Themenwahl, Video

Von der Beobachtung zum Plankton-Arbeitstitel (Teil 2)

Im Alltag machen wir immer wieder Beobachtungen, die sich super für Blogartikel eignen. Petra hat gefragt: Wie komme ich von so einer Beobachtung zum Plankton-Arbeitstitel?

Im ersten Teil gings darum, im Moment der Beobachtung viel gezielter wahrzunehmen, was und warum dir da genau auffällt. Oft ist es nämlich eine ganz spezifische Sache, die auf unserem Wahrnehmungsradar aufblitzt.

Im zweiten Teil gehe ich tiefer auf diese beiden Aspekte ein:

  • Du bekommst zahlreiche Beispiele, wie du deine Beobachtung in einen wirklich konkreten Plankton-Arbeitstitel packst.
  • Und wir schauen uns an, was alles in so einer Beobachtung steckt. Denn du kannst natürlich aus einer simplen Beobachtung ganz, ganz viele interessante Blogartikel machen.

Hier zum Gucken. Stopp das Video einfach zwischendurch, um in Ruhe zu lesen.

Noch ein paar Erklärungen:

Welcher Blickwinkel ist dir wichtig?

Betrachte die Situation, die du beobachtest, aus verschiedenen Blickwinkeln. Im Video hab ich dir alle Beteiligten aufgedröselt für „Pärchen streitet in der Öffentlichkeit“:

Vielleicht ist dir bei deiner Beobachtung aber nur eine Seite wichtig. Oder es geht dir nur um die direkten Akteure, nicht um die Beobachter oder „was man so sagt/denkt/tun sollte“.

Vier nützliche Faktoren, die du andenken kannst

Um überhaupt erst auf Plankton-Ebene zu kommen, also eine konkrete, kleine Themenfacette zu fassen zu kriegen, sind diese vier Faktoren nützlich:

  • Verhalten
  • Denke
  • Emotionen
  • Wirkung

Im Video findest du konkrete Arbeitstitelbeispiele pro Faktor + Blickwinkel. Hier noch mal die Beispiele für die Person, die den Streit forciert. Du siehst, dass meine vorläufigen Überschriften (= Plankton-Arbeitstitel) total aussagekräftig festlegen, worauf ich hinaus will.

Achte außerdem drauf, wie verschieden die Themen werden:

Verhalten

  • Bist du beim Streiten wie ein Terrier, der keine Ruhe mehr gibt? – Warum heftige Reaktionen immer auf einen wunden Punkt hindeuten.
  • Ein oft übersehenes Detail: Den Partner vor anderen runtermachen hat immer das Ziel, dich und dein Anliegen größer zu machen

Denke

  • Gedankenexperiment „Was du nicht willst …“ – Wenn du oft in der Öffentlichkeit an deinem Partner rummoserst, dreh mal mit mir zusammen den Spieß um
  • Mäkeln, vorwerfen, anklagen ist für niemanden schön, doch wenn du ständig Grund dafür hast, dann fehlt dir was ganz anderes. Mach den Bedürfnis-Check.

Emotionen

  • Öffentliches Streiten bringt eine Teufelsspirale in Gang: 5 Aspekte, wie die Sache mehr und mehr entgleist + dadurch deine Beziehung beschädigt
  • Wenn wir uns aufregen oder verletzt sind, haben die Gefühle das Kommando. So haust du die Handbremse rein und kannst sachlich sagen, was dich stört.

Wirkung

  • 3 Gründe, warum das Streiten vor anderen dein Image schädigt
  • Streiten vor anderen: Warum wir uns in dieser Situation oft nicht stoppen können, sogar wenn wir in dem Moment selbst nicht leiden mögen, wie wir rüberkommen

Die Themen sind endlos!

Das sind für meine Beobachtung „ein Paar streitet sich in der Öffentlichkeit“ bereits acht Beispiele für nur einen Blickwinkel! Alle diese Themenideen bringen verschiedenen Mehrwert.

So holst du im Alltag enorm viele handfeste Blogartikel raus, die durch eine Beobachtung initiiert sind – auch wenn sie die Beobachtung selbst vielleicht gar nicht erwähnen!

Das allerwichtigste ist aber, dass du merkst, wie stark du deine Themen steuern kannst, damit sie FÜR DICH SELBST spannend sind – und genau auf das abzielen, was dir für deine LeserInnen wichtig ist.