Struktur

Übung: viele Gründe finden

Übung-Symbolbild - Bleistift mit Noitzblock auf Holzbank

= eine sehr gute Übung, die dich in die Breite und Tiefe bringt

So geht’s:

Schritt 1:

Such dir ein kleines, konkretes Plankton-Thema aus, sonst wird die Aufzählung zu willkürlich!

Schritt 2:

Du nimmst dir eine Anzahl vor, die du anpeilen willst. Bitte realistisch ins Verhältnis zum Thema setzen. Es ist bei der Übung egal, ob du die Zahl genau erreichst. Aber die Erfahrung zeigt: Wer sich nichts vornimmt, hört zu früh mit dem Denken auf.

Auch kommt es vor, dass die ersten Punkte, die dir einfallen, zu riesige Brocken sind, die eigentlich aufgeteilt werden sollten. Darum hilft es dir, wenn du dir eine ambitionierte Zahl vornimmst.

Schritt 3:

Brainstorme, welche aussagekräftigen Punkte dir einfallen. Dabei ist die genaue Qualität der Punkte erst mal egal. Es wird im Brainstorming passieren, dass du sehr ähnliche Ideen hast oder dass zu kleinteilige oder zu große Punkte aufkommen. Das ist total okay! Dafür ist es ja ein Brainstorming, um zunächst prinzipiell alles anzudenken.

Wie bei jedem guten Brainstorming bitte nicht aufhören, sobald der erste Gedankenschwall durch ist. Zunächst kommt immer erst das Naheliegende raus. Schau dir an, was du bisher hast und dann ergänze. Es kommen noch zwei, drei weitere Gedankenwellen!

Schritt 4:

Wenn du fertig bist, schau dir die Qualität deiner Punkte an:

  • Welche Gründe sind arg ähnlich, lassen sich also gut zusammenfassen?
  • Was ist sehr groß oder/und schwammig, sodass du es jetzt weiter aufsplitten willst?

 

Soweit die Übung!
Das kannst du immer wieder zwischendurch mal machen, auch im Zug oder wenn du wo warten musst. Es ist ein perfektes Training, sich differenzierter mit deinen Themen auseinanderzusetzen.

 

Schritt 5:

Solche „Trockenübungen“ sind natürlich nicht nur enorm hilfreich, weil du lernst, stärker aufzudröseln und zu begründen, sie bieten außerdem die perfekte Struktur, um einen XX-Artikel draus zu machen. 

Zum Beispiel kann das bearbeitete Ergebnis der Übung so aussehen:

10 Gründe, einen Auftrag nicht sofort anzunehmen

  • Weil du gerade eh schon zu viel an der Backe hast.
  • Weil du es nicht kannst, bisher keine Erfahrung hast.
  • Weil du auf die Schnelle nicht überblickst, was alles damit verbunden ist.
  • Weil es dich nicht wirklich fordert.
  • Weil du keine Lust drauf hast.
  • Weil sich die inneren Alarmglocken melden.
  • Weil du deine Zeit auf andere Weise gewinnbringender einsetzen kannst.
  • Weil es zu schlecht bezahlt wird.
  • Weil es gar nicht bezahlt wird.
  • Weil es nicht (mehr) das ist, was du machen möchtest.

Daraus lässt sich jetzt sehr flott mit ein paar näheren Erklärungen ein XX-Artikel schreiben à la 25 Gründe, warum auf deine E-Mail keine Antwort kommt.