Schlagwort: verstehen

Das stört den Lesefluss

Das Ideal ist, dass unsere Leser flüssig von oben bis ganz unten lesen.

Doch als Autoren dürfen wir uns nichts vormachen: Viele kommen gar nicht, zumindest nicht ungehindert, bis zum Schluss. Die Gründe sind zahlreich, darum komme ich immer mal darauf zu sprechen.

Heute geht’s mir um die kleinen Schnitzer, die zu einem „Hä?“ führen.

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Layout mit Tabellen

Die besten Inhalte bleiben ungelesen, wenn das Layout behindert. Das tut es leider oft. Bleiwüste, viel zu kleine Schrift, zusammengequetscht … Als AutorIn merkt man das mitunter gar nicht, weil man sich auf die Inhalte konzentriert. Oder weil am Bildschirm alles schön gezoomt ist.

Das Design soll in erster Linie den Inhalt stützen. Es soll wirken – und für einen Wiedererkennungseffekt sorgen. Dazu kommt, dass du damit ausgewählte Inhalte hervorheben kannst.

Seit geraumer Zeit sprechen mich Kunden an, wie ich das denn mit dem Layout mache – bei meinen Unterlagen, wenn wir im Vorstellbrief-Workshop das Kurzprofil in Form bringen oder bei Selbst-Checks, Übungen & Co.

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Leser brauchen Raum fürs Denken

Ich habe eine nervige Angewohnheit, mit der ich andere hin und wieder etwas kirre mache: Mitunter feuere ich eine Salve von Fragen ab. Das liegt daran, dass in meinem Hirn jede Menge abgeht – eins führt zum anderen.

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Wann ist ein Text zu kurz oder zu lang?

Manche Sachen machen mich sauer. Zum Beispiel, wenn Leute dogmatisch behaupten, wie umfangreich ein Text sein darf oder muss. „Ein Artikel darf nicht zu lang sein, sonst liest ihn keiner!“ – „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Text nur so und so viele Wörter haben darf.“ – Uäch.

Es ist doch so:

  • „Den Leser“ gibt es nicht.
  • Relevant sind Aussagekraft und Nutzendichte.
  • Ist ein Text länger, muss er klar gegliedert sein.

Und über allem steht:

  • Du schreibst. Du hast deinen Stil. Oder solltest ihn haben. 😉

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Schriftgröße und Hintergrund

Am Mittwoch, als ich gerade den Text über Absätze veröffentlicht hatte, klingelt es an meiner Tür. Die Handwerker sind da, um Rauchmelder zu installieren. Bevor sie gehen, bekomme ich ein Blatt mit „Nutzerinformationen“ – farbig, A 4, einseitig bedruckt:

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Der Absatz

Ich hatte eh auf meinem Zettel, ein Plädoyer für den Absatz zu schreiben, weil mir manchmal in Workshops auffällt, dass Einige gewohnheitsmäßig alles hintereinanderweg schreiben.

Erst wollte ich mich aufs Konzipieren konzentrieren: Die eigene Ordnung in einem Text, damit man selbst schnell überblickt, was man schreiben wird.

Doch dann habe ich gestern nach Informationen zu meinem Smartphone gesucht und bin zufällig gleich auf zwei nützliche Artikel gestoßen, die fast unlesbar waren, weil die Informationen in riesigen Textwüste-Blöcken versteckt waren.

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Beachtenswertes bei Beispielen (2)

Im ersten Teil habe ich angekündigt, dass es ganz leicht passiert, dass du mit Beispielen das Gegenteil erreichst. Anstatt das Verstehen zu stärken, können sich Beispiele sogar negativ auswirken:

  • Sie können die Identifikation stören.
  • Wenn es ganz blöd läuft, verärgerst du LeserInnen sogar.

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Beachtenswertes bei Beispielen (1)

Beispiele sind prinzipiell eine gute Sache, können dir aber auch deine Botschaft stören – und sogar den ganzen Text zum Kippen bringen.

Wie so oft, steht und fällt alles mit den Details. Das ist gleichzeitig eine gute Nachricht, denn wenn du weißt, wo die Haken sind, kannst du sie in Potenzial umwandeln. Das geht bei Beispielen besonders einfach.

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7 Sorten von Gelaber

Ihr wisst: Wir alle labern. Beim von mir empfohlenen Schreibprozess – vom Plankton bis zum Feintuning – stellst du sicher, dass nichts Unnötiges im Text landet. Trotzdem wird dein Entwurf mit Gelaber gespickt sein. Weil das einen guten Entwurf ausmacht! Der soll ja quick & dirty sein.

Auch wenn du bisher frei Schnauze schreibst, kannst du wetten, dass du in deinen Entwürfen laberst. Mal mehr, mal weniger.

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Überfordere deine Zielgruppe nicht unnötig!

Immer, wenn wir Selbstständige mit besonders viel Herzblut unterwegs sind, besteht die Gefahr, dass es unseren Lesern und potenziellen Kunden zu viel wird.

Ja: Zu viel Engagement, kann negativ sein!

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