kreativ
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Einfach mal was anders machen

Es gibt eine Menge Leute, die von sich sagen, sie sind nicht kreativ. Andere verwechseln es damit, sich irgendwie zu verkünsteln.

Kreativ sein bedeutet einfach, etwas ein wenig anders zu machen als sonst. Beim Schreiben hat das drei riesige Vorteile:

Deine Texte werden vielseitiger, was gerade bei Blogs wichtig ist.

Wer oft schreibt und nie was ändert, der hat irgendwann das Gefühl, sich zu wiederholen. Dieses Déjà-vu kommt nicht von ungefähr: Denn wenn jeder Text ungefähr gleich aufgebaut ist und gleich klingt – und die Themen eher naheliegend aufgegriffen werden – kommt so ein Wiederholungsgefühl tatsächlich durch. Auch bei deinen Lesern.

Wohlgemerkt: Das ist erstmal nicht schlimm. Es ist gut, wenn deine Texte einen Wiedererkennungseffekt haben. Doch wenn sich Schreibe und Text-Aufbau nie verändern, wird es irgendwann ein bisschen langweilig. Meistens führt das geradewegs in ein Motivationsloch oder Schreibunlust (die gerade fleißige SchreiberInnen immer mal trifft).

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Du schaust immer wieder frisch auf dein Thema.

Dieser zweite Punkt ist besonders wichtig, wie ich in meinen Workshops ständig merke: Denn viele schauen im ersten Anlauf eher gewöhnlich auf ihr Thema, was zu ziemlich austauschbaren Texten führen kann.

Kein Wunder: Wenn alle auf die gleiche Art hinschauen, kommt natürlich was Ähnliches bei raus.

Darum hat man manchmal das Gefühl: „Das steht doch schon überall! Wieso sollte ich dazu noch was schreiben?“ – So manche Selbstständige hat mir schon erzählt, dass sie eigentlich schon bloggen würde, aber nicht denkt, genug Neues zu sagen zu haben.

Haste schon: Wenn du einen eigenen, immer wieder frischen Blickwinkel nutzt! Hierzu gibts ewig viele Artikel hier auf schreibnudel.de, also einfach mal (wieder) stöbern und was Neues probieren.

Du forderst dich dadurch immer wieder.

Wer sich entscheidet, für sein Business zu schreiben, ist meistens sattelfest: durch die Arbeit mit Kunden, einen jahrelangen Erfahrungsschatz und idealerweise, weil du von deinem Thema überzeugt bist. Das ist toll! Denn du hast dir dadurch Routine erarbeitet: Du bist sicher und zuversichtlich. Du hast was zu sagen.

Gekoppelt mit dem Schreiben sieht das allerdings noch mal anders aus:

 

Es ist anspruchsvoll, diesen Sprung zu schaffen: Vom praktischen Alltag MIT deinen Kunden so zu schreiben, dass dein Text eine Masse unbekannter LeserInnen in ganz verschiedenen Situationen, mit eigenen Persönlichkeiten und Wissensstand erreicht. Vor allen Dingen handfest was nützt.

Fang gleich an, was anders zu machen!

Vor zwei Jahren habe ich schon mal darüber geschrieben, wie du anders auf dein Thema schauen kannst. Schon damals habe ich dir drei Stellschrauben genannt, hier noch mal verknüpft mit drei nützlichen Formularen, die dir sofort konkrete Anregungen geben:

In Workshops sage ich ganz oft „Das könntest du so machen, und da kommt dann sicher ein solider Text bei raus … du könntest es aber auch anders angehen, und zwar so oder so oder so“. Genau darum gehts mir: Dich zu animieren, durch diese kleinen Stellschrauben (die sich wirklich endlos variieren lassen) dein Schreibrepertoire zu erweitern. Erst recht, wenn du dich nicht für kreativ hältst.

Manche dieser Veränderungen fordern übrigens ein wenig mehr heraus. Es kann sein, dass du denkst „dazu weiß ich nichts“ oder „ich finde keinen Zugang“. Gerade dann heißt es dranbleiben, denn Texte werden immer besser, wenn man als AutorIn selbst denkt UHOH …

Pick dir gleich beim nächsten Text eine Sache raus und spiel damit rum: Probiere, variiere, kombiniere. Es geht nicht darum, viele Dinge auf einmal zu verändern. Und es geht auch nicht darum, alles umzukrempeln.

Schon wenn du eine kleine Schraube andersrum drehst, kommt was anderes bei raus. Nach einigen Texten probierst du dich an einer neuen Schraube. Wichtig ist immer: Dranbleiben! Nicht nur ein-, zwei Mal machen und dann wars das wieder.

 

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