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Es ist Zeit, dein Blog zu warten!

Hobel

Ein Blog lebt davon, dass wir in kurzer Schlagzahl nützliche Inhalte bringen. Andernfalls dümpelt es, und das ist immer schlecht, denn ein sporadisch bestücktes Blog, bei dem wochen- oder gar monatelang nichts passiert, bringt nicht nur nichts, sondern bremst sogar aktiv dein Business aus. Da kann es sogar besser sein, unters Bloggen einen Schluss-Strich zu ziehen.

In einem Blog muss sich etwas tun. Je mehr guten Content du deiner Zielgruppe bietest, desto schneller wächst die relevante Leserzahl an. Das ist die beste, fast automatische Art des Blogmarketings, denn abgesehen von Suchmaschinen wird nützlicher Content aktiv geteilt – du profitierst davon, dass andere auf ihren Blogs und Social Media darauf verweisen.

Die meisten von euch werden regelmäßig schreiben [oder haben es vor]. Mit einem wachsenden Blog ergibt sich zwangsläufig, dass sich die Ordnung verändert.

Jetzt ist Wartung angesagt! Besonderes Augenmerk liegt auf den Kategorien:

Hast du überhaupt Kategorien? Wenn ja: Sieht man sie?

Kurioserweise sehe ich in letzter Zeit immer mehr Blogs, die keine sichtbaren Kategorien mehr haben. Damit meine ich nicht, dass sie erst per Mausklick sichtbar werden, sondern dass überhaupt keine angelegt oder nicht eingeblendet sind. Das liegt selten an den Themes, oft beichten mir Selbstständige, dass sie keine Ahnung von ihrer Blogsoftware haben.

Das andere Problem sind Kategorien, die nicht wirklich aussagekräftig sind: Manche haben drei oder vier schwammige Kategorien, in die sie alles Mögliche reinwurschten, andere fallen ins entgegengesetzte Extrem und haben Dutzende von Kategorien, in denen immer nur ein, zwei Beiträge zu finden sind.

Prinzipiell ist es so:

  • Kategorien zeigen einem neuen Webbesucher sofort, welche inhaltliche Bandbreite es bei dir gibt. Er entscheidet: Lohnt es sich für mich, dieses Blog im Auge zu behalten?
  • Kategorien sind extrem hilfreich für dich als EinzelunternehmerIn, deinem Blog ein klares Konzept zu geben, was dich dabei unterstützt, relevante Themen und Inhalte auszuwählen, anstatt viel zu willkürlich oder einseitig zu schreiben.
  • Kategorien sorgen für eine klare Ordnung: Leser können gezielt da weiter einsteigen, wofür sie sich gerade am meisten interessieren und finden Inhalte einfacher wieder.
  • Diese Ordnung nützt dir natürlich selbst genauso: Du kannst dein Blog ausgewogen bestücken und damit die Themenbandbreite, mit der du bloggenderweise bei deinen Kunden sichtbar werden möchtest, ausschöpfen [was u. a. ein hervorragendes Steuerungswerkzeug ist, dich in bestimmten Fachschwerpunkten besonders zu etablieren].
  • Mit den richtigen Kategorien hauchst du außerdem deinem Blog neues Leben ein – und dir neue Motivation, selbst wenn du gar nicht so arg viel umkrempelst.

Zusätzlich zu diesen triftigen Gründen, kann ich dir versichern, dass ein Blog mit einem klaren Konzept sehr viel mehr Zugkraft entwickelt. Denn eine eindeutige Ausrichtung und Ordnung machen es zu einem zielführenden Projekt, anstatt irgendwas zu bloggen.

Gibt es übervolle Kategorien?

Wächst dein Blog, ist es ganz normal, dass manche Kategorien mit der Zeit voller werden als andere. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass du eine oder zwei Kategorien hast, die aus den Nähten platzen, weil du komplexere Themen zusammengefasst hast oder die Kategorie bisher einen zu schwammigen Namen hat.

KategorienlisteSchau also dein Blog auf die Verteilung der Artikel durch. Entweder im Admin-Bereich oder, noch übersichtlicher, indem du bei den Kategorien die Anzahl der Beiträge einblendest, was auch für die Leser spannend ist + zum Stöbern einlädt.

Ist eine Kategorie besonders voll, dann schau dir die Beiträge darin an:

  • Ist es sinnvoll, die Kategorie aufzubrechen in zwei oder drei andere Kategorien?
  • Oder fällt dir auf, dass du Beiträge irrtümlich dort einsortiert hast, weil sie nicht so genau woanders gepasst haben?
  • Manche Blogs haben eine Art „Sonstiges“-Kategorie, wo alles reinkommt, was nirgends so richtig passt. Sowas bitte immer eliminieren! Das ist nicht nur wenig aussagekräftig für die Leser, sondern es ist ein Garant für ein wildes Durcheinander und eine aus den Nähten platzende Kategorie.

Schließlich gibts den Verlegenheits- oder Füller-Content: Wer beim Bloggen nicht inspiriert ist oder den Druck verspürt, irgendwas zu veröffentlichen, produziert zwischendurch Sachen, die nicht sonderlich nützlich sind. Es kann daher sinnvoll sein, eine übervolle Kategorie daraufhin zu durchforsten: 5 Gründe, Texte im Blog zu löschen

Hast du in einer Kategorie nur ganz wenige Beiträge?

Das andere Extrem sind Kategorien, in denen nur sehr wenige Beiträge zu finden sind. Hier kann es sein, …

  • dass du die Kategorie gar nicht brauchst. Ich habe gerade gestern wieder eine Kategorie aufgelöst, deren überschaubare Beiträge hervorragend in andere Kategorien gepasst haben.
  • dass du die Kategorie aufgenommen hast, weil du weißt, dass sie prinzipiell schon für deine Leser interessant wäre, du selbst aber keine rechte Lust drauf hast.
  • dass du die Kategorie vergessen oder stiefmütterlich behandelt hast, weil dir immer wieder spontan Themen für andere Kategorien eingefallen sind. Was eventuell dazu geführt hat, dass diese aus den Nähten platzen.

Mitunter stellt sich heraus, dass man auf ein bestimmtes Thema keine Lust hat. Das lässt sich manchmal mit einer anderen Kategorienbezeichnung beheben. Aber es kann ein Hinweis darauf sein, die Kategorie aufzulösen oder mit einer anderen zu verschmelzen.

Natürlich kann es sein, dass die Kategorie sinnvoll für dich ist und es thematisch ganz normal ist, dass weniger Beiträge drin sind. Ich habe auch einige kleinere Kategorien, die ich von der Themenbandbreite + Relevanz beibehalten will.

Durchs Ändern deiner Blogstruktur, wenn du neue Kategorien schaffst und Beiträge umschaufelst, kann es ebenfalls passieren, dass plötzlich einige Kategorien plötzlich verwaist wirken. Die Lösung:

Schau, dass du deine Kategorien einigermaßen regelmäßig bedienst.

Es muss nicht sein, dass jede Kategorie gleich voll ist, aber es ist eine gute Idee, als Blogger ein Auge drauf zu haben, dass deine Kategorien eine Daseinsberechtigung haben und dass du sie gleichmäßig beachtest.

  • Ich klicke immer mal meine Kategorien durch: Wann war der letzte Beitrag? Dann schaue ich die nächste Zeit darauf, gezielt Themen für schon länger nicht aktualisierte Kategorien zu schreiben. – Ganz ohne Stress! Die eigene Schreiblust geht vor und natürlich, wenn sich aus der Praxis bestimmte Themen vordrängend. Aber ich habe immer im Blick, welche Kategorien hinterherhinken.
  • Das ist außerdem ein gutes Sprungbrett, wenn sich die Frage meldet „Was könnte ich denn nur im Newsletter oder Blog schreiben?“ Denn eine Kategorie gibt eine Denkrichtung vor.
  • Stellst du fest, dass du bestimmte Kategorien total favorisierst, kann es gut sein, dass du dein Blog etwas anders aufziehen willst. Viele bloggen zu ihrer gesamten Themenbandbreite, doch das muss gar nicht sein! Ich kann beispielsweise als Coach für Kommunikation alles Mögliche an Leistungen anbieten, aber mich interessiert vielleicht ganz besonders, wie die Menschen bei Konflikten ticken. Dann richte ich mein Blog speziell darauf aus.
Natürlich hast du eine große fachliche Bandbreite!
 … doch in der Regel haben wir alle etwas, das uns am meisten interessiert:

  • Etwas, wo unser Herzblut dranhängt.
  • Etwas, wo wir besondere Probleme im Alltag sehen.
  • Etwas, das wir ganz besonders wichtig oder spannend finden.

Über einen langen Zeitraum in kurzer Schlagzahl immer wieder Artikel zu schreiben, ist ein Marathon + kein Sprint. Also tu dir den Gefallen und verschaff dir Rückenwind, indem du Inhalte wählst, die du selbst so richtig spannend findest.

PS: Wenn du einen Newsletter hast …

… ist es durchaus eine gute Idee, Blogcontent mit dem Newsletter zu verknüpfen, wie ich das auch mache. Nicht gut ist, den Newsletter nur sporadisch zu schicken, wenn du grad mal wieder einen Blogbeitrag geschrieben hast.