Alle Artikel mit dem Schlagwort: Satzbau

Grafik mit vier Facetten des Solls

Das Soll

Es gibt Wörter, die nutzen wir, ohne näher über ihre Bedeutung nachzudenken. Aus Gewohnheit. Oder weil wir eine Aussage gezielt abschwächen wollen. Zum Beispiel das kleine Wörtchen leider. Heute richte ich deine Aufmerksamkeit auf das Soll. Je nach Kontext hat das Soll eine ganz unterschiedliche Bedeutung. Es ist wichtig, spätestens im Feintuning ein Auge darauf zu haben.

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zwei Schafe, dazwischen ein Pfosten

Einschübe

Da ist es mir selbst wieder passiert: … uhoh, meine Aufkleber (lege ich immer den Rechnungen bei), gehen aus! Flugs bei @MOO_Germany neue bestellt … pic.twitter.com/m5cLl26n38 — Gitte Härter (@Schreibnudel) 5. September 2018 Einen Tweet kann man nachträglich nicht editieren, doch wenn mir so ein Satz in einem Blogtext oder einer E-Mail rausrutscht, dann würde ich ihn im Feintuning umstellen:

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Das Unnatürliche Synonym-Syndrom

Es dürfte 1983 gewesen sein, als mein Radiowecker kaputtging. Das war ein Drama, denn es war ein tolles Teil, mit dem man Kassetten abspielen konnte. – Mein Bruder und ich hatten zu Weihnachten den gleichen bekommen und jetzt war meiner plötzlich im Eimer. Ich habe mich an unsere gigantische mechanische Schreibmaschine gesetzt und eine Reklamation getippt. Und was für eine! – Mein Bruder hat sich darüber total amüsiert und eine Parodie geschrieben, die ich leider nicht mehr finde. Das Prinzip ist mir noch im Kopf:

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Übung-Symbolbild - Bleistift mit Noitzblock auf Holzbank

Variieren Sie Ihre Formulierungen

Als Kinder haben mein Bruder und ich unser Taschengeld in John Sinclair-Hefte investiert. Jede Woche haben wir seinem Kampf gegen Zombies, Vampire und Dämonen entgegengefiebert*. Und durch das viele Lesen wurde mein Wortschatz größer. Ich kann mich noch gut erinnern, dass John Sinclair nicht einfach zur Seite ging oder auswich, sondern „er steppte zur Seite“.

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Die Wiederholung als Verstärker

Mit einer Wiederholung betonen Sie etwas ganz besonders. Beim Sprechen machen wir das oft ganz automatisch. Wer Grey’s Anatomy schaut, kann mal auf diesen Wiederholungseffekt aufpassen: Die Drehbuchschreiber dort lieben die Wiederholung! Es vergeht keine Folge, wo nicht mindestens einmal – oft mehrmals – in einem Dialog jemand etwas zweimal sagt (hin und wieder sogar fünf oder sechsmal).

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Ich bin es, das Gehirn Ihrer Leser

Liebe Autorin, lieber Autor, ich möchte Ihre Texte so gerne einordnen, lesen und verstehen – und zwar idealerweise genau so, wie Sie sie meinen. Ohne Verwirrung, ohne Wissenslücken, ohne Missverständnisse und Fehlinterpretationen … vor allen Dingen aber auch, ohne mich zu langweilen. Sie können mir enorm dabei helfen, dass das gelingt. Da haben wir beide was davon!

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Falsche Versprechungen

Wenn wir selbst von einer Sache überzeugt sind, neigen wir dazu, falsche Versprechungen zu machen. Das ist gemein, denn es enttäuscht, entmutig – oder verärgert – die Leser möglicherweise. Besonders schnell tappt man in diese Falle, wenn es um etwas geht, das einem sehr, sehr wichtig ist oder besonders gut tut.

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