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Blogleser-Fragen: Von der Beobachtung zum Plankton-Arbeitstitel

Im Alltag machen wir immer wieder Beobachtungen, die sich super für Blogartikel eignen. Petra hat gefragt: Wie komme ich von so einer Beobachtung zum Plankton-Arbeitstitel?

Dazu gibt’s vielfältige Tipps, darum habe ich drei Video-Antworten geplant. Hier ist die erste:

 

2 Kommentare

  1. Hallo Gitte,

    super, dass du meine Frage aufdröselst. Danke!

    Der Kern ist perfekt getroffen: Ich frage mich, was ist mir an der Sache besonders wichtig. Und wenn ich am konkreten Arbeitstitel feile, kommen mir mehr und mehr interessante Facetten (plus Arbeitstitel) in den Sinn.

    Jetzt habe ich schon überlegt, ob das überhaupt anders geht. Und ob die Auswahl des Titels nicht vielleicht schlichtweg die Frage nach dem Worauf-hast-du-gerade-am-meisten-Lust ist.

    Bin gespannt aufs nächste Video!

    • Gitte Härter sagt

      Hallo Petra,

      ja, das ist nicht nur normal, sondern es ist ein Qualitätsmerkmal, dass du beim Arbeitstitel gleich ganz viele weitere Facetten andenkst! Wie du in den nächsten Teilen merkst, ist das einfach eine wahnsinnig vielseitige Angelegenheit, gerade darum sind konkrete Plankton-Arbeitstitel so wichtig, denn

      o du triffst eine klare Auswahl
      und
      o du legst dich damit vor allen Dingen auch fest!

      Denn wir schreiben ja immer einen konkreten Text, der was bringen soll. Und je offener der nach allen Seiten ist, desto oberflächlicher/sprunghafter oder zu schwer verdaulich wird er.

      Die Auswahl ist durchaus eine Frage nach „Worauf hab ich Lust?“ – aber eben nicht nur, denn es kann auch sein, dass du

      – im Blog gerade ein Thema brauchst, um einen vorherigen Text zu vertiefen oder um eine bestimmte Leistung zu pushen,

      – einen bestimmten Arbeitstitel wählst, um auf dein Thema auf eine bestimmte Weise draufzuschauen (damit du dir über eine Sache klar wirst, einen bestimmten Zusammenhang herstellst oder einen ganz bestimmten Nutzen verfolgst).

      – In der Regel, und das wirst du bei den noch kommenden Videos u. a. merken, geht es vor allem darum, dass du selbst (als Expertin) mit dem Plankton-Arbeitstitel wirklich noch kleiner reingehst und deine Leser da so richtig tief an die Hand nimmst. Denn ich habe nicht umsonst das Bild vom „Plankton“ gewählt: das ist noch kleiner und konkreter als wir Fachleute das in der Regel angehen.

      Immer da, wo du besonders gefordert bist, und wo du trainierst, deine Menge dir unbekannter Leser abzuholen – gerade bei Persönlichkeits- und Lebensthemen, desto besser wird der Text. Geht also nicht nur um Lust, worüber will ich grad schreiben.

      Das ist schon eine richtige Herausforderung bei so persönlichen Themen wie deinen wirklich die meisten Leser zu erreichen und handfest an die Hand zu nehmen:
      https://www.schreibnudel.de/2016/03/die-besonderheiten-bei-persoenlichkeits-und-lebensthemen/

      Viele Grüße
      Gitte

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