Blog + Newsletter

Bloggen/Newsletter: Deine Veränderungen über die Jahre?

Übung-Symbolbild - Bleistift mit Noitzblock auf Holzbank

Für alle, die mindestens ein Jahr bloggen oder einen Newsletter herausgeben, habe ich heute eine besondere Aufgabe: Vergleich mal alt mit neu – und nimm die Veränderungen wahr.

  • Druck dir zwei aktuelle Artikel aus – und dann jeweils ein Jahr zurück wieder zwei. Hat dein Blog oder Newsletter schon einige Jahre auf dem Buckel, kommt ein kleiner Stapel zusammen. Wähl die Artikel nicht großartig aus, es geht uns nur um den Abstand von einem Jahr.
  • Schreib mit einem dicken Stift vorne drauf die Jahreszahl.
  • Und dann lies dich mal aufmerksam vom aktuellsten Jahr zurück durch deine vergangenen Texte.

Was hat sich über diese gesamte Zeit an deiner Schreibe verändert?

„Nichts!“

Wenn sich nichts getan hat, deine Texte also von der Art und vom Stil her identisch klingen, dann stimmt was nicht! Denn dann trittst du schreiberisch auf der Stelle. Das regelmäßige Schreiben verändert immer etwas, sofern du einen persönlichen Mitteilungsdrang hast. Sogar ohne bewusst eingeflochtene Veränderungen.

… außer das Schreiben ist etwas, das du nach Schema F machst, ohne dich so richtig einzubringen. Doch wenn das der Fall ist, dann wäre es wichtig, abzuklopfen, ob ein Newsletter oder Blog tatsächlich die beste Marketingmaßnahme für dein Business ist – denn wenn Texte sehr neutral sind und bleiben, dann springt recht wenig auf deine potenziellen Kunden über = die Ergebnisse, die ein Blog oder Newsletter für dein Business bringen könnten, verpuffen.

„Es ist anders geworden – besser, weil …“

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du merkst, dass sich Einiges verändert hat über die Jahre. Es ist sehr motivierend, das differenziert wahrzunehmen: Bist du lockerer geworden? Schreibst vielseitiger? Merkst du, dass du lebendiger formulierst als früher? Sprichst vielleicht persönlicher mit deinen Lesern? Oder gehst neuerdings öfter mal aus der Deckung, indem du mehr von dir preisgibst? Vielleicht stellst du fest, dass du über die Jahre deine Artikelformate verändert hast? Oft entwickelt man eine gewisse Routine, sodass Texte nach einiger Zeit gleich klingen – wer regelmäßig schreibt, probiert schon mal was anderes aus … und erweitert fast unbemerkt sein Repertoire.

Was sich meistens durchs ständige Schreiben deutlich verbessert: Das schlüssige Durchführen, Strukturieren von Texten und klareres Auf-den-Punkt-bringen von Informationen.

Geh deine Texte mal durch und notier dir in aussagekräftigen Stichpunkten, was du besser findest in den neueren Artikeln. Das können Kleinigkeiten sein!

„Es ist nicht mehr so gut, weil …“

Auch das kann passieren: Du merkst, dass frühere Texte besser waren. Irgendwie spritziger oder einfach nur engagierter.

Gerade beim Bloggen ist bei vielen nach einigen Jahren die Luft raus, weil es zur Routine geworden ist oder weil mangelnde Resonanz dazu führt, dass man weniger veröffentlicht. Es kann sogar sein, dass dein Fachgebiet dich nicht mehr so reizt wie früher.

Schreib dir unbedingt konkret auf, woran du es festmachst, wenn dir die neuen Texte nicht mehr so gut vorkommen, wie die früheren: Was genau meinst du damit? Was ist da los? Inwiefern waren die alten „besser“, was ist abgefallen in deinen Augen?

 

So nimmst du Fortschritte wahr (juhu!). Das motiviert und du merkst außerdem, an welchen Schrauben du drehen möchtest.

 

 

Kategorie: Blog + Newsletter

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Seit 1999 bin ich selbstständig, seit einigen Jahren aufs Schreiben spezialisiert. Das Wichtigste, wenn man Neues lernen und besser werden möchte, ist das Dranbleiben. Damit das gelingt, braucht es Neugier und Spaß an der Sache. Das wiederum erfordert, dass man sich traut, nicht perfekt zu sein.