Deine Leser

Wo es weh tut

Trau dich, unbequem zu werden!

  • Deine Leser an unangenehme Tatsachen erinnern,
  • ihnen auch mal auf die Füße steigen
  • und sie gnadenlos mit etwas konfrontieren, was sie nicht gerne hören.

Lesen ist in der Regel passiv

Leute lesen viel, besonders wenn sie ein Problem haben oder in einer Sache besser werden möchten. Darum boomt die Ratgeber-Literatur wie verrückt, doch leider bleibt es oft beim Konsumieren: Man liest und liest und liest und liest, aber es tut sich nur wenig. Oder man macht, aber muss immer noch weitere Tipps und Informationen lesen, weil das, was man tut, nicht zum gewünschten Ergebnis führt.

Gerade darum ist es so wichtig,  deine Leser stärker an die Hand – und in die Pflicht – zu nehmen:

  • Du als Expertin kennst deine Pappenheimer aus dem Alltag.
  • Du weißt um die Fragen, Hänger und Ausreden.
  • Du weißt aus Erfahrung, an welchen Knackpunkten sie zu wenig hinschauen oder etwas als Laien einfach alleine noch gar nicht sehen können.

Manchmal ist es als AutorIn wichtig, dass du deinen Lesern einen Push gibst, damit sie sich an der Nase packen und in die Pötte kommen können.

Für uns EinzelunternehmerInnen ist das Gold wert: Denn wenn du mit deinen Texten bereits beim Leser was bewirkst, ist das der beste Beweis, wie sehr es sich lohnt, dich zu beauftragen. Mal abgesehen von den eifrigen Weiterempfehlungen deines Blog und Newsletters, wenn du handfest was bringst.


Für uns Fachleute ist das schreiberisch durchaus eine Herausforderung! Denn bei einem Thema, mit dem du bei deinen Lesern einen Nerv triffst, musst du natürlich dann richtig gut durchführen. Zum einen, damit sie sich überhaupt von dir hinführen lassen – gerade da, wo sie nicht so gern hinsehen. Zum anderen, damit sie wirklich einen Aha-Effekt haben, mit dem sie auf konstruktive Weise etwas anfangen können.

Das Gute: Du kannst dosieren, wie unbequem es für den Leser wird.

Deinen Lesern einen Zahn ziehen

= das Prinzip des Zahnziehens ist ein „So geht das nicht“ oder „So bringt das nichts“.  Es basiert auf Sicht-/Verhaltensweisen der Leser, von denen du weißt, dass das so nicht sonderlich zielführend ist. Manchmal schwant ihnen das bereits.

Beispiele für Plankton-Arbeitstitel:

  • Immer auf Harmonie bedacht? Das ist der Beziehungskiller Nr. 1
  • Du wolltest längst, kommst aber nie dazu? „Keine Zeit“ ist immer eine Ausrede – Prioritäten zählen.
  • Sie sind kein Hellseher! 3 Fehl-Annahmen, die dafür sorgen, dass Sie sich selbst runterhandeln

Deinen Lesern einen blinden Fleck aufzeigen

= Das Prinzip dieser Richtung ist der vorgehaltene Spiegel. Den kannst du nutzen, um Lesern einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Und es geht ums An-die-eigene-Nase packen, damit Veränderungspotenzial sichtbar wird.

Beispiele für Plankton-Arbeitstitel:

  • Warum so viele Leute bei Kritik defensiv werden und du vermutlich keine Ausnahme bist!
  • Mehr Geld verdienen wollen, aber andere Dienstleister nicht beauftragen, weil sie „zu teuer“ sind?
  • Ich bin manchmal ein schwieriger Kunde: 3 ungute Züge, die ich an mir selbst entdeckt habe.

Einen Realitäts-Check machen

= Achtung, hier geht es um schonungsloses Hinsehen: Mit dem Reality Check gibst du nicht nur Anregungen, dass man mal was näher hinterfragen könnte, sondern es geht um Fakten und manchmal um einen nötigen kalten Eimer Wasser.

Beispiele für Plankton-Arbeitstitel:

  • 9 von 10 Selbstständige nehmen Dumpingpreise und merken es oft nicht mal – und Sie?
  • Wenn sich Freunde so verhalten, ist es besser, ihnen den Laufpass zu geben.
  • Bist du zu feige, mit Kunden Klartext zu reden?

Deinen Lesern auf die Füße steigen

= Das Tun, Dranbleiben, Realisieren von ToDos oder Zielen ist Dauerbrennerthema bei allen. Ein Text, der bei eigenem Verhalten und Versäumnissen ansetzt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei deinen Lesern etwas tut.

Beispiele für Plankton-Arbeitstitel:

  • Wenn du jeden Auftrag annimmst, machst du was falsch.
  • Akzeptieren andere dein NEIN nicht, ist es zu missverständlich.
  • Dein Hund bellt nonstop, wenn er alleine ist. Das ist deine Schuld!

Zur Erinnerung:

Dein Plankton-Arbeitstitel muss klar auf den Punkt bringen, worauf dein Text rausläuft. Hinterher, wenn der Artikel steht, kannst du die Überschrift immer noch polieren oder freundlicher machen. Mehr zum Schreibwerkzeug Arbeitstitel.