Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schreibstil

Wann ist ein Text zu kurz oder zu lang?

Manche Sachen machen mich sauer. Zum Beispiel, wenn Leute dogmatisch behaupten, wie umfangreich ein Text sein darf oder muss. „Ein Artikel darf nicht zu lang sein, sonst liest ihn keiner!“ – „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Text nur so und so viele Wörter haben darf.“ – Uäch. Es ist doch so: „Den Leser“ gibt es nicht. Relevant sind Aussagekraft und Nutzendichte. Ist ein Text länger, muss er klar gegliedert sein. Und über allem steht: Du schreibst. Du hast deinen Stil. Oder solltest ihn haben. 😉

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Dich gäbs nur einmal!

… nur leider erkennts vielleicht niemand. Bist du selbstständig, spielt das Schreiben immer eine Rolle. Nicht nur, wenn du einen Newsletter rausgibst oder bloggst, denn du trittst mit deinem Unternehmen immer in irgendeiner Weise schriftlich auf. Lass uns also mal auf deine Selbstdarstellung zu sprechen kommen. Je schwammiger und neutraler du dich präsentierst, desto schwerer machst du es dir. Du gehst buchstäblich in Deckung:

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Pack dein Thema mal anders an!

„Ich will vielseitiger schreiben“, „Meine Texte sollen unterhaltsamer werden“, „Ich habe keine Luuuuust zum Bloggen“ … Eine ganz simple Sache, die Betten beim Schreiben mal wieder aufzuschütteln, ist, das Thema anders anzugehen. Da gibt’s jede Menge Möglichkeiten, und die beruhen alle auf drei Stellschrauben, die du alleine oder in Kombination nutzen kannst. Den Plankton-Arbeitstitel wirklich nutzen! Die Artikel-Form variieren. Den Blickwinkel zum Thema verändern.

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Warum der XX-Artikel dein Schreibfreund ist. Wenn du ihn lässt.

Im Zuge der unsäglichen Clickbait-Überschriften- und -Artikel gibt es aus meiner Sicht einen ganz großen Kollateralschaden: Den XX-Artikel. Ich meine das hier: 7 Gründe, vor dem Feierabend deinen Schreibtisch aufzuräumen. 5 simple Tipps, um leichter aus dem Bett zu kommen. 10 absolute Don’ts beim ersten Date. Der XX-Artikel wurde aus meiner Sicht sowieso immer völlig falsch verstanden, denn er ist viel mehr als nur das Format, das man am Ende sieht.

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Bloß kein Schulaufsatz-Stil!

Erinnern Sie sich noch an die „So flicke ich ein Fahrrad“-Texte? Wo man total langweilig aneinanderreiht, was man alles nacheinander tun muss? Genau das machen viele, wenn sie ein Erlebnis schildern. Selbst, wenn es das spannendste, lustigste, aufrüttelndste Erlebnis unter der Sonne war: Wird es zur blutleeren Wiedererzählung, kommt davon gar nichts mehr beim Leser an. Dabei sind gerade die Alltagsbeispiele oft der Pfeffer für einen Text.

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Überzeichnen

Das gezielte Überzeichnen ist ein wirksames Stilmittel, das Texte gleich viel lebendiger macht. Ich hätte meine Kinder an die Wand klatschen können. Firmenkorrespondenz, bei der ich mir als Kunde die Haare büschelweise ausriss … Sie ist im Dreieck gesprungen, als sie das gehört hat! Jeder weiß, dass das genau so nicht war, aber es haut viel mehr rein.

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