine nicht die automatischen Auflistungen, wenn man auf einzelne Kategorien klickt, sondern du möchtest vielleicht bestimmte Artikel gesondert zusammenstellen. Zum Beispiel könnte ein Sportblog verschiedene statische Seiten machen zu Kniebeugen, Liegestützen, etc. Oder nach Anfänger, Fortgeschrittene …

Wenn du ordentlich verschlagwortet hast, kannst du Artikel per Schlagwort verknüpfen und sie deutlich hervorheben (Beispiel: Best of), z. B. im Seitenbalken, vielleicht sogar mit einer Illustration, so dass es mehr ins Auge sticht. Oder als link per Social Media gebündelt schicken. Was übrigens bei Videos bestens mit einer Playlist funktioniert.

… das geht natürlich auch mit einem einzigen wichtigen Artikel. Bei mir gibts dazu sogar ein Standard-Widget, allerdings bin ich nicht sicher, ob das wordpressübergreifend oder themebezogen ist. Kann man genauso gut manuell in den Seitenbalken mit dem Freitext-Widget einbauen.

Ein Plugin wie YARPP verwenden, das unter jedem neuen Artikel dazu passende Texte listet. Dafür ist eine gute Verschlagwortung wichtig! Blogwartung, Blogwartung, Blogwartung …

Es gibt Plugins, die frühere Texte nach festgelegten Kriterien im Seitenbalken anzeigen, z. B. Heute vor einem Jahr im Schreibnudel-Blog oder meistgelesen. Da hab ich leider keine Empfehlung, weil ich es selbst nicht nutze. Wer eins nutzt, kann es gerne in den Kommentaren nennen. Dankeschön. 🙂

Erlaube deinen Lesern direkt auf frühere Beiträge zu springen, statt seitenweise zu blättern: Entweder, indem du dein Archiv nach Monaten anzeigst (ich mags immer, wenn die Anzahl der Beiträge dabeisteht, das animiert mich mehr zum Reinklicken). Und eine Seitennavigation wie z. B. mit WP-PageNavi ist toll, weil man bei einem interessanten Blog gerne mehr wissen will, sich aber nicht seitenweise durchklickt. So kann man beliebig im Blog rumspringen. Scroll einfach mal ganz runter auf der Startseite oder in einer Kategorie, dann siehst du, wie das aussieht.

 

Was machst du, um deinen LeserInnen alte Artikel immer mal aktiv zu zeigen?

PS: Wenn du an Ilja Richter gedacht hast, sind wir mindestens gleich alt.