Themenwahl

Worüber soll ich bloggen? – Starthilfe „angefangener Satz“

Übung-Symbolbild - Bleistift mit Noitzblock auf Holzbank

Ein simpler, aber sehr kraftvoller „Trick“, um auf neue Themen zu kommen, ist der angefangene Satz.

Du nimmst dir dein Thema vor und konstruierst mehrere Satzanfänge, die du dann vielfältig vervollständigst. Dadurch springst du direkt mitten rein in Überlegungen, Nutzen, Standpunkte. Ganz nebenbei kommst du auf diese Art gleich näher an einzelne Themenfacetten, sprich, bewegst dich schon in Plankton-Gefilden. [Hä? Was ist Plankton?]

So geht’s:

Schritt 1:

Du wählst eines deiner Themen aus. Als Beispiel nehm ich jetzt „Zeitmanagement“.

Schritt 2:

Du nimmst dir mehrere Blätter und schreibst oben jeweils einen neuen Satzanfang. Ganz spontan, aber vielfältig. Ich würde ca. zehn anpeilen. Es geht darum, dass du dir Sprungbretter baust. Überleg nicht lang! Vor allem nicht, was du da jeweils sagen könntest.

Zum Beispiel:

Zeitmanagement ist …
Mit Zeitmanagement können Sie …
Gutes Zeitmanagement ist keine Hexerei …
Zeit lässt sich nicht managen, sondern nur verwalten, weil …
Wenn Sie sich fragen, ob Ihnen Zeitmanagement wirklich etwas bringt, dann …
Tipps zum Zeitmanagement klappen bei Ihnen nicht, weil …
Ein anderer Name für „Zeitmanagement“ ist …
Wenn ich vorher gewusst hätte, dass Zeitmanagement … , dann …

Du kannst auch etwas nehmen, mit dem du dich selbst überraschst, zum Beispiel indem du etwas Negatives sagst, das du eigentlich gar nicht meinst:

Zeitmanagement ist absoluter Blödsinn, denn …
Zeitmanagement-Systeme sind überbewertet, weil …
Zeitmanagement ist ein Fluch, wenn …

Ich finde es hilfreich, gleich einen ganzen Schwung vielfältiger Satz-Anfänge zu überlegen. Das heißt nicht, dass du die dann alle gleichzeitig bearbeiten solltest. Das kannst du unterschiedlich gestalten, wie du gleich siehst.

Schritt 3: Überleg, wie du das Brainstorming machen willst.

  • Du kannst alle deine bis zu zehn Überschriften nehmen, schön um dich herum ausbreiten und dir eine Vorgabe geben: zum Beispiel „pro Überschrift mache ich fünf Sätze fertig“. Hast du einen großen Tisch zur Verfügung, ist es eine gute Idee, die Blätter nebeneinander hinzulegen, am besten so, dass du ungehindert um den Tisch rumgehen kannst + immer da, wo dir gerade was einfällt, ergänzen.
  • Du kannst aber auch sagen: Ich nehme mir immer wieder mal 1-3 meiner Sprungbrett-Anfangssätze und schreibe dazu so viele spontane Sätze fertig, wie ich in der gestellten Zeit schaffe.

Wichtig dabei ist, dass du echt ein Brainstorming machst:

  • Eier-Uhr stellen! Höchstens zwischen 10 und 20 Minuten, nicht mehr, sonst verlierst du den Schwung und die Spontaneität.
  • Jede Idee hinkritzeln, die dir kommt. Nicht überlegen. Nicht verbessern. Nicht hängenbleiben.
  • Varianten stehenlassen, auch wenn sie sich widersprechen.

Das soll ja eine Themenfundgrube werden, die dich auf überraschende neue Artikel-Ideen bringt.