Schlagwort: lesefreundlich

Ratgeber schreiben: Test-Leser?

Stefanie schreibt:

„Ich frage mich, welche Fragen ich Testlesern für mein zweites Buch sinnvollerweise stelle …“

Fangen wir ein wenig vorher an. Wie so vieles, ist das Probelesen nämlich komplexer. Neben der Frage, ob man das überhaupt braucht, gibt es ein paar Kriterien, die relevant dafür sind, den richtigen Leuten zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen.

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Wann ist ein Text zu kurz oder zu lang?

Manche Sachen machen mich sauer. Zum Beispiel, wenn Leute dogmatisch behaupten, wie umfangreich ein Text sein darf oder muss. „Ein Artikel darf nicht zu lang sein, sonst liest ihn keiner!“ – „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Text nur so und so viele Wörter haben darf.“ – Uäch.

Es ist doch so:

  • „Den Leser“ gibt es nicht.
  • Relevant sind Aussagekraft und Nutzendichte.
  • Ist ein Text länger, muss er klar gegliedert sein.

Und über allem steht:

  • Du schreibst. Du hast deinen Stil. Oder solltest ihn haben. 😉

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Schriftgröße und Hintergrund

Am Mittwoch, als ich gerade den Text über Absätze veröffentlicht hatte, klingelt es an meiner Tür. Die Handwerker sind da, um Rauchmelder zu installieren. Bevor sie gehen, bekomme ich ein Blatt mit „Nutzerinformationen“ – farbig, A 4, einseitig bedruckt:

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Der Absatz

Ich hatte eh auf meinem Zettel, ein Plädoyer für den Absatz zu schreiben, weil mir manchmal in Workshops auffällt, dass Einige gewohnheitsmäßig alles hintereinanderweg schreiben.

Erst wollte ich mich aufs Konzipieren konzentrieren: Die eigene Ordnung in einem Text, damit man selbst schnell überblickt, was man schreiben wird.

Doch dann habe ich gestern nach Informationen zu meinem Smartphone gesucht und bin zufällig gleich auf zwei nützliche Artikel gestoßen, die fast unlesbar waren, weil die Informationen in riesigen Textwüste-Blöcken versteckt waren.

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7 Sorten von Gelaber

Ihr wisst: Wir alle labern. Beim von mir empfohlenen Schreibprozess – vom Plankton bis zum Feintuning – stellst du sicher, dass nichts Unnötiges im Text landet. Trotzdem wird dein Entwurf mit Gelaber gespickt sein. Weil das einen guten Entwurf ausmacht! Der soll ja quick & dirty sein.

Auch wenn du bisher frei Schnauze schreibst, kannst du wetten, dass du in deinen Entwürfen laberst. Mal mehr, mal weniger.

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Sei unterhaltsam!

Ich habe die Überschrift absichtlich so formuliert. Sie amüsiert mich. Wie absurd, jemandem zu befehlen, unterhaltsam zu sein!

Wir sind übrigens schon mitten im Thema. Unterhaltsam zu schreiben ist in meinen Augen ganz einfach: Wenn es dich selbst unterhält, ist es unterhaltsam. Denn es ist dein Text.

Ist es wirklich so einfach?

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Schreib hin und wieder „auf Zeile“

Übung-Symbolbild - Bleistift mit Noitzblock auf Holzbank

Ich habe schon mal darüber gebloggt, dass es bei einigen Texten schön ist, wenn die Textmenge in etwa gleich ist. Das ist natürlich kein Muss, doch es sorgt dafür, dass Passagen ausgewogen „bedient“ werden.

Bei einer Typologie zum Beispiel oder einem Selbst-Test mit Auswertung ist das besonders wichtig, weil sonst ein Ungleichgewicht entsteht: Manche Typen oder Resultate erscheinen optisch wichtiger oder unbedeutender – und damit „besser“ oder „schlechter“. Außerdem ist es enttäuschend für Leser, wenn ihr eigenes Ergebnis dürftiger ausfällt.

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Feintuning: 10 Dinge, die ich in Workshops am häufigsten poliere

Oft sind die Entwürfe, die im Workshop entstehen, inhaltlich top – und trotzdem klingt ein Text nicht richtig gut. Wenn ich dann hie und da ein wenig rumfuhrwerke, kommt das meinen TeilnehmerInnen oft wie ein ganz anderer Text vor. Doch wenn die Substanz stimmt, macht das gezielte Feintuning enorm was aus.

Ich habe mal zusammengefasst, was ich in fast jedem Text mache.

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