deine Website

7 x deine Website verbessern

Eine kleine Checkliste für dich, die du mal eben flott durchgehen kannst.

Natürlich gibts rund um die Website noch viel mehr zu sagen. Heute rücke ich dir sieben Punkte ins Blickfeld, die manchmal als selbstverständlich übersehen werden und häufig Optimierungspotenzial bieten:


1. Was ist mit deiner Webadresse?

Bei den meisten wird dieser Punkt okay sein: Entweder nutzen sie ihren Namen, einen Hinweis auf ihren Beruf oder Kernpunkte ihres Fachgebiets beziehungsweise einen Slogan. Und doch gibt es bei Webadressen natürlich Suboptimales:

  • Adressen, die sehr schwer zu merken sind
  • Adressen, die kompliziert oder besonders geschrieben werden
  • nicht arg übliche Endungen
  • Schlagwörter, die nicht mehr zum aktuellen Business passen

Hast du eine eher suboptimale Adresse, dann kommt es drauf an: Ist sie unter deinen bestehenden Kunden oder durch andere Marketingmaßnahmen einigermaßen etabliert? Wenn nein: Nimm eine neue. Wenn ja: Es ist möglich, eine weitere Webadresse zu verwenden, sodass deine alte dennoch aktiv bleibt.

2. Geht dein Header aussagekräftiger?

Den Kopf deiner Seite, also das, was ganz oben steht, nimmt man sofort wahr. Was steht da?

Bei Einzelunternehmen ist das meistens der Name – und sonst? Ruf deine Website mal auf, denn der Header ist wieder sowas Selbstverständliches, das man gar nicht mehr groß wahrnimmt. Achte drauf, was dasteht – inklusive Layout. Bei manchen Websites finden sich riesige Bilder, aber kaum Informationen.

Ich sehe sogar immer mal Websites, wo EinzelunternehmerInnen total vergessen, ihren Namen irgendwo hinzuschreiben, außer im Impressum!

In den meisten Headern steht:

  • Firmenname oder nur Name
  • Berufsbezeichnung, Slogan, …

Doch das heißt noch lange nicht, dass diese Infos wirklich aussagekräftig sind! Also schau dir den Header mit den Augen einer völlig fremden Person an: Was steht denn da nun wirklich? Kann man tatsächlich auf den ersten Blick erkennen, womit man bei dir richtig ist?

Ein gutes Beispiel sind die vielen „Coaches, Trainer, Berater“ oder „Coaching + Seminare“, etc. Ja aber wofür? Sogar eine Kombi mit Slogan sagt nicht immer klar, was du tust.

3. Wie sieht deine Website in einer anderen Größe aus?

Meistens hat man ein bevorzugtes Endgerät – die einen schauen hauptsächlich auf kleineren Displays, die anderen auf größeren. Wenn du deine Website aber immer nur in einer Größe siehst, dann fällt dir eventuell gar nicht auf,

  • wenn was ungünstig verrutscht,
  • wenn Überschriften oder Bilder für kleinere Displays viel zu klobig sind und das Erfassen der Inhalte erschweren,
  • oder dass bei kleineren Displays bestimmte Informationen, etwa der Seitenbalken, nach unten rutscht.

Darum zieh einfach mal dein Browser-Fenster schrittweise kleiner, oft gibt es bis zu drei verschiedene Darstellungsweisen der Seite. Dann fällt dir nämlich schnell auf, ob eine zentrale Information wo hinrutscht oder unsichtbar wird, die du eigentlich lieber im Blickfeld der Zielgruppe hättest.

4. Wie würde deine Navigation mehr aussagen?

Das Menü soll die Leute direkt dorthin führen, wo sie hinwollen. Es soll außerdem – in Verbindung mit deinem Header – möglichst viel über dein Angebot preisgeben.

Darum empfehle ich meinen Kunden beispielsweise immer, ihr Business in klare Säulen zu sortieren (oder nach Zielgruppe, wenn es fürs Unternehmen sinnvoll ist) und möglichst keinen allgemeinen Punkt „Leistungen“ zu machen. Die Hauptnavigation ist die prominenteste Stelle, die du hast: Also lass die Menüpunkte sprechen!

Dazu gehört durchaus, Standards zu nutzen. Also „Blog“ hinzuschreiben, wenn du bloggst, und nicht stattdessen „News“.

Wohlgemerkt: Es geht hier ums Optimieren. Ich sage nicht, dass alles andere schlecht ist. Die Frage ist: Wie/was möchtest du für dich eventuell verbessern? Wenn du happy bist, sei happy! 🙂

5. Wie aktuell, dosiert und freundlich sind deine Bilder?

… damit meine ich jetzt generell die Fotos auf deiner Website und eigene Porträts. Das Grundlegende zuerst: Der insgesamte Look sollte natürlich aus einem Guss sein. Das ist besonders wichtig, wenn du dein Fotomaterial aus Agenturen hast – die Bildsprache, Stil, etc. sollte rund sein, damit kein Flickwerk-Eindruck entsteht. Das erwähne ich deshalb, weil manche eigentlich sehr schöne Ideen haben, wie sie ihre Seiten bildhaft bestücken, aber dann finden sie zu einem oder zwei Themen kein so richtig gutes Bild, brauchen aber noch eins … So kommt es dann manchmal zu faulen Kompromissen (die man in der Regel schon kennt).

Mit der Dosis meine ich die Anzahl und die Größe der Bilder, vor allem eigener. Bei einigen Web-Layouts sind gewaltige Fotos oben – die eigentlichen Inhalte sind nur durch Scrollen erreichbar. Das ist verschenktes Potenzial, denn das, was der Leser ohne Scrollen sieht, ist immer ein besonders prominenter und damit für dich wichtiger Platz.

Kommen wir zur Freundlichkeit: Es ist total okay, nicht direkt in die Kamera zu schauen und du brauchst nicht mal zu lächeln. Vielleicht geht es dir wie mir und du lässt dich nicht gern fotografieren. Dann kann selbst bei einem professionellen Shooting ein rechter Krampf rauskommen, dann wirkst du vielleicht etwas unnahbar oder so, als sei nicht gut Kirschen mit dir essen. Das kann dann eher abschrecken – besonders wenn es um potenzielle Neukunden geht.

6. Wie persönlich sind deine Texte? – Bewerte spontan!

Damit meine ich jetzt keine großartige Analyse … und wahrscheinlich kennst du die Antwort bereits. Klick dich einfach ein wenig durch deine Website und bleib wahllos an einigen Stellen hängen:

  • Wie sehr klingt das nach dir?
  • Wie persönlich gehst du auf die Situation/Bedürfnisse deiner Zielgruppe ein?
  • Wie sehr redest du mit deinen Lesern?

Es geht momentan nicht um die Inhalte und ob alles drin ist. Es geht ums Wirken und den Draht. Nimm dir irgendeinen Maßstab – eine Skala von 1 bis 10 oder einfach ein „bin total ich“/“klingt eher neutral“ … einfach dass du querbeet mal aussprichst, was dein Eindruck von den Webtexten ist. Das ist entweder Bestätigung oder ein Startblock dafür, um im nächsten Schritt näher in deine Webtexte einzutauchen.

7. Wie direkt kommt man an deine Kontaktdaten?

Leider gibt es bereits seit vielen Jahren die Tendenz, die Kontaktdaten ins Impressum zu verbannen. Ich schätze, bestimmt ein Drittel der Websites, die ich besuche, haben auf der Kontaktseite ein Formular – aber keine direkte Adresse und Telefonnummer.

Es geht um die generelle Frage: Wie einfach machst du es deiner Zielgruppe, dich zu erreichen?

Damit meine ich auch, über den Weg zu erreichen, der dir am liebsten ist. Denn es kann sein, dass du nicht ständig angerufen werden willst und darum die Kontaktdaten eher versteckst. Dabei wäre es besser, den bevorzugten Kanal mehr in den Mittelpunkt zu rücken oder klar auszusprechen.

 

Ein ausführlicheres Formular, mit dem du Inventur machen kannst, kannst du hier herunterladen.