Themenwahl

7 x Plankton-Arbeitstitel üben

Dann lasst uns mal eure Planktonmuskeln stärken:

Such dir aus einem Fachgebiet eine Themenfacette raus. Zum Üben braucht das übrigens nicht mal was Berufliches sein. Du kannst Plankton aus einem Hobby oder Interessengebiet brechen. Das ist oft sogar besser, weil es leichter fällt, sich auf wirkliche Details einzuschießen. Mach also ruhig die Übungen mal durch mit Alltagsthemen wie „Kuchen backen“. Das geht wunderbar, unabhängig davon, ob du dich super auskennst oder eben gar nicht. Beide Sichtweisen helfen dir dabei, klein und konkret zu denken.

Wichtig: Es heißt nicht umsonst Plankton. Also wirklich klitzeklein und handfest werden!

Beispiele:

KEIN PLANKTON: Selbstmanagement im Home-Office
PLANKTON: Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

KEIN PLANKTON: Kochen für Anfänger
PLANKTON: Kochen – die Basics rund ums Würzen

KEIN PLANKTON: Hund trainieren
PLANKTON: Hund an der Leine führen

KEIN PLANKTON: Gesundheitlich vorsorgen
PLANKTON: Immunsystem mit Essen stärken

Du bist immer dann beim Plankton, wenn du wirklich einen konkreten Aspekt rausgreifst.

Schon bei meinen vier Beispiel-Planktons wird klar: Das könnten eigene Kategorien eines Blogs sein, oft könnte man sogar ein ganzes Blog dazu über Jahre füllen! Das bedeutet: Zu jedem dieser kleinen Themen kann man unzählige Artikel schreiben, die alle nebeneinander stehen könnten.

Das ist das Tolle, denn durch das Plankton geht dein Text viel tiefer – du machst keine Rundumschläge und du frühstückst Themen nicht oberflächlich ab:

  • Dadurch werden deine Artikel anders als das, was überall sonst schon steht.
  • Deine Texte gehen viel tiefer rein und sind dadurch eindringlicher und nützlicher.
  • Du kannst über Dinge schreiben, die dir wirklich wichtig sind und die dich – und deine LeserInnen am meisten interessieren.
  • Und du drückst von vornherein deinen eigenen Stempel auf.

Im zweiten Schritt geht es um den Arbeitstitel: Die vorläufige Überschrift, die nur für dich da ist. Der Plankton-Arbeitstitel darf länger werden, er darf umgangssprachlich klingen oder holprig. Den sieht kein Mensch außer dir. Er hat aber eine sehr spezifische Aufgabe: Er muss klipp und klar beinhalten, worauf GENAU du im Artikel hinauswillst. Das muss also dastehen.

Meine Kunden und BlogleserInnen kennen sich mit dem Plankton bestens aus. Wenn du noch nicht weißt, was ich damit aufs Schreiben bezogen meine oder du lieber noch mal nähere Erklärungen samt Beispielen nachlesen willst: Schreib-Basics

Jetzt du:

Hier kommen sieben verschiedene Ansätze, welchen Dreh du deinem Plankton-Thema geben kannst. Ich ziehe zwei der obigen Beispiele durch, damit du besser nachvollziehen kannst, wie viel Aussagekraft gefordert ist und wie vielseitig deine Möglichkeiten sind.

Du kannst entweder pro Variante einen Plankton-Arbeitstitel zu deinem Thema finden. Oder mehrere, etwa zu jedem drei. Oder du nimmst dir immer mal zwischendurch eine Variante vor und machst Brainstorming nach dem Motto „so viele wie möglich“.

Wichtig: Durch die Arbeitstitel bringst du immer wieder einen neuen Aspekt zu einem Plankton-Thema. Es ist nicht „dasselbe in anderen Worten“ gefragt!

Gucke:

1. Was ist …/warum ist …?

= reiner Erklärtext, u. a. Nützliche Quickie-Varianten: Was ist eigentlich? 

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • Was ist eigentlich „Getting Things Done“ (GTD)?
  • Was bedeutet der Biorhythmus fürs Arbeiten zuhause?

b) Hund an der Leine führen

  • Was ist ein Martingale-Halsband?
  • Warum ist es vorteilhaft, die Hundeleine in beiden Händen zu halten?

Bitte aufpassen:

2. Frage-Antwort-Formate

Zu Frage-Artikeln gibts einiges im Blog, u. a.:

Das „XX“ ist mein Platzhalter für die Anzahl. Meiner Erfahrung nach ist es gut, in deinem Plankton-Arbeitstitel eine ungefähre Zahl zu schätzen. Die richtet sich nach der geplanten Länge des Artikels (wenn du einen kurzen Artikel planst, musst du das vorher wissen, weil die Größe des Themas und der Umfang natürlich zusammenpassen müssen). Du bist mit der Anzahl im ARBEITSTITEL aber nicht verheiratet. Im darauffolgenden Schritt legst du ja genauer fest, was zur Sprache kommt – idealerweise in einem Konzept – und da kann dann aus sieben eine fünf werden, o. Ä.

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • „Bin ich wirklich produktiver, wenn ich E-Mail- und Social Media-Zeiten festlege?“ – 7 Fragen mit einigen überraschenden Antworten
  • Ein Interview mit mir selbst, wie ich Familienmitgliedern klare Grenzen setze, wenn ich arbeite

b) Hund an der Leine führen

  • 1 Frage, 3 Antworten: Was tun, wenn dein Hund sich gegen die Leine stemmt oder auf den Boden wirft und streikt
  • Warum ich als Hundetrainerin generell davon abrate, deinen Hund mit fremden Hunden spielen zu lassen – 6 Fragen, die mir dazu oft gestellt werden

3. XX-Artikel

Was genau das ist, habe ich hier erklärt: Warum der XX-Artikel dein Schreibfreund ist. Wenn du ihn lässt.

Außerdem bereits im Blog:

Das XX-Format führe ich extra auf, weil es einfach ist, in diesem Format zu denken. Oft sind natürlich die Themen, die rauskommen eine Variante der anderen hier aufgezählten Aufhänger, also zum Beispiel ein „XX Meinungstext“ oder es geht um eine persönliche Erfahrung.

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • 100 Tipps für mehr Motivation, wenn du dich schlapp, lustlos und genervt fühlst
  • 7 Gewohnheiten, die deiner Leistungsfähigkeit im Home-Office früher oder später das Genick brechen

b) Hund an der Leine führen

  • 5 Dinge, die ich als Anfänger-Hundebesitzer rund ums Leinentraining gerne vorher gewusst hätte
  • 3 einfache Trainingsdrills, um deinem Hund auf gute Weise das Ziehen an der Leine abzugewöhnen

4. Meinungstexte

mehr:

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • Kleb nicht an Arbeitstagen, sondern nimm dir klare Ergebnisse vor – viel zu viele Selbstständige sitzen am heimischen Schreibtisch ihre acht und mehr Stunden ab, doch Produktivität misst sich anders!
  • „Multitasking ist blöd“ tönt es von überall her: Ich plädiere für kluges Multitasking, gerade im Home-Office schaffst du damit sehr wohl mehr

b) Hund an der Leine führen

  • 90 % aller Hundehalter dürften ihren Hund nie frei laufen lassen! – Welche Voraussetzungen es bei Hund, Halter und ihrem Zusammenspiel gibt, damit es ohne Leine geht
  • Hat oder macht dein Hund Stress an der Leine, wenn du in der Stadt unterwegs bist? Das kannst du reduzieren, indem du Strecken änderst und öfter mal rechtzeitig die Straßenseite wechselst (Bitte kein „Augen zu und durch“!)

An dieser Stelle noch mal die Erinnerung: Der Plankton-Arbeitstitel ist FÜR DICH da! Darum ist er manchmal etwas länger, darum stelle ich einen klaren Kontext her. Wir Autoren müssen daraus klippt und klar erkennen, worauf der Text genau abzielt.

5. Offener Brief

Eine weitere schöne Sonderform ist der offene Brief, über den ich schon geschrieben habe.

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • Offener Brief an meine innere Eule: Ich krieg dich schon noch zur Lerche!
  • Ein offener Brief an alle „Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf!“-Prediger: Ich bin ein augenscheinlicher Chaot und arbeite damit wunderbar

b) Hund an der Leine führen

  • Offene Worte an die verdammte „Der will nur spielen“-Fraktion, die ihre Hunde frei laufen lässt oder extra ableint, wenn ich mit meinem Hund daherkomme
  • „Hören Sie endlich auf, Ihren Hund zu würgen!“ – Ein Brandbrief an die Zieher, Reißer und Würgehalsbandnutzer

6. Pro und contra

Eine sehr gute Variante des Meinungstextes ist es, Vor und Nachteile zu beleuchten – mehr dazu: Themenideen – Die Nachteile von …

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • Pro und contra: „strenge Bürozeiten“ beim Arbeiten zuhause
  • Die Vor- und Nachteile fest eingeplanter kurzer Pausen mit Timer

b) Hund an der Leine führen

  • Für und wider: Den Hund angeleint lassen, wenn ein freilaufender Hund auf uns zuläuft?
  • Pro und contra Flexileine

7. Meiner Erfahrung nach

Hier plauderst du aus dem Nähkästchen: Eine eigene Erfahrung im Zentrum. Das können auch Selbst-Experimente sein [abgeschlossene oder laufende].

a) Arbeitsrhythmus und Struktur im Home-Office schaffen

  • Wie ich am Anfang meiner Selbstständigkeit im Home-Office kläglich gescheitert bin, weil ich rund um die Uhr nur noch gearbeitet habe, und mit welchen Maßnahmen ich die Kurve gekriegt habe
  • Mein Produktivitäts-Katalysator: Ein Stundenplan (ja, so einer wie früher in der Schule!) – Warum ich damit bestens fahre und wie meiner aussieht

b) Hund an der Leine führen

  • Mein Hund läuft super an der Leine, aber wenn uns ein anderer Hundehalter entgegenkommt, werde ICH supergestresst und dann wirds chaotisch
  • Warum ich meinen Hund nie unangeleint laufen lasse, nicht mal auf der Hundwiese

Das Plankton ist dein Freund!

Diese Übung immer mal zwischendurch ist super, weil du trainierst, differenzierte und aussagekräftige Themen festzulegen. Und du schaffst dir eine Halde unzähliger Themenideen für dein Blog oder den Newsletter.