deine Ziele

4 x Tages-Todo

Die Auswirkungen von Corona begleiten uns jetzt einige Wochen. Wir Menschen sind ja glücklicherweise anpassungsfähig, und nach dem ersten Einfinden in die aktuelle Ausnahmesituation, geht es jetzt daran, das Beste draus zu machen und vor allem nach vorne zu blicken. Das spiegelt sich in den Anliegen wider, die ich zurzeit vorrangig im Coaching bearbeite:

  • Die einen gehen große Projekte an: Ich habe gerade einen Schwung Buchkonzepte und es kommen immer wieder Anfragen zum Aufbau einer Online-Schiene. [Buchprojekte kann ich momentan leider keine weiteren mehr annehmen und Online-Business mach ich gar nicht.]
  • Die anderen machen sich an die Akquise.

Jetzt, wo es bei vielen einen Einbruch gibt, ist es wichtig, dein Business voranzubringen. Ich lege dir ans Herz, täglich folgende ToDos zu machen – das können superkleine Schritte pro Tag sein! Wenn du 5-15 Minuten jeweils investierst, macht das nicht mal eine Stunde aus, in der du gezielt dein Business voranbringst.

Such dir was aus!

Ich hatte erst 7, weil die Reihe ja 7 x 7 heißt – aber ich weiß nur zu gut, dass die meisten Menschen sich eben keine kleinen Häppchen vornehmen, sondern dann doch zu große Brocken auf einmal abbeißen. Dann wird es zu viel, man verliert den Elan und das wars dann.

Darum sind es jetzt nur vier. Unbedingt klein bleiben, aber dafür konsequent täglich machen. 🙂

1. Nimm Kontakt zu einem deiner Kunden auf

Mit „Kontakt“ meine ich qualitativen Kontakt, keine Werbemail oder Akquise-Anruf. Marketingmaßnahmen kannst du jederzeit separat anstoßen, doch für unsere Tages-Todos denk bitte individuell und persönlich:

  • Melde dich bei täglich bei einem deiner aktuellen Kunden. Wir sind als EinzelunternehmerInnen in einer besonderen Lage: Wir kennen unsere Kunden enger als große Firmen. Wir haben meist einen sehr persönlichen Draht. Es gibt Lieblingskunden. Wir wissen viel. Such dir jeden Tag einen Kunden aus, bei dem du dich gerne rühren magst. Ganz ohne Taktik! Vielleicht willst du jemanden via Facebook grüßen, mal durchklingeln oder eine nette Postkarte als Lichtblick schicken. Vielleicht magst du einen Hinweis auf einen interessanten Artikel weiterleiten oder einen Tipp oder Zuspruch geben, weil du die aktuelle Situation der Person/Firma/Branche kennst. Oder dir fällt eine Anekdote oder ein Insiderscherz ein. Bitte nicht in Werbung abdriften, sondern von Mensch zu Mensch dich immer nur bei einer Person richtig qualitativ melden.
  • Überleg auch bei den Kunden, mit denen du nicht sooo eng Kontakt hast, oder bei Leuten, mit denen du kürzlich was gemacht hast (oder schon länger her): Wen und was gibt’s da, wo ich LUST habe, mich einfach so zu rühren, Hallo zu sagen, einen Hinweis zu geben oder nachzufragen, wies so geht?

Es ist nicht nur total schön, dass du von dir hören lässt, und das eben ganz persönlich. Es ist für dich eine gute Gelegenheit, dich mit den Menschen, mit denen du arbeitest, näher zu befassen, zu überlegen: Wie stehe ich zu der Person? Wie persönlich will ich werden? Was will ich rüberfunken?

2. Hau was weg

Erneut geht es nicht um große Aktionen, sondern darum, …

  • Dich von was zu trennen, z. B. Papiere oder Ideen, die du gar nicht mehr brauchst. Mal endlich das E-Mail-Postfach ausmisten. Digitale Notizen durchforsten.
  • Auf dem Schreibtisch oder in der Schublade schauen, was unnötig ist und nur rumliegt. Denk dran, dass sich in Schränken oder Ordnern oft Zeug versteckt, das nicht mehr geht oder nicht mehr gebraucht wird (alte Ladekabel von nicht mehr existierenden Geräten; Stifte, die nicht mehr gehen; Papiere, die längst nicht mehr aktuell sind und keiner Aufbewahrungspflicht unterliegen, …).
  • Weghauen kann bedeuten: Jeden Tag einen Newsletter abbestellen, den du gar nicht mehr haben willst.
  • Hier gelten außerdem Überlegungen: Will ich irgendeine Leistung oder Zielgruppe künftig nicht mehr bedienen? Dann ist jetzt eine gute Gelegenheit, dir darüber klarzuwerden und Entscheidungen zu treffen. Sogar, wenn du sagst „momentan muss ich noch alles mitnehmen, was geht, aber wenn es sich wieder stabilisiert hat, werde ich dieses und jenes abschaffen oder ausschleichen“.

Und noch mal die Erinnerung: Mit „1 am Tag“ gilt alles, was eins ist. Wenn du also nur einen alten Stift wegwirfst, der nicht mehr schreibt, ist dieser Punkt abgehakt.

3. Organisier dich besser und machs dir schöner!

Schau dir deinen Arbeitsplatz an – inklusive Computer/Smartphone – und mach jeden Tag irgendwas Kleines, das dich besser sortiert:

  • Vielleicht hast du Lust, dir eine schönere Ablage oder bunten Stifteköcher zu besorgen, um äußerlich frischen Wind reinzubringen. Vielleicht wolltest du schon lange auf ein neues System umsteigen (Denk dran: Kleine Häppchen – an einem Tag mal nur einkaufen. Erledigt. Am anderen Tag Schildchen beschriften. Erledigt. …)
  • Oder du hast Lust, dein Büro oder Arbeitseck umzustellen, alles mal gründlich aus- und umzuräumen. Vielleicht blendet die Sonne teilweise ungünstig in den Monitor, und da wolltest du schon länger mal Abhilfe schaffen. Oder du brauchst mehr Stauraum oder eine freie Arbeitsplatte.
  • Daten-Backup nachholen oder endlich mal was dazu einführen.

Sofern du was Größeres in Angriff nimmst, begrenz dir die Zeit auf „Nur 10 Minuten“.

4. Mach eine Kleinigkeit bei deiner Online-Selbstdarstellung

Die meisten Einzelunternehmen haben irgendwas online: die eigene Website, einen oder mehrere Social-Media-Profile, Einträge in Datenbanken von Verbänden, … Meistens gibt es viele Kleinigkeiten zu verbessern. Einige Anregungen, wie du deine Website verbessern kannst, habe ich kürzlich schon gegeben.

Doch heute meine ich Kleinigkeiten, die du bisher vernachlässigt hast oder aktualisieren solltest: Vielleicht einen umständlichen Namen aktualisieren, ein neues Profilfoto oder die Kurzbeschreibung aufmotzen. Ich erlebe es auch erstaunlich oft, dass Leute ihre eigene Webadresse haben, aber dann mit einer gmail- oder gmx-Adresse auftreten.

Geh alles, was du online machst durch: Du wirst auf jeder Plattform zig Kleinigkeiten finden, die du flott aktualisieren kannst. Denk dabei u. a. an deine Passwörter …

 

To do klingt immer so anstrengend
Doch du siehst: Das sind wirklich pipikleine Häppchen, die Lust drauf machen, als EinzelunternehmerIn nach vorne orientiert zu agieren. In diesen kontunierlichen Schritten steckt die Lust, sich ums eigene Business zu kümmern. Das bringt unseren Motor in Gang, was in der momentanen Zeit besonders wichtig ist. Das Tun, selbst auf so banal wirkender Ebene, sorgt für innere Bewegung. Es geht was voran, und damit kommt eine Spirale in Gang, denn wer tut und denkt und sich mit sich befasst, der bekommt zwangsläufig neue Ideen und Energie. Wenn du Glück hast, wirst du rückblickend sagen: So saublöd das war, die Trudelei meines Business hat mich auf großartige neue Schienen gebracht!