formulieren

Farbiger formulieren

Wenns darum geht, lebendiger zu schreiben, sind Synonyme immer eine gute Idee. Sie lassen sich super beim Feintuning eines Textes ausprobieren oder unterwegs in der Bahn, beim Kaffeepäuschen und in der Warteschlange trainieren. Im Blog gibts zahlreiche Übungen dazu.

Unser Hirn ist sowas von hilfsbereit. Fütterst du es entsprechend, bedient es sich aus seinem immer größer werdenden Fundus. Mit der Zeit schreibst du dadurch ganz automatisch vielseitiger.

Doch du brauchst nicht nur gleichbedeutende Wörter nutzen. Eine sehr unterhaltsame Variante (fürs Schreiben und Lesen):

Drück das, was du sagen willst, bildhafter aus!

Bildhafter mit Redewendungen

Auf Redewendungen will ich heute gar nicht näher eingehen, aber sie gehören natürlich mit dazu und bieten wunderbare Möglichkeiten. Ein schönes Beispiele habe ich vor einiger Zeit bereits gebloggt.

Statt zu sagen „ich mache keine Präsenzkurse mehr“, kann ich überlegen, wie sich das bildhafter ausdrücken lässt.

weiterlesen: Bildhaft denken – Wortschatz aktivieren (mit weiteren Beispielen dazu)

Freestyle – Nimm dir alle Freiheiten!

Es wird noch viel lebhafter und bringt dein eigenes Flair rein, wenn du dich schreiberisch von der Leine lässt.

Beispiele:

Statt der relativ neutralen Ankündigung, dass du dein Blog gewartet hast.

  • Ich hab mein Blog frisch gestrichen und die Möbel umgestellt.
  • Letzte Woche bin ich mit der Sense durchs Blog gegangen, hab alte Beiträge gelöscht und ein paar Kategorien aufgelöst.

Hast du was gelesen, das dich absolut begeistert?

  • Halleluja! Endlich traut sich wer, das anzuprangern. Das sollte von Jubelchören untermalt sein.
  • Ich würde am liebsten alles stehenlassen, in den Zug nach Hamburg springen und ihr huldigen.

Hast du einen Aha-Effekt gehabt?

  • Das Feuer der Erkenntnis lodert!
  • Rolladen rauf und durch Markise ersetzt.

Du hast 100 % kreative Freiheit, wie du dich ausdrückst. Das ist ein riesiger Vorteil bei Blogs, Newslettern und sonstigen eigenen Veröffentlichungen: Wir können machen, was wir wollen.

Sowas fällt dir gar nicht ein? – Dann machst du es bisher nicht genug. Anfangs ist das vielleicht ein Kopfzerbrecher. Doch ich verspreche dir: Wenn du dich in den Zusammenhang reindenkst und dich traust, rumzuspielen, kommst du garantiert auf originelle Ideen.

Leg los und finde eine oder zwei Möglichkeiten. Völlig egal, ob sie hinken oder blöd klingen. Oft wirds sogar unfreiwillig komisch. 🙂

Schüttel einfach immer wieder mal deine Ganglien auf, dann fällt dir nach und nach mehr ein.

Unbedingt erst im Feintuning „nachrüsten“!

Es ist total wichtig, nicht während des Schreibens rumzuüberlegen, wie du was ausdrücken willst.

Du verhinderst dadurch, gedanklich und schreiberisch in Fluss zu kommen. Schreib immer erst einen Quick-and-dirty-Entwurf. Steht der Text, ist Zeit, ihn zu polieren.

Bitte dosiert anwenden
Wenn du in einem Text zu viele solcher Umschreibungen nutzt, wird es zu blumig – oder zu überladen.

Üben, üben, üben …

Wer sich bisher sehr neutral ausdrückt oder sich in einer Branche bewegt, wo man sowas vermeintlich nicht machen kann, der spürt eventuell eine Das-geht-doch-nicht-Sperre. Machs trotzdem. Einfach nur für dich – selbst wenn du es anfangs nicht veröffentlichst.

Füttere dein Hirn!