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Formulare bringen Leser ins Tun

… und Vielfalt in dein Blog. Zusatznutzen: Sie fordern dich anders und lockern das Schreiben auf. Gut so! Denn hin und wieder wird man blogmüde.

11 x gegen den Blogger-Blues

Bei einem Formular kannst du machen, was du willst. Relevant ist nur,

  • dass dein Formular wirklich etwas bringt
    und
  • dass es einen Grund gibt, es extra herunterzuladen.

Hier ein paar Ideen:

Motivationsposter oder -Karten

Ein Leit- oder Zuspruch, schön gestaltet. Im A4- oder im Postkartenformat zum An-die-Wand-hängen.

Checkliste

Eine praktische Schnellreferenz hinsichtlich Planung oder Vorgehensweise, die dein Leser abarbeiten kann.

Spickzettel

Eine Übersicht, wo du die wichtigsten Schritte, Phasen, Methoden o. Ä. noch mal kurz und knackig zusammenfasst.

Methode

Du schilderst das Wichtigste zu einer Methode: Anwendungsgebiete, Rahmenbedingungen, genauer Ablauf, Nutzen. Auch: Mögliche Fehler und Troubleshooting.

Übung

Du gibt deinen Lesern eine oder mehrere Übungen übersichtlich als Schritt-für-Schritt-Anleitung (wenn sinnvoll, zum Beispiel bei Körperübungen, mit Bildern).

Leitfragen

Du stellst zu einem klaren kleinen Plankton-Thema ein paar vertiefende Leitfragen, mit denen du sicherstellst, dass der Leser eine bestimmte Sache konkret reflektieren kann. Gegebenfalls mit Ausfüll-Beispielen, die aber nicht die möglichen Antworten zu eng machen dürfen.

Selbst-Checks: Multiple-Choice, Selbsteinschätzungen mit Skalen und geschlossenen Fragen

Sehr schön sind auch Formulare, bei denen der Leser etwas ankreuzen kann und ein klares Ergebnis bekommt. Das Ergebnis kann, je nach Thema, eine Auswertung sein. Es kann aber auch einfach eine Hilfestellung sein, wie man die angekreuzten Antworten interpretiert und sinnvoll damit weiterarbeitet.

Manöverkritik + Bilanz ziehen

Das Revuepassierenlassen eines Projekts, eines Verhaltens oder der eigenen Aktivitäten während einer Zeitspanne hat einen wichtigen Doppelnutzen. Wenn du eine entsprechende Anleitung so schlau machst, dass du nicht nur irgendwelche Fragen in den Raum wirfst, sondern dem Leser gleichzeitig vermittelst, wie er konkreter und aussagekräftiger vorgeht und damit zusätziche Aha-Effekte bekommt.

Erinnerungsformulare:

Super ist es, Formulare von Haus aus vergleichbar zu gestalten. Wenn es also um ein Thema geht, bei dem der Leser dranbleibt, kann er durch das Wieder-Ausfüllen nach einiger Zeit feststellen, was sich bei ihm verändert hat.

Je nach Thema kannst du eine Formular-Reihe planen oder Reflexions-Downloads beziehungsweise Übungen, die sich ergänzen oder aufeinander aufbauen. Die können LeserInnen dann sammeln und du kannst sie später zu einem Trainingsprogramm zusammenstellen oder anderweitig wiederverwerten.

Achte aufs Layout!

Wenn die folgenden Punkte eh klar sind, wunderbar. Ich habe in den letzten Jahren allerdings so oft ganz drastische Versäumnisse dazu gesehen, dass ich sicherheitshalber auf die Basics zu sprechen komme:

Mit drauf: Dein Logo + Kontaktdaten

Ich empfehle dir, ein einheitliches Grundlayout zu machen. Zum Beispiel ein Blanko-Formular im Hoch und eines im Querformat anzulegen. Darauf dann immer rechts oben dein Logo, so dass dein Business daraus hervorgeht (manche Leute heften tatsächlich noch ab; ist das Logo links oder mittig, sieht man es im Ordner nicht gleich).

Damit du fürs Formular schön Platz hast, empfehle ich dir eine schlichte Fußzeile. Es reicht, deinen Namen, Web- und Mailadresse anzugeben.

Mit so einem einheitlichen Grundlayout

  • kannst du jedes neue Formular ganz flott erstellen.
  • sorgst du für einen Wiedererkennungswert.

Copyrightvermerk nötig?

Grundsätzlich ist es in Deutschland nicht nötig, ein (c) anzugeben. Das Urheberrecht gilt automatisch, auch wenn natürlich nicht alles so eine Schöpfungshöhe hat, dass es geschützt werden kann.

Trotzdem empfehle ich ein (c) bei deinem Namen, weil es die unabsichtlichen Diebe abschreckt, die einfach kein Unrechtsbewusstsein haben, weil sie noch nichts vom Urheberrecht gehört haben oder es falsch interpretieren. Wer sonst klauen will, klaut eh.

Gib dem Formular eine klare Überschrift und Dateinamen!

Wenn du Formulare einstellst, wirst du mit der Zeit zu deinem Fachgebiet mehr als nur eins machen. Also schreib nicht einfach Schlagworte hin, die eh immer wieder auftauchen, sondern werde konkret. Das gilt genauso für den Dateinamen, denn du und deine LeserInnen sollen am Dateinamen erkennen können, worum es geht. Stichwort „wiederfinden“.

Gib den Inhalten genug „Luft“.

Der Vorteil von einem Download ist, dass du Platz hast. Das heißt nicht, dass du Inhalte künstlich in die Länge ziehen sollst! Passt was wunderbar auf eine Seite = super. Doch oft sind gerade Formulare in einzelnen Schritten aufgebaut und es braucht Raum zum Ausfüllen.

Wichtig: Dein Layout beeinflusst die Antwortqualität. Wenn du also immer zwei Leerzeilen dazu machst, dann kommt beim Leser an, dass er maximal zwei Zeilen für die Antwort hat. Doch je nach Frage/Aspekt ist es dir vielleicht wichtig, etwas noch stärker auf den Punkt zu bringen – oder du willst den Leser eigentlich ermutigen, unabhängig vom Platz zu antworten. Das muss deutlich aus Beschreibung oder/und Layout hervorgehen.

Das Formular sollte immer so gestaltet sein, dass es „ready to ausfüll“ ist, also lass genug Raum zum Ausfüllen. Denk auch daran, dass du genug Platz hast, um eventuell Ausfüllbeispiele zu geben. Das kann sein, wie eine Antwort ausfallen könnte und wie man das weiter hinterfragt. Es können auch nur schlagwortartige Inspirationen sein.

Achte auf eine klare Struktur!

Die Übersicht und die Arbeit mit deinem Download soll glasklar sein. Das geht bei mehrseitigen Formularen mit der Seitenzahl los. Es setzt sich bei klaren Zwischenüberschriften beziehungsweise deutlich hervorgehobenen Teilschritten fort.

Auch die Reihenfolge ist enorm wichtig. Je nach Thema ergeben sich manchmal Überschneidungen. Es ist deine Aufgabe, nicht redundant zu werden oder zu sehr zu springen.

Stichwort „Werbung“:

Ein richtig gutes Formular, das was bringt, ist die beste Werbung.

Hast du ein Formular zu einer spezifischen Leistung, zum Beispiel einem Workshop oder einem Buch, kannst und sollst du selbstverständlich am Ende des Formulars einen deutlichen Hinweis geben. Aber bitte keine ellenlange Werbung anhängen!

 

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