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Vertrauensbildner

Eine elementare Zutat beim Schreiben ist es, einen persönlichen Draht zu deinen Lesern herzustellen. Wer dir vertraut, ist offener für das, was du sagst.

Das ist besonders wichtig, wenn du persönliche Themen ansprichst, bei denen deine Leser reflektieren, hinterfragen und auch mal etwas ausprobieren sollen. – Die besten Tipps greifen zu kurz, wenn sie lediglich in „Tu dieses, tu jenes“-Form kommen.

Es ist gar nicht so schwer, ein Band zu deinen LeserInnen herzustellen. Hier fünf Basics, die du – je nach Thema und deiner persönlichen Art – einzeln oder in Kombination einsetzen kannst:

Red MIT deinen Lesern statt an sie hinzureden.

Der gute alte Plauderton, bei dem es darum geht, dass du „ganz normal“ und echt bist. Das ist für jeden Text vorteilhaft, aber je persönlicher du deinen Lesern auf die Pelle rückst, desto wichtiger ist, dass sie dich als Mensch hinter dem Text greifen können und sich gemeint fühlen.

Verstehen und Verständnis haben.

Bei persönlichen Themen geht es immer um den Menschen, nicht nur um die Sache. Stell dir vor, du redest mit einem guten Freund oder lieben Kollegen. Da ballerst du nicht einfach nüchtern Tipps raus, sondern wirst auf deine eigene Art persönlicher: liebevoll, nachsichtig, Rücken stärkend, tröstend oder auch mal mit etwas Nachdruck.

Deine Leser fest an die Hand nehmen.

Also den Prozess, um den es geht, machbar und eindeutig schildern: Wie was geht, Erinnern an kleine Schritte, Anleiten zur Manöverkritik, mit sich selbst umgehen, und und und. Je nach  Thema ergeben sich bestimmte Anforderungen. Auch hier kannst du einfach überlegen: Wie mache ich das mit einem persönlichen Gegenüber?

Von dir selbst erzählen, mal was preisgeben.

Für deine Leser ist alles schwieriger, was von ihnen selbst abhängt. Manchmal wissen sie es, manchmal ist es nötig, ihnen aufzuzeigen, dass eine Sache tatsächlich komplexer und vielleicht schwieriger ist, als sie denken. Hier ist es oft gut, selbst Beispiel zu sein, eine persönliche Erfahrung, eigene Fortschritte oder Schwierigkeiten zu erzählen.

Engagiert sein!

Gerade über persönliche Themen schreibt man meistens mit Grund. Weil es dir ein echtes Anliegen ist, vielleicht sogar eine Leidenschaft. Weil du aus deiner Praxis weißt, dass etwas schwierig ist und einfacher sein kann. Gerade, wenn die Leser etwas tun sollen, kommt deine Botschaft viel mehr an, wenn man spürt, dass du engagiert darüber schreibst. – Das ist normalerweise durch den Plauderton abgedeckt, doch da viele Autoren hier mit angezogener Handbremse fahren, erwähne ich es separat.

Was du für deine Leser noch tun kannst

Es lohnt sich, ergänzend noch mal diese Artikelreihe anzuschauen:

Teil 1: „Wir sind alle nur Menschen.“
Teil 2: Bestätige Sie!
Teil 3: Mut hat viele Facetten

 

PS: [Ich finde: Das ist der witzigste Rucksack ever! – von Tchibo]

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