Alle Artikel in: Stil + Stilmittel

Wenn Sie was nicht mögen: Lassen Sie es bleiben!

Kürzlich bekam ich eine E-Mail von einem Blogleser, der mich zu Anreden fragte: „Sehr geehrte Frau/Herr“ fand er blöd, also schreibt er „werter“, was er aber auch nicht toll findet – aber immer noch besser als das „sehr geehrte“. Das bringt mich auf ein paar wichtige Punkte, die alle damit zu tun haben: SCHREIBEN IST FREIHEIT … und die Sie dabei unterstützen sollen, noch mehr Ihren eigenen Stiefel zu machen Stil reinzubringen.

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Stilmittel: Ich-Form

Wenn Sie Tipp-Texte schreiben – für Ihr Blog, einen Newsletter, Bücher oder Trainingsunterlagen – dann bietet sich manchmal die Ich-Form an: Man möchte ein Thema praxisnaher machen. Man konstruiert ein Beispiel aus der Eigenperspektive. Man will den Leser an seine Gedanken, Erfahrungen oder Verhaltensweisen hinführen. Es stimmt, dass die Ich-Form das wunderbar unterstützen kann. Sie kann aber genau das Gegenteil bewirken.

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Die Wiederholung als Klarmacher

Vor einem Jahr haben wir schon mal über das Stilmittel der Wiederholung gesprochen. Damals ging es um die Wiederholung als Verstärker. Eine etwas andere Art der Wiederholung ist es, in einem Text die gleiche Sache aus einem positiven und einem negativen Blickwinkel zu betrachten. Das bringt Ihren Lesern einen großen Zusatznutzen: Klarheit! Besonders nützlich ist das bei jeder Form von Anleitung. Sie wissen ja: Übungen und Anweisungen glasklar zu beschreiben, ist gar nicht so leicht.

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Wie groß ist der Verbiegegrad?

1991: Mein Chef in der Medienagentur runzelt die Stirn: „Wenn wir jemals mit einem Kunden vor Gericht ziehen müssen, werden wir gewinnen, weil du die korrekt formuliertesten Briefe schreibst. Aber das ist zu korrekt, es grenzt an Unfreundlichkeit!“ Er hat recht. In der Anwaltskanzlei habe ich jahrelang täglich distanzierte Briefe mit mehr oder weniger unterschwelligen Drohungen verschickt. Vom Plauderton war ich weit entfernt.

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