Struktur

Artikel-Formen: Sag deine Meinung!

Deine Meinung ist eine der ergiebigsten Zutaten für Artikel, besonders wenn du bloggst. Sie ist außerdem für deine LeserInnen besonders interessant.

Denn wer sich traut, einen klaren Standpunkt zu vertreten,

  • hat was zu sagen und ist so mutig, es auch zu tun,
  • zeigt echtes Engagement,
  • schreibt nicht, was schon überall sonst steht.


Ich betone es wieder und wieder: Als Selbstständige schreiben wir zu Marketingzwecken. Unsere Texte sollen unterm Strich dem Business zuträglich sein. Wir gehen in Vorleistung, stecken viel Zeit, Hirn und Arbeit ins regelmäßige Schreiben. Wir verschenken unser Know-how. Das muss sich lohnen.

Nicht nur in Ruhm und Ehre, sondern in handfesten Aufträgen.

Aufträge wiederum bekommen wir viel eher, wenn wir nicht nur Informationen raushauen, sondern uns selbst greifbar machen.

  • Wie ist die Person hinter dem Text drauf?
  • Wie geht sie an ihr Thema ran?
  • Welche Eigenschaften (und Eigenarten) hat sie?

Texte, die eine große Prise DU enthalten, erhöhen die Chance auf Aufträge.

Was heißt „Meinungsartikel“?

Idealerweise kommt in deinen Texten ohnehin immer da, wo es passt, deine Meinung durch. Doch du kannst auch Meinungsartikel schreiben, die deine Ansicht in den Mittelpunkt stellen. Das ist außerdem eine wunderbare Themen-Quelle, die nie versiegt.

Zum Beispiel durch eine ganz subjektive Sicht auf ein Thema wie „Was eine gute Führungskraft wirklich ausmacht“ oder „Warum mich die Debatte rund um ‚Mobbing‘ nervt“.

Besonders gut funktionieren Meinungsartikel …

… wenn sie sich gegen die landläufige Meinung aussprechen:
Der Kunde soll überhaupt nicht König sein!
Warum mein Kind kein Verständnis braucht, sondern Strenge.

… wenn sie mit einer Meinung provozieren:
Wenn du dein Anliegen nicht durchhältst, liegt es ganz allein an dir!
Wer heiratet ist nur zu ängstlich, alleine zu bleiben.

… oder wenn sie überraschen, weil sich der Autor scheinbar widerspricht:
Ein Selbstmanagementtrainer könnte einen Artikel schreiben: Warum Selbstmanagement für die Katz ist!

Warum funktioniert das besonders gut? Weil es einerseits uns AutorInnen fordert, unser Thema mal anders zu betrachten, unsere Meinung differenziert auszudrücken und zu begründen. Und weil es andererseits ein Hingucker für die LeserInnen ist, die sofort in irgendeiner Weise emotional beteiligt sind – weil sie neugierig werden, sich vielleicht gleich ein wenig innerer Protest oder Empörung regt.

Keine Sorge: Es geht hier nicht darum, auf Teufel komm raus zu polarisieren. Je nachdem, was deine ehrliche Meinung ist kannst du das immer noch entsprechend verpacken. Wobei der Sinn eines Meinungsartikels schon der ist, aus der Deckung zu kommen und Standpunkt zu beziehen.

Der Lesernutzen ist Trumpf!

Wichtig ist, dass der Meinungsartikel den Lesern handfest was bringt. Nur zu erfahren, wie jemand über etwas denkt, ist nicht sonderlich interessant.
Spannend sind

➡ Begründungen
➡ Zusammenhänge
➡ aufgedröselte Argumente
➡ Denk-Dominos: Was heißt das für mich? So hab ich das noch nie gesehen!
➡ und natürlich praktische Tipps

Genau hier stoßen viele anfangs an ihre Grenzen. Denn bei einem Meinungsartikel geht es nicht nur darum, die Meinung zu sagen – sondern sie so aufzubereiten, dass sie glasklar UND mehrwertig ist. Hier bist du auf zahlreichen Ebenen gefordert.