Lesernutzen

3 nützliche Fragen beim Schreiben

Ob als Themenaufhänger, um Aha-Effekte zu ermöglichen, die Gedanken deiner Leser zu lenken – Fragen sind ein wertvolles Werkzeug, wenn es ums Schreiben geht.

Jetzt gibt es natürlich viele Möglichkeiten und Einsatzgebiete für Fragen, auch als Stilmittel und um deine LeserInnen durch den Text zu führen. Heute picke ich drei heraus, die deine Inhalte bereichern und ein exzellentes Sprungbrett sind, um auf Themen zu kommen.

1. Fragen, die Vorbehalte, Zweifel + Widerspruch vorwegnehmen

Als Fachleute wissen wir, wo sich weitere Fragen, Fallstricke, Vorbehalte oder Widerspruch verbergen. Es ist gut, diese im Text vorwegzunehmen, denn sonst laufen gute Tipps und Informationen ins Leere.

Indem du Fragen, die sich der Leser stellt, von dir aus ansprichst, hilfst du über Hürden hinweg + stärkst deine Glaubwürdigkeit.

Aktiv Widerspruch aufzugreifen, wirkt souverän.

Als Themenaufhänger genutzt:

Such dir ein Thema, wo du weißt, es gibt innere Barrieren oder andere Auffassungen, die du aktiv im Text aufgreifen oder ausräumen willst.

z. B. Ein Kommunikationstrainer rät in einem Artikel dazu, andere zu unterbrechen.

Plankton-Arbeitstitel: Warum ist es keineswegs unhöflich, sondern sogar sinnvoll, dass du deine Gesprächspartner immer wieder mal unterbrichst?

2. Fragen, die die Komplexität einer Sache aufbrechen

Bei erklärungsbedürftigen Methoden oder Begriffen kannst du deinen Text ganz oder teilweise mit Fragen aufbauen. Unter anderem, um dafür zu sensibilisieren, dass eine Angelegenheit komplexer ist, als der Leser denkt:

  • mit Fragen, die verschiedene Aspekte einer Sache aufgreifen
  • mit Fragen, die aufeinander aufbauen, also die jeweilige Antwort vertiefen und ergänzen
Als Themenaufhänger genutzt:

Such dir einen erklärungsbedürftigen Begriff oder etwas, das gerne von Lesern unterschätzt bzw. falsch verstanden wird.

z. B.: Eine Heilpraktikerin will laienverständlich erklären, was Bluthochdruck ist und wieso er so eng mit der eigenen Lebensweise zusammenhängt.

Plankton-Arbeitstitel: Was passiert im Körper bei Bluthochdruck, warum ist er so gefährlich und was trägt dazu bei?

3. Fragen, die deine Leser ins Tun bringen

Die Motivation, wirklich etwas zu tun, steigt, wenn so richtig deutlich wird, was die Sache bringt: Warum ist das so/warum sollte ich?

Dann gibt es die „Wie geht das genau?“-Fragen, die dem Leser dabei helfen, etwas auf seine Situation anzuwenden.

Und es gibt die Reflexionsfragen, die darauf abzielen, dass du deine Leser gezielt an die Hand nimmst, wenn sie sich in Eigenregie über sich Gedanken machen sollen.

Als Themenaufhänger genutzt:

Such dir ein Thema, bei dem dein Leser etwas tun soll. Am besten nicht nur eine Reflexionsaufgabe, bei der du ihm Denkfragen gibst [Wie ist das bei mir?], sondern etwas ganz Praktisches, das ihm vielleicht sogar schwerer fällt.

z. B.: Eine Freundschaft beenden, wenn sie belastet oder man nur aus Höflichkeit beziehungsweise Mitleid weiter Kontakt pflegt.

Plankton-Arbeitstitel: Miste deine Freunde aus! – Darf ich das: Tschüss sagen zu Freundschaften, die mir nichts bringen, sondern sogar belasten?