Ankündigungen

Leute mobilisieren: Wir können jemanden unterstützen, ders gerade braucht

Wir EinzelunternehmerInnen haben einen ganz wunden Punkt: Es gibt nur uns. Werden wir krank, zahlt uns keiner trotzdem ein Gehalt.

In den letzten Jahren hatte ich immer wieder mal mit schweren Krankheiten meiner Eltern zu tun – und auch wenn toitoitoi alles wieder geworden ist, gab es Zeiten, wo ich hinter den Kulissen über Wochen, teils Monate, hektisch jongliert habe, allem gerecht zu werden. Am eigenen Leib habe ich gespürt, wie schwierig es sein kann, das Alltagsgeschäft am Laufen zu halten, wenn die Tage hauptsächlich in Krankenhäusern stattfinden, wenn Organisieren, Termine und Sorgen alles dominieren.

Das bringt ins Grübeln, und so manches Mal habe ich gedacht: Wenn ich selbst betroffen bin, wenn ich mal so eingeschränkt bin, dass ich meine Coachings und Workshops nicht mehr machen kann … was dann? – Sabine Dinkel ist jetzt in dieser Situation.

Wer ist denn das?

Einige von euch kennen Sabine persönlich, über Social Media oder ihre Bücher „Hochsensibel durch den Tag“ und „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“.

In den letzten Monaten war Sabine wahnsinnig viel in den Medien: auf Websites, in Interviews [zum Beispiel im Podcast der Notaufnahmeschwester], in der Presse und im Fernsehen.

Hier im Blog ist sie ebenfalls schon aufgetaucht. 🙂

Interview mit Buchautorin Sabine Dinkel
7 Dinge, die an Sabine Dinkels Ratgeber bemerkenswert sind

Sabine hat vor zwei Jahren die Diagnose Eierstockkrebs bekommen, eine Alles-muss-raus-OP und zwei Chemotherapien hinter sich. Alles sah gerade ganz gut aus, Sabine hat ihre Coachings, Workshops und Lesungen wieder gemacht – doch jetzt hat der Onkologe angerufen: Werte plötzlich im Arsch. Dritte Chemo!

Das funkt jetzt nicht nur gewaltig ins Leben, sondern in die Existenz.

Aus der Deckung

Sabine geht offen mit ihrer Krankheit um. Sie ist ein positiver Mensch. Sie lässt sich den Humor nicht nehmen.

Doch Tatsache ist einfach:

Wir EinzelunternehmerInnen haben diesen ganz wunden Punkt: Es gibt nur uns. Werden wir krank, zahlt uns keiner trotzdem ein Gehalt.

Während der Chemo kann Sabine ihre Coachings und Workshops nicht durchführen. Das Einkommen bricht komplett weg. Und auch, wenn ihr Mann sie natürlich unterstützt und für beide das Geld verdienen würde, möchte sie sich ihre Unabhängigkeit bewahren. Hier kommen wir ins Spiel!

Das ist übrigens Sabines Mann mit dem wunderbaren Namen Alexej Lachmann:

Das Internet hat die wahnsinnige Macht, dass wir mit einer kleinen Geste ganz viel bewirken können. Sabine nutzt das Schreiben, um zu veröffentlichen, welche Art von Unterstützung sie gerade brauchen könnte. Denn sie will nach wie vor ihr eigenes Geld verdienen, ihren Beruf so gut es geht weiter ausführen. Ihr Autorenstandbein zu stärken ist das, was trotz Chemo machbar ist.

Sabine hat in einem Blogartikel tiefe, persönliche Einblicke gegeben und sie schreibt, mit welcher Art von „Kirschen“ wir ihr Körbchen etwas auffüllen können:

Die Kirschen in meinem Körbchen

Unterstützen kann übrigens wirklich jeder: Denn es geht ums Bücherkaufen, um Rezensionen, ums Weitererzählen – und da bei mir sehr viele Autoren, Verlagsnahe und Künstler mitlesen, spekuliere ich drauf, dass Ihr vielleicht Tipps zu möglichen Verlagen für ihre bereits druckfertige Comicbiographie „Arschbombe in die Untiefen des Lebens“ habt.

Auch möchte sie ihre Bücher vertonen und dafür einige Prominente gewinnen, ihre Zitate selbst zu sprechen.

Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe: Die Welt ist klein. Wir haben oft erstaunliche Kontakte, die manchmal über wenige Ecken zum Ziel führen. Plus: Das Internet ermöglicht es uns, auf direktem Wege an bekannte Leute heranzutreten – ein Tweet, ein Facebookhinweis, und das von vielen Personen gleichzeitig, lenkt den Fokus auf Sabines Anliegen.

Lasst uns Sabine unterstützen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren: Durchs Pushen ihrer Bücher und -Buchpläne, die das Autorenhonorar erhöhen. Das ist pro Buch sehr viel weniger als jeder immer denkt. Darum ist oberstes Gebot: Bekanntheitsgrad erhöhen! Das können wir mit kleinen Gesten schaffen. Denn viele kleine Gesten summieren sich im Netz kolossal.

Wie war das noch? Gemeinsam sind wir stark.

 

Kategorie: Ankündigungen

von

Seit 1999 bin ich selbstständig, seit einigen Jahren aufs Schreiben spezialisiert. Das Wichtigste, wenn man Neues lernen und besser werden möchte, ist das Dranbleiben. Damit das gelingt, braucht es Neugier und Spaß an der Sache. Das wiederum erfordert, dass man sich traut, nicht perfekt zu sein.