Themenwahl

Themenidee: Die negative Eigenschaft, die positiv ist

Du nimmst eine Eigenschaft, die man eher als negativ oder hinderlich versteht, und zeigst auf, welche nützlichen Aspekte drinstecken:

  • Indem du sie aus einem anderen Blickwinkel betrachtest
  • oder aufdröselst, inwiefern die negative Eigenschaft in einem gewissen Kontext ganz oder teilweise zur Stärke wird.

zum Beispiel:

  • 5 Führungsbereiche, bei denen Ungeduld ein Vorteil ist
  • Jemand hat eine schwere Diagnose erhalten und Sie wissen nicht, wie Sie mit der Person reden sollen? – Humorvoll!
  • Neigst du bei Problemen zum Grübeln? Das ist gut, denn dann hast du auch diese drei Stärken.

Konkret werden!

„In der Tiefe steckt der Lesernutzen“, daran erinnere ich immer wieder. Diese Tiefe schaffst du, indem du jetzt konkret begründest, inwiefern die negative Eigenschaft positiv ist: Das ist, weil … 

Damit du das tun kannst, brauchst du wieder die weichenstellenden Fragen. Wenn du vorab definierst, wer die Zielgruppe ist, warum du gerade darüber schreibst und was der Leser wissen, können oder tun soll, kannst du den Text viel differenzierter ausrichten.

Schauen wir uns zwei Beispiele zum Grübel-Arbeitstitel an. A und B würden zu zwei verschiedenen Texten führen:

Beispiel A

Neigst du bei Problemen zum Grübeln? Das ist gut, denn dann hast du auch diese drei Stärken.

Für welche Zielgruppe ist der Text? sehr harmoniebedürftige Menschen, die nichts falsch machen wollen

Mein Ziel/meine Motivation? Grübeln hat ein Imageproblem. Das will ich geraderücken: Wenn man die Grübelei nicht nur negativ sieht, kann man mit den kreisenden Gedanken total viel für sich anfangen!

Die positiven Aspekte dieser Eigenschaft:

  • reflektierend – eine Fähigkeit, die nicht jeder hat: etwas nachträglich anzuschauen, durchaus selbstkritisch zu sein.
  • empathisch – Wer sich Gedanken macht, was er gesagt/getan (oder unterlassen) hat bzw. was das für Folgen hat, denkt sich in andere hinein
  • im Konsens: Es ist nicht immer möglich, allen alles recht zu machen, aber es anzustreben ist ein grundsätzliches „aufeinander Zugehen“ statt „jeder nur für sich“. Klar: mit Maß und Ziel.

Beispiel B

Neigst du bei Problemen zum Grübeln? Das ist gut, denn dann hast du auch diese drei Stärken.

Für welche Zielgruppe ist der Text? Führungskräfte, die sich schwer damit tun, Entscheidungen zu treffen

Mein Ziel/meine Motivation? Ewig zu grübeln, geht als Führungskraft nicht! Das schwächt die Entscheidungskraft. Ich richte den Fokus darauf, was gleichzeitig zum Entscheiden befähigt.

Die positiven Aspekte dieser Eigenschaft:

  • Ein Blick für Details: Klar „grübeln will gelernt sein“, doch drin steckt, eine Sache nicht zu pauschal zu betrachten, sondern differenziert hinzusehen
  • Ein Verständnis für Ursache und Wirkung: Alles hat Folgen, manchmal unschöne Konsequenzen. Das ist eine zentrale Fähigkeit für Führungskräfte!
  • Perspektivenwechsel: Wer grübelt, betrachtet eine Sache aus verschiedenen Blickwinkeln und Was- wäre-wenn-Szenarien.

 

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Seit 1999 bin ich selbstständig, seit einigen Jahren aufs Schreiben spezialisiert. Das Wichtigste, wenn man Neues lernen und besser werden möchte, ist das Dranbleiben. Damit das gelingt, braucht es Neugier und Spaß an der Sache. Das wiederum erfordert, dass man sich traut, nicht perfekt zu sein.