Alle Artikel mit dem Schlagwort: verwässern

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Besser auf die Zunge beißen (2): Schwächen und verwässern

Im ersten Teil ging es darum, beim Antworten darauf zu achten, unerwünschten Aufwand zu vermeiden: Treibe ich den Dialog voran, obwohl ich ihn beenden will? Ein weiterer Grund, sich so manches Mal besser auf die Zunge zu beißen, ist das Verwässern. Auch wenn ich in dieser Artikelreihe speziell auf das Antworten eingehe, gilt die Verwässerungsfalle generell – darum poche ich so sehr darauf, nicht ins Blaue zu schreiben, sondern vorab zu konzipieren, um mir darüber klar zu werden, worauf ich als AutorIn hier und jetzt hinaus will und was der Leser wissen, können oder tun soll. Das versetzt mich zudem in die Lage, dass ich klar gewichten und zielgerichtet argumentieren, also sehr viel straffer + überzeugender sein kann.

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Gehirn – Fluch und Segen

Hin und wieder erwähne ich es: Jeder, der einigermaßen strukturiert etwas erzählen kann, kann auch schreiben lernen. Was nicht nur beim Konzipieren logisch und lesefreundlich aufgebauter Texte hilft, sondern auch sofort den Plauderton hervorbringt. Was die ganze Sache noch flotter macht. Ein positiver Teufelskreis sozusagen. Jetzt ist natürlich das Schreiben für die meisten von uns ein ganz anderes Paar Stiefel. Abgesehen davon, dass wir dabei gerne die Sache komplizierter machen, als sie ist, stellt uns unser Expertenkopf schnell mal ein Bein:

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Das Unnatürliche Synonym-Syndrom

Es dürfte 1983 gewesen sein, als mein Radiowecker kaputtging. Das war ein Drama, denn es war ein tolles Teil, mit dem man Kassetten abspielen konnte. – Mein Bruder und ich hatten zu Weihnachten den gleichen bekommen und jetzt war meiner plötzlich im Eimer. Ich habe mich an unsere gigantische mechanische Schreibmaschine gesetzt und eine Reklamation getippt. Und was für eine! – Mein Bruder hat sich darüber total amüsiert und eine Parodie geschrieben, die ich leider nicht mehr finde. Das Prinzip ist mir noch im Kopf:

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Die Verpackung des Banalen

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten im Einzelhandel. Im Pausenraum blättern Sie eine aktuelle Fachzeitschrift durch und sehen einen Artikel mit Tipps zum Umgang mit Kunden: Grüßen Sie Kunden, machen Sie ein freundliches Gesicht, … Na super, dass mir das mal jemand sagt. – Sie pfeffern die lächerliche Zeitschrift in die Ecke. Immer diese dampfplaudernden Möchtegernexperten mit ihren Binsenweisheiten!

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Zehn Verwässerungsfallen

Wenn Sie möchten, dass Ihre Texte wirklich wirken, sollten Sie unbedingt darauf achten, Ihre Aussagen nicht zu verwässern. Das mit dem Verwässern ist wortwörtlich gemeint: Wenn Sie einen Apfelsaft mit Wasser verlängern, wird er weniger süß schmecken. Je nach Wassermenge schmeckt es bis zu einem gewissen Grad noch etwas nach Apfel, aber irgendwann nur noch wässrig.

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Folgen Sie dem roten Faden!

Eine große Schwäche bei vielen Texten ist die mangelnde Struktur und damit das fehlende klare Durchführen des Lesers. Das ist eine „Disziplin“, die am Anfang gar nicht so einfach ist. Besonders ungeübte Schreiber sind oft so sehr mit Formulierungen beschäftigt, dass sie nicht auf das Fundament des Textes achten.

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