Blog + Newsletter

Du bloggst zu selten bzw. schickst deinen Newsletter unregelmäßig?

stillgelegte Gleise

Darüber, wie du die Regelmäßigkeit hinbekommst, habe ich schon mal gebloggt. Doch was ich noch zu wenig gemacht habe, ist, dir aufzuzeigen, dass du dich und dein Business sabotierst, wenn du zu wenig schreibst.

Denn wer sich für einen Newsletter und/oder ein Blog entscheidet, damit es ein wirksames Marketingtool fürs Business wird und zu bezahlten Aufträgen führt, der steht sich selbst im Weg, wenn er nur sporadisch veröffentlicht.

Die Kurzfassung:

Besonders, wenn du dir etwas aufbauen willst – Blog/Newsletter frisch auf den Markt bringen; deinen Bekanntheitsgrad erweitern; konsequent die für dich interessante Zielgruppe aufbauen –, ist eine höhere Schlagzahl wichtig.

Deine Beiträge müssen den Lesern was bringen. Also nicht einfach Quantität raushauen. Wenn man deine Texte gerne liest, weil sie nützlich sind, werden sie erstens aufmerksamer gelesen und zweitens öfter geteilt, was deine Reichweite steigert und die Texte bei vielen Suchmaschinen besser gelistet werden, weil links von anderen Seiten als Bestätigung gelten, dass der Text relevant ist („Linkpopularität“).

Besonders wertvoll: Die Loyalen + die Fans, die schließlich kaufen. Das ist ein kleiner, aber feiner Kreis, der nicht genug von dir bekommen kann.

Das wird jetzt ein unbequemer Text, aber er ist nötig. Denn es ist leider so: Dümpelt ein Blog bzw. ein Newsletter, dann macht der wirklich Arbeit für nix. Dann ist es besser, zuzumachen … was total legitim ist! Man muss weder Blog noch Newsletter haben. Wenn du lieber auf andere Weise dafür sorgst, dass du gefunden wirst und bei deiner Zielgruppe präsent bist: Mach das!

Warum eine kurze Schlagzahl?

Weil sich mehr rührt: Ein monatlicher Newsletter kommt dann auch monatlich und nicht „wenn sichs mal ergibt“. Ein Blog ist wirklich mehrwertig und wächst zu einer stattlichen Informationsquelle an, anstatt pro Jahr wenns gut läuft 12 Beiträge anzusammeln. Stell es dir bei einem Blog so vor: Du schreibst einen nützlichen Beitrag. Jemand will mehr lesen und schaut jetzt täglich rein, ob was kommt. Wie lange wird er das wohl machen? Selbst bei Blogs, die man toll findet und sich vielleicht durchs ganze Archiv gestöbert hat, verliert man bei toter Hose das Interesse.

Ein Newsletter- bzw. Blogartikel bringt die Leser mit dir in Kontakt … und mit deiner Website, auf der dein Angebot steht! Damit stärkt sich das Band zu bestehenden und potenziellen Kunden – und zu den Lesern, die irgendwann in Zukunft kaufen (oder dich empfehlen, weil sie einen guten Eindruck von dir und deiner Arbeit bekommen haben + sich darum an dich erinnern).

Bei einem monatlichen Newsletter hast du „nur“ 12 wertvolle Kontaktpunkte – nutze sie überlegt …

Unterschätzt bitte gerade im Internet nicht, wie oft öffentlich nach guten Dienstleistern zu xy gefragt wird! Mir hat sich der eine oder andere Name via Lob in Social Media-Beiträgen eingeprägt, die begeisterte Leser immer wieder erwähnen – und obwohl ich diese Selbstständigen nicht kenne, wirkt diese Empfehlung wie eine kleine Bürgschaft. Darum gibt’s einige Anbieter, die ich regelmäßig weiterempfehle, wenn ich gefragt werde „Kennst du wen?“ oder wenn ich einen Auftrag ablehne, weil er thematisch bei mir nicht passt. Diese Leute erscheinen bei mir auf dem Radar, weil sie nützliche Beiträge schreiben, die sie selbst – und andere! – bei mir in die Timeline spülen. Und damit ins Bewusstsein.

Umgekehrt passiert das genauso: Leute reden über mich, über Blogbeiträge, teilen weiter. Das erinnert frühere Leser wieder an mich und bringt neue Leute, die sich neugierig umsehen. Ohne, dass ich was dafür tue … außer zu bloggen.

Kürzlich habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, sich die richtige Leserschaft konsequent aufzubauen. Wir wollen was verkaufen – und gerade haben wir die Zeit, wo viele auf den Online-Produkte-Zug aufspringen wollen: Für Selbstlernkurse und Co. brauchst du eine bekannte, frequentierte Plattform. Du kannst den besten Kurs der Welt erstellen: Wenn du zu wenig Leser hast, hast du keine potenziellen Käufer. Denn nur ein Bruchteil der Leser wird kaufen.

Es geht nicht darum, irgendwas rauszuhauen!

Vor einigen Jahren kursierte ein Artikel im Netz, in dem stand, man soll lieber selten bloggen und dann dafür richtig gut. Damals haben sich viele total gefreut, die ein dümpelndes Blog hatten: Hier habe ichs Schwarz auf Weiß, ich soll eh lieber ganz wenig bloggen, das mögen die Leute mehr.

Ich hab die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen! Natürlich geht’s nicht darum, jeden Scheiß zu bloggen, nur damit was dasteht. Es muss immer mehrwertig sein und deiner Zielgruppe was bringen.

Was ist Mehrwert?

Abgesehen davon, dass der Fundus nützlicher Artikel rasanter steigt und sich dein Blog daher insgesamt viel mehr lohnt – was, wie schon gesagt, die Empfehlungen erhöht:

Immer, wenn sich was rührt, also du einen Newsletter verschickst oder einen neuen Beitrag bloggst, wirfst du die Aufmerksamkeitsmaschinerie an. Je seltener du das tust, desto weniger passiert das.

Ein weiterer Aspekt ist, dass wir alle ein komplexes Fachgebiet haben. Wenn du das Plankton beherzigst [Hä? Was ist das?], dann hat ein Artikel automatisch Tiefe + ist damit nützlich. Aber es ist ein Artikel zu einem spezifischen Thema. Du hast natürlich viel mehr zu sagen! Wenn du im letzten Jahr sehr selten geschrieben hast, dann schau dir mal an, worüber und frag dich: Wird das mir und dem, was ich auf dem Kasten habe, gerecht?

Fans, die kaufen: der besondere Kern

Deine Leser sind immer gemixt und viele darunter werden nie was bei dir kaufen – selbst, wenn sie deine Texte total super finden. Ich habe hier anhand eines Newsletters exemplarisch aufgedröselt, wie der Verteiler so zusammengesetzt ist.

So wunderbar jeder einzelne Leser ist, so ist für uns Selbstständige das größte Ziel, dass wir für unsere Arbeit bezahlt werden. Es ist schön, sich über jeden Leser und jedes Feedback zu freuen. Doch die wenigsten von uns machen sich die immense Arbeit mit einem Newsletter oder Blog aus rein idealistischen Gründen.

Vom Idealismus kannst du weder abbeißen, noch deine Miete bezahlen.

In dem Moment, wo du dein Blog oder den Newsletter selbst als ernstzunehmendes Marketingwerkzeug einstufst, rutscht das Schreiben in der Priorität weiter rauf. Nur das, was Priorität hat, kommt aus der Stiefkind- und Dümpelecke.

Du brauchst diesen gewissen Bruchteil an Lesern, die zu Kunden werden. Die dich beauftragen und dir Geld geben. Darum ist es gar nicht so relevant, wie hoch deine Leserzahlen sind, sondern entscheidend ist, wie viele potenzielle Kunden (ad-hoc oder in einigen Jahren) sich darunter befinden.

Neben Einmal- und Gelegentlich-Käufern gibt es den besonderen Kern, der am wertvollsten ist. Diejenigen, die deine Texte – und dich – super finden. Die es gar nicht erwarten können, wieder was von dir zu lesen; auszuprobieren, was du empfiehlst und anderen begeistert von dir zu erzählen. Diese besonderen Menschen werden zu deinen besten und treuesten Kunden. Solche Leute gewinnst du niemals für dich, wenn du nur alle paar Wochen oder Monate mal einen einzelnen Artikel rausgibst, und dann herrscht wieder Funkstille. Damit so ein besonderer Draht entstehen kann, braucht es mehr: Mehr nützliche Inhalte. Eine kürzere Frequenz des Kontakts. Mehr Persönlichkeit. Und ein Vertrauen, das sich mit der Zeit aufbauen kann.

Ja, aber …“

  • Ich tu mich so schwer.
  • Das dauert so lange!

… auch das konservierst du mit der Seltenheit. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie klar das ist, sobald wir statt SCHREIBEN was anderes einsetzen:

  • eine Fremdsprache sprechen
  • ein Musikinstrument spielen
  • sportliche Fortschritte machen

Bei solchen Sachen ist uns allen klar: Wenn wir nur einmal im Monat oder noch seltener üben, dann ist das vielleicht ganz nett – meistens allerdings frustrierend. Und Fortschritte gibt’s keine. Im Gegenteil: Wer frustriert ist, weil es nie einfacher und besser wird, der gibt meistens irgendwann auf, weils eh nix bringt.

Das liegt aber nicht an der Sprache, dem Instrument oder der Sportart, sondern es liegt daran, dass wir unzureichend aktiv sind. Natürlich wird’s dann nie leichter und besser. Und natürlich kann ich so nie Ergebnisse ernten, die ich mir zuvor erarbeitet habe.

Das Schreiben ist ein Prozess. Als ich mit 20 Jahren angefangen habe zu schreiben, hatte ich einen nüchternen Kanzleistil. Heuer werde ich 50. In dieser Zeit habe ich fast täglich geschrieben und wenn wir uns meine Texte seither im Halbjahrestakt anschauen könnten, würden euch die Augen rausfallen, was sich da BIS HEUTE getan hat … und immer noch tut. Und ich kann euch sagen, wie viel leichter und schneller das mit der Zeit gegangen ist.

Das heißt nicht, dass man 30 Jahre braucht, um lockerer zu schreiben. Aber es heißt: Wenn du dranbleibst und es dir immer selbst spannend machst, dann hört es nicht auf. Dann lernst du immer dazu. Wirst versierter. Und schneller.

Dein Output wird müheloser, passender und qualitativ immer besser.

Wer immer nur sporadisch was schreibt, weil er sich quält, der bleibt auf diesem beschwerlichen Niveau, hat ein dümpelndes Blog – und ärgert sich, dass es nichts bringt.

Von nichts kommt eben nichts. Aber von was kommt was. 🙂

Wenn du dir hingegen was aufbaust, dann wirst du belohnt: Dann steigen deine Leserzahlen, dann verkaufst du – wie ich seit vielen Jahren – ausschließlich über Blog bzw. Newsletter.