überarbeiten

Wenn das Überarbeiten schiefläuft

Der Begriff ÜBERARBEITEN ist ein wenig irreführend, denn da steckt „Arbeit“ drin. Viel besser ist es, sich daran zu erinnern, dass es eigentlich nur um Feintuning gehen sollte: Die Hauptarbeit ist gemacht. Jetzt wird poliert, allenfalls mal eine Kleinigkeit repariert. Fertig!

Zeit vergeuden ist Gift – fürs Schreiben und für dein Business

Wer für sein Business schreibt – für ein Blog, einen Newsletter oder Social Media – braucht regelmäßigen Output. Das ist für viele gar nicht so einfach:

  • Wir haben meist einen vollen Alltag [und wer gerade dringend Aufträge braucht, der muss seine Zeit anders einsetzen, als tagelang an einem Blogartikel zu sitzen].
  • Nicht immer ist man in der Lage oder in Stimmung.
  • Für viele ist das Schreiben an irgendeiner Stelle noch zeitintensiv oder gar mühsam: Es besteht eine innere Hürde, schon wieder zu schreiben. Dabei ist für Schreibroutine ebenfalls das häufigere Tun nötig.

Das führt dazu, dass oft sehr große Abstände entstehen. So oft beichten mir Selbstständige, dass ihr Newsletter eigentlich monatlich angekündigt ist, sie aber nur alle paar Monate einen schaffen.

Tatsache ist: Das Potenzial, dass du durch ein Blog, einen Newsletter und Social Media für dein Business kreieren kannst, sinkt sofort, wenn es dümpelt. Im Extremfall kommen diese Kanäle nicht aus den Schuhen – dann hast du schreiberischen Aufwand für eine kleine Anzahl Leser, was verständlicherweise die Motivation raubt: „Bringts das überhaupt?“

Klar: Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Heute schauen wir uns speziell die Überarbeitungsphase näher an.

Das sollte beim Überarbeiten nicht sein

Diejenigen, die mit dem Überarbeiten so ihre liebe Not haben (oder es hassen wie die Pest), wissen schon, dass sie hier enorm Zeit lassen. Doch was genau macht das Ganze für dich so zeitintensiv, obwohl der Text eigentlich schon dasteht?

„Ich schreibe meistens ganze Passagen komplett neu.“

Damit meine ich nicht, einen Satz zu straffen, ein wenig verständlicher zu machen oder die Formulierung aufzuhübschen. Das sind alles Feintuning-Schritte. – Es geht mir darum, dass du merkst, wenn du häufiger Inhaltsbrocken vollständig austauscht. Im Extremfall schrittweise den ganzen Text neu schreibst. Manche überarbeiten wieder und wieder, oft über einen längeren Zeitraum. So wird ihnen gar nicht bewusst, dass sie mitunter dieselben Passagen vielfach umgemodelt haben.

„Ich verändere oft nachträglich mein Thema.“

Das ist ein Klassiker, den ich total oft erlebe: Mit ungenauem Thema gestartet und ins Blaue geschrieben, sodass der Text beim Schreiben wegkippt. Manche merken es nicht und veröffentlichen trotzdem. Doch wers merkt, macht gerne nachträglich das Thema passend, was dann natürlich mit dem Austauschen anderer Abschnitte einhergeht, weil man mit etwas anderem gestartet ist. Das nachträgliche Umetikettieren kommt auch durchs Zurückrudern zustande. Wenns blöd läuft sogar erst dann, wenn der erste Wurf schon steht:

„Ich werfe häufig alles um.“

Das vollständige Umwerfen kann sich im Extremfall durch alle Schreibphasen ziehen, und das hat zwei Hauptgründe: Zum einen fehlt manchen noch die Fähigkeit, das Geschriebene zu beurteilen. Zum anderen sind sie oft sehr unzufrieden mit ihrer Schreibe. Vermengt ist das ein fieser Treibsand, denn wer überkritisch oder gar unzufrieden ist, sieht überall nur Makel.

Ich gehe mit meinen Kunden immer etappenweise vor: Das, was erarbeitet wurde, GILT. Darauf baut die nächste Phase auf. Und obwohl ich nahtlos dabei bin, ist eine meiner Hauptaufgaben, beständig zu erinnern: Das, was du schon hast, nicht antatschen! :-) Durch diese Sicherheit verhindere ich vorschnelles Umwerfen, das aus Unsicherheit geschieht.

„Ich überarbeite den Text wieder und wieder und wieder.“

Kommen wir zu den Pappenheimern, die ihre Inhalte stehenlassen, aber endlos an Formulierungen rumpolieren – das sind die Verschlimmbesserer, die einfach kein Ende finden, und dadurch in erster Linie ihre Persönlichkeit weghobeln.

„Ich habe keine Lust auf den Aufwand und fang lieber was Neues an.“

Schließlich machen manche kurz vor knapp einfach Schluss: Der Text steht eigentlich. Das Überarbeiten ist ungeliebt oder das eigene Urteil fällt zu kritisch aus. Also bleibt der Artikel auf der Festplatte liegen. Kann ich ja später mal … Ein neuer muss her. Im Extremfall geht das Spiel noch ein paar Mal weiter.

Na? Hast du dich wiedererkannt?

Wie gesagt: Wenn was davon MAL vorkommt, ist das keine große Sache.

Doch wenn du merkst, dass das eine wiederkehrende Baustelle ist, dann ist es Zeit, nicht länger am Symptom rumzudoktern, sondern die relevante Schraube davor anzuziehen. Damit das Überarbeiten künftig wirklich nur noch ein letzter Schliff ist:

PS: Nicht immer ist das Überabeiten der Zeitfresser.

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